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Facharzt-Allianz fürs Gelenk

Unter Rückenschmerzen leiden laut Dr. Mattias Feld, Orthopäde und Unfallchirurg aus Bad Homburg, 80 Prozent der Bevölkerung. Ähnlich häufig seien Gelenkprobleme bei Sportlern und älteren Menschen.
Radiologe Dr. med. Thomas Maier sprach über das MRT. Radiologe Dr. med. Thomas Maier sprach über das MRT.
Kronberg. 

Nun haben sich vier Ärzte zusammengetan, um ein regionales Spezialisten-Netzwerk für Patienten mit Problemen der Gelenke und des Bewegungsapparats zu gründen. Mit dem ersten Kronberger Gelenktag haben sie auf ihre Kooperation aufmerksam gemacht.

Ziel sei es, die Wartezeit der Patienten auf Facharzttermine unter den kooperierenden Praxen auf unter drei Tage zu verkürzen. Ein Zugewinn für die Patienten sei, dass die Ärzte bereits vor der Überweisung zum Kollegen alle verfügbaren Untersuchungen tätigen, damit die Weiterbehandlung so reibungslos wie möglich stattfinden kann. Dies sei nur möglich, weil sich die Ärzte untereinander kennen und schätzen, denn sie kennen sich teilweise seit Studienzeiten oder der Klinikausbildung. Damit reagiert Dr. Carsten Braune, Gelenkspezialist für Schulter und Knie aus Kronberg, darauf, dass „der Generalist bei Gelenken heute ausgestorben ist“. Jedes Mosaiksteinchen im Bewegungsapparat bedürfe eines spezifischen Fachwissens. Das gelte sowohl bezüglich der Symptome als auch der Behandlungsmöglichkeiten.

Deshalb habe er gemeinsam mit seiem Kollegen Dr. Stefan Gouder, einem Spezialisten für Hüft- und Knieprothesen aus Kronberg, noch Dr. Matthias Feld mit dem Fokus der Wirbelsäulentheraphie in Bad Homburg dazugeholt. Auch der Händechirurg Dr. Dr. Heiko Himmelreich aus Oberursel ist mit dabei.

Von der Kooperation sollen sowohl Privat- als auch Kassenpatienten profitieren können. So war es nicht verwunderlich, dass der „erste Kronberger Gelenktag“ in der Stadthalle am Wochenende großen Anklang fand. Die Besucher hätten goutiert, dass die Vorträge auch für medizinische Laien verständlich waren, schildert Organisator Braune seine Eindrücke. Übrigens: In der Stadthalle seien 150 Stühle aufgestellt worden, davon sei keiner unbesetzt geblieben. Er hofft, dass die Hauptnachricht in den Köpfen hängen bliebe: Es gibt eine Gemeinschaft von hochqualifizierten Fachärzten mit jeweils eigenen operativen Schwerpunkten, die zusammenarbeitet.

Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) hatte die Teilnehmer begrüßt und sich gefreut, dass die Veranstaltung in Kronberg stattfinde, und dessen Bedeutung als Gesundheitsstandort betont.

(pvg)
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