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Frühlingskonzert der MSS Big Band in Friedrichdorf: Federnd, locker und voller Energie

Die MSS Bigband begeisterte das Publikum mit rhythmischer Präzision, scharfen Akzenten und großartigen Solisten. Da machte sich Party-Stimmung breit.
Die MSS Bigband in Aktion. Foto: Jochen Reichwein Die MSS Bigband in Aktion.
Friedrichsdorf. 

Seit zwölf Jahren beginnt in Friedrichsdorf der Frühling mit dem „Swinging Spring“ Konzert der MSS Big Band. Ein absolutes „Muss“, wenn man nicht ein fetziges Highlight verpassen will. Entsprechend voll war der große Saal des Forum Friedrichsdorf – kein freier Parkplatz in der Nähe.

Seit Thorsten Mebus den Musikverein Spielring Seulberg leitet, hat die Amateur Big Band einen eindrucksvollen Sound entwickelt, der in der Transparenz der Bläsergruppen Farbregister ausleuchtet, punktgenaue scharfe Akzente setzt, mit rhythmischer Präzision besticht und bei differenzierter Dynamik einen mitreißenden Drive entwickelt. Das Repertoire umfasst klassische Big Band Nummern der 1920er- bis 40er Jahre, Soul, Funk, Rock und Pop – für jeden Geschmack ist was dabei. Besonders attraktiv ist der starke Einbezug von Sängerinnen und Sängern, sowie zwei Akkordeon Spielerinnen. Das gibt es nur in Friedrichsdorf. Thorsten Mebus lenkt die fast 30-köpfige Mannschaft eindeutig im Schlag, federnd, locker und mit großer Energie. Für jedes Konzert setzt er andere Akzente, so fordert und fördert er seine Hobby-Musiker.

Die Herausforderung dieses insgesamt 22 Nummern umfassenden Konzertprogramms war rein instrumental: „Live in the Bubble“ von Gordon Goodwin. Ein vertracktes, dennoch eingängiges Stück, schnell, mit starker Vorwärtsbewegung über einer gleichbleibenden Bass-Linie. Alle Instrumentalgruppen kamen zum Zug, wurden gemischt, auseinanderdividiert, durch Breaks unterbrochen, auch ein solistischer Einschub vom Altsaxophon war zu genießen. Doch immer drängte der Bass pulsierend wieder nach vorne, eine tolle Nummer. Beim titelgebenden Song „This Could Be The Start Of Something Big“ konnten über der absolut zuverlässigen Rhythmusgruppe die Bläser ihren Tutti-Klang aufblühen lassen, oder die wärmeren Saxophon- und Klarinettenstimmen sich gegen die dunklen, homogen spielenden Posaunen oder die hellen Trompeten profilieren. Und alles auf den Punkt, wie selbstverständlich. Das ist Big Band Kultur.

Aber der Abend war eigentlich den Sängerinnen und Sängern gewidmet. Stellvertretend für alle Musiker des Abends, die der Dirigent im Lauf des Konzerts wegen ihrer jeweils besonderen solistischen Leistungen lobend vorstellen konnte, seien hier Clarissa Lotz, Jessica Fields, Vanessa Arboles-Pontez, Michel Löw und Christoph Planteur genannt.

Alle hatten das gewisse Timbre, konnten luftig, verführerisch zart säuseln, daraus dann aber auch wieder zu herzhaft direkter bis expressiver Gestaltung ausbrechen. Nicht nur das, sie sind bis auf gewollte Eintrübungen intonationssicher, rhythmisch unbeirrbar und noch dazu Show- und Animationstalente.

Kein Wunder, dass sich nach der Pause – allerdings auch durch die ausgewählten Stücke provoziert – Party-Stimmung breitmachte im Publikum. Die Gäste hatten sich von den Sitzen erhoben und klatschten oder tanzten zu Liedern wie „I Wanna Be Like You“ (hinreißend die beiden Sänger mit ihren Bananen), oder „I Am What I Am“, „Hot’n’Cold“ und „I Feel Good“. Die Forderung nach Zugaben war nachdrücklich – und wurde belohnt mit dem Stück „In The Mood“, das in keinem echten Big Band Konzert fehlen darf. Spaß auf der ganzen Linie – „this could be the start of spring“. . .

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