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Forscher zu Gast in der Kurstadt

Sechs Wissenschaftler aus fünf Ländern sind im Herbst zu Gast am Forschungskolleg Humanwissenschaften. Interessierte Bürger können davon profitieren.
Bad Homburg. 

Als „Fellows“ des Kollegs leben und arbeiten derzeit sechs Wissenschaftler einige Monate in Bad Homburg. Sie kommen aus den USA, aus Kanada, Großbritannien, Russland und Italien. Alle beschäftigen sich mit der Frage, vor welchen Herausforderungen unsere Welt in Zeiten der Globalisierung steht.

Melissa Williams etwa arbeitet an einem Buch über die Zukunft der Demokratie. Die Professorin für Politische Theorie an der Universität in Toronto wird ihr Gastjahr in Bad Homburg und Berlin verbringen. Am Bad Homburger Kolleg findet sie mit der Ruhe auch die Forschungsumgebung vor, die sie für die Arbeit an ihrem Buch benötigt. Gleichzeitig steht sie in engem Kontakt zu ihren deutschen Kollegen an der Goethe-Universität. Auch nimmt sie an dortigen Kolloquien teil. In ihrer Freizeit lernt sie Deutsch und erkundet hessische Ausflugsziele wie Saalburg und Hessenpark.

Kampf dem Terror

Ihr Co-Fellow am Kolleg, der Nachwuchswissenschaftler Isaac Taylor aus Großbritannien, stellt das Problem der Terrorismusbekämpfung in den Mittelpunkt seiner Arbeit und hinterfragt, wer die Kosten für die Bekämpfung des Terrorismus tragen soll. Auch er ist ein ganzes Jahr zu Gast am Kolleg, und auch er freut sich schon jetzt auf vielseitige Gespräche mit den Wissenschaftlern an der Goethe-Universität.

Finanziert werden die Aufenthalte der Fellows hauptsächlich von den großen Forschungsprojekten, die an der Goethe-Universität angesiedelt sind: vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und der Kollegforschergruppe „Justitia Amplificata: Erweiterte Gerechtigkeit“?, wie Rainer Forst, Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität und Mitglied im Direktorium des Forschungskollegs, ausführt.

Zentrale Aufgabe des Forschungskollegs ist es, wissenschaftliche Forschung in die Öffentlichkeit hineinzutragen. So gibt es auch in diesem Herbst eine Reihe von Abendvorträgen, zu denen das Forschungskolleg Humanwissenschaften die interessierte Öffentlichkeit einlädt.

„Rasse“ als Unwort?

Am morgigen Mittwoch befasst sich Jean-Frédéric Schaub, Professor an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris, auf Englisch mit dem Thema „Toward a Political History of Race. How Europe invented ,race‘“. Beginn ist um 19 Uhr im Forschungskolleg, Am Wingertsberg 4. 2013 debattierte die französische Nationalversammlung, ob der Begriff der „Rasse“ aus der Verfassung und den Gesetzbüchern Frankreichs gestrichen werden sollte. Diese Debatte ist für Schaub Ausdruck großer politischer, gesellschaftlicher und intellektueller Verunsicherung. Anmeldungen zum Vortrag via Mail an info@forschungskolleg-humanwissenschaften.de.

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