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Schönwetterphase: Freibäder im Taunus trotz anhaltender Hitze nicht übervoll

Das Wetter hat in den vergangenen Wochen für alle, die gerne baden gehen, wenig zu wünschen übrig gelassen. Die Freibäder im Taunus melden denn auch einen regen Besucherandrang. Bei den meisten Einrichtungen liegen die Gästezahlen auf Vorjahresniveau – und in mancher Kommune könnte es sogar ein Rekord-Sommer werden.
In den Hochtaunus-Freibädern wie hier im Bad Homburger Seedammbad verteilen sich die Besucher über viele Tage. So ist es entspannter und es werden trotzdem gute Zahlen erreicht. Foto: Jochen Reichwein In den Hochtaunus-Freibädern wie hier im Bad Homburger Seedammbad verteilen sich die Besucher über viele Tage. So ist es entspannter und es werden trotzdem gute Zahlen erreicht.
Hochtaunus. 

Die Saison hat gut angefangen. Das Seedammbad in Bad Homburg hat einen „extrem guten Mai“ erlebt, wie Karin Lotze, Leiterin Schwimmbad-Technik, bestätigt. Der Juni war dann wieder eher durchwachsen, und so ist 2018 für das Homburger Bad bislang ein vergleichsweise normales Jahr. In den ersten sechs Monaten kamen exakt 200 696 Besucher, eine Differenzierung zwischen Frei- und Hallenbad erfolgt nicht. „Die Zahl ist nahezu identisch mit 2017“, sagt Lotze.

Was sich indes geändert hat: Es gibt im Seedammbad nicht mehr die Spitzentage, an denen bis zu 7000 Badegäste kommen. „Es verteilt sich mehr, und das ist für Gäste und Personal wesentlich entspannter“, sagt Lotze. Die Schlangen an Kasse und Kiosk sind also überschaubar. Gründe dafür sind das weitgehend beständige Wetter mit nur wenigen unfreundlichen Tagen dazwischen und aktuell auch die Ferien.

Deren früher Beginn in diesem Jahr ist für die Schwimmbad-Bilanz nicht ideal. „Das Geschäft muss eigentlich bis zu den Sommerferien erledigt sein“, erklärt Lotze. Hintergrund: Waren die Leute erst mal im Urlaub, ist das Bedürfnis nach Baden und Sonnen danach nicht mehr so drängend.

Baustelle kostet Ambiente

Die Sommerferien machen sich auch in Oberursel bemerkbar. Hinzu kommen dort allerdings auch Beeinträchtigungen wegen Arbeiten am Hallenbaddach. „Durch die Einrüstung der Schwimmhalle und die Baustelle im Außengelände und das damit verbundene weniger attraktive Ambiente verzeichnete das Taunabad selbst an sonnigen Tagen weniger Besucher als sonst üblich“, erklärt Andrea Königslehner, Marketingleiterin der Stadtwerke. Bis 22. Juni waren in dem Kombibad sowohl Innen- als auch Außenbereich zu nutzen, erst dann wurde die Halle geschlossen. Und so können sich die Gästezahlen in den ersten sechs Monaten sehen lassen. „Im ersten Halbjahr besuchten etwa 100 000 Personen das Taunabad“, sagt Königslehner und fügt hinzu: „Diese Zahl ist fast identisch mit dem Vorjahreszeitraum.“

Wer derzeit im Oberurseler Freibad schwimmen geht, hat ausreichend Platz. An sehr schönen Tagen kommen etwa 1100 bis 1500 Gäste. „Ohne die genannten Einschränkungen könnten wir bei diesen Temperaturen täglich mit 2000 bis 2500 Gästen rechnen, am Wochenende auch mit bis zu 3000 Gästen“, so die Marketing-Chefin.

In Friedrichsdorf ist man mit dem bisherigen Saisonverlauf hochzufrieden. Die Besucherzahl liegt im ersten Halbjahr mit 36 128 leicht über dem Wert aus 2017 (36 060) – den vielen warmen Tagen sei Dank. „Der größte Faktor ist und bleibt das Wetter“, ist Maximilian Faber, Betriebsleiter des Freibads, überzeugt.

Für Kronberg könnte das laufende Schwimmbad-Jahr sogar ein herausragendes werden. „Wenn der Juli beständig bleibt und uns auch der August nicht enttäuscht, ist ein neuer Rekord in Sicht“, sagt Schwimmmeister Stephan Horz. Bis Ende Juni waren schon rund 49 000 Gäste ins Waldschwimmbad gekommen – das sind etwa 5000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2017. Auch in Kronberg machen sich die Ferien bemerkbar. „An den Wochenenden ist das Bad voll, unter der Woche ist seit Ferienbeginn deutlich weniger los“, sagt Horz, ist aber überzeugt: „Das wird sich im August, wenn das Wetter weiter mitspielt, sicher wieder ändern.“

Günstigeres Spätschwimmen

Einen besucherstarken Sommer verzeichnet auch das Freibad in Wehrheim . Mit rund 21 500 Gästen lag die Zahl im ersten Halbjahr deutlich höher als 2017 (rund 19 000). Dazu beigetragen hätten unter anderem die vergünstigten Badezeiten nach 18 Uhr. „Trotz des guten Besuchs war unser Bad an keinem Tag überfüllt“, teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Die Zahlen in Neu-Anspach sind gut, von einem Rekord ist hier aber nicht die Rede. So ist die Besucherzahl im Vergleich zum vergangenen Jahr dank des von Beginn der Badesaison an beständigen Wetters von 10 025 auf 11 470 (Ende Juni) gestiegen, wie Verwaltungsmitarbeiterin Anke Ludwig sagt. Trotzdem: Auch an richtig heißen Tagen konnte Schwimmmeister Achim Fortner nicht mehr als 660 Badegäste zählen. Eine Erklärung hat er dafür nicht: „Ich wundere mich selbst darüber, denn früher hatten wir manchmal 1200 Besucher an einem Tag.“

Zum Stichtag 30. Juni waren in Schmitten rund 9650 Besucher ins Freibad gekommen und damit weniger als 2017 (rund 11 300). Und auch in Königstein fällt die Zwischenbilanz schlechter aus: Im ersten Halbjahr kamen 12 664 Gäste ins Freibad im Woogtal, im Vorjahr waren es 14 630. Als mögliche Ursache für den Rückgang vermutet man in der Kurstadt den frühen Ferienbeginn.

Doch auch die Bäder, die Ende Juni noch hinter dem Vorjahr zurücklagen, können sich Hoffnung machen. In den ersten Juli-Tagen hat es noch einmal einen starken Zulauf gegeben. „Der Juli liegt bisher rund 32 Prozent über dem Vorjahresniveau“, blickt Friedrichsdorfs Freibad-Leiter Maximilian Faber optimistisch nach vorne. mak/pet

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