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Rio-Festival begeistert mit südamerikanischem Essen und temperamentvoller Musik: Fest in Königstein: Brasilien schmecken, fühlen, feiern

Von Zum ersten Mal hat am Wochenende in Königstein ein Rio-Festival stattgefunden. Brasilianisches Flair haben die Menschen in der Stadt aber schon einmal erlebt.
Für ein Wochenende rückte die Konrad-Adenauer-Anlage ganz nah an die Copacabana ran. Da durfte die Statue des „Cristo Redentor“ natürlich nicht fehlen. Bilder > Foto: Jochen Reichwein Für ein Wochenende rückte die Konrad-Adenauer-Anlage ganz nah an die Copacabana ran. Da durfte die Statue des „Cristo Redentor“ natürlich nicht fehlen.
Königstein. 

Ein leichter Wind weht über Königstein. Er trägt feurige Trommelrhythmen in die ganze Stadt und bis über die Grenzen hinaus. Die Stimmung erweckt trotz des leichten Nieselregens Urlaubsgefühle. Einen Moment lang scheint der Alltag weit weg. Der Grund? Das erste Rio-Festival, das am Wochenende die Konrad-Adenauer-Anlage für drei Tage in eine kleine brasilianische Enklave verwandelte – Christusstatue inklusive.

Brasilien schmecken, fühlen und feiern, so lautete das Motto des Festes, das ein voller Erfolg wurde. Dabei sei es ja eigentlich gar nicht das erste Rio-Festival für Königstein, stellte der Veranstalter Alexander Schäfer fest. Hat man doch bereits 2006 in der Stadt brasilianisches Flair zu spüren bekommen, als während der Fußball-Weltmeisterschaft die brasilianische Fußballmannschaft zu Gast in Königstein war. In diesem Jahr hatte auch Schäfer begonnen, das erste Samba-Festival zu präsentieren. Damals allerdings in Bad Kreuznach. Bei einer Durchfahrt durch Königstein schließlich hatte es ihm die Anlage im Herzen der Stadt angetan. Ein Fest gerade hier, mitten im Zentrum, fülle eine Stadt mit Leben, so seine Meinung.

Aber warum gerade Rio? Schäfer sieht viele Parallelen. „Brasilianer und Deutsche sind sich in vielen Dingen ähnlich. Aber die Brasilianer können das Leben anders genießen als wir. Sie gehen das Leben unbefangener an. Ein bisschen von diesem Gefühl wollen wir hier vermitteln.“ Das Konzept gibt ihm recht. Das Publikum ist bunt gemischt. Vom Kleinkind bis zum Senior ist alles vertreten. Schäfer: „Es gibt keine bestimmte Klientel. Die Menschen sind neugierig. Hier werden tolle Impressionen geboten. Das ist perfekt.“

Lebensfreude pur also. Temperamentvoll und leidenschaftlich somit auch die Auswahl der Musikgruppen. „Ababrasil“ spielte vor allem Axé, afrobrasilianisch basierte Popmusik aus dem Nordosten Brasiliens. „Bateria Infernal“ zeigte sich als wahrer Schmelztiegel der Emotionen mit feurigen Samba Batucada-Rhythmen aus Rio, Samba-Reggae aus Bahia und Maracatu aus dem Norden. Eine wahre Augenweide war die original brasilianische „Bahia Dance Group“. Sambatänzerinnen und -tänzer in farbenprächtigen Kostümen direkt vom Zuckerhut zeigten südamerikanisches Entertainment auf höchstem Niveau. Heiße Rhythmen gepaart mit perfekten Choreographien entführten die Zuhörer und Zuschauer in eine tropische Welt voller Leidenschaft und Exotik.

Sound der Heimat

Zwischen den Auftritten der Gruppen übernahm DJ Mario Cesar, auch genannt DJ Choco, das Zepter. Cesar, in Rio de Janeiro geboren und aufgewachsen, vermittelt heute in Clubs und auf großen Festivals sein Lebensgefühl und seine Musik. Der Sound seiner Heimat, gemischt mit groovigen Beats, den er selbst kreiert hat, ist angesagt und lädt zum Mittanzen ein. Malluam Franca ist eine außergewöhnliche Künstlerin, die mit ihrer Band und dem Bossa Nova auch mal auf ruhigere Klänge setzt. Aber auch in ihrem Repertoire sind die traditionellen Klänge von Samba-Reggae, Forro, Pagode, Salsa und Funk sowie moderne brasilianische Pop-Musik zu finden.

Doch nicht nur die Musik vermittelte am Wochenende ein brasilianisches Lebensgefühl. Südamerikanische Spezialitäten, bunte Cocktails und Leckereien rundeten das Fest kulinarisch ab.

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