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Schüleraustausch: Freundschaften mit Australien, die lange halten

Von Mitten im australischen Sommer sind 14 Mädchen aus „Down Under“ im deutschen Winter angekommen. Doch Kälte und Dunkelheit machen ihnen wenig aus, denn hier haben die Austauschschülerinnen der Maria-Ward-Schule zum ersten Mal Schnee und einen Weihnachtsmarkt erlebt.
Klar, dass vor dieser Kulisse ein Erinnerungsfoto gemacht wird. Für die australischen Schülerinnen war die Besichtigung des Bad Homburger Schlosses ein fester Programmpunkt. Klar, dass vor dieser Kulisse ein Erinnerungsfoto gemacht wird. Für die australischen Schülerinnen war die Besichtigung des Bad Homburger Schlosses ein fester Programmpunkt.
Bad Homburg. 

Die Führungen durchs Landgrafenschloss und die Saalburg könnte Peita Maria Ward inzwischen auch selbst leiten, so oft hat sie diese schon mitgemacht. „Im Café Eiding und in der Villa am Kurpark werden wir Lehrer schon wie alte Bekannte begrüßt, that’s funny“, lacht die quirlige Lehrerin. Seit dem ersten Austausch der Homburger Mädchenschule Maria Ward mit ihrer australischen Partnerschule Loreto College im Jahr 2003 ist die Deutschlehrerin dabei.

Peita Maria Ward Bild-Zoom Foto: Jochen Reichwein
Peita Maria Ward

Seither heißt es für sie und ihre Kolleginnen, alle zwei Jahre im (deutschen) Frühjahr für eine Gruppe Homburger Schülerinnen ein abwechslungsreiches Programm zu organisieren. Im Herbst packen dann die australischen Schülerinnen die Koffer, um zum Gegenbesuch nach Deutschland aufzubrechen – rund 24 Stunden dauert die Reise.

Gerade waren Mrs. Ward und ihre Kollegin Amy MacDonald wieder in der Kurstadt. 14 junge Australierinnen verbringen mit den Lehrerinnen drei ihrer achtwöchigen Sommerferien im deutschen Winter. Für die meisten ist es die erste Reise ins Ausland, Schnee dürfte noch keine von ihnen erlebt haben, denn in Brisbane sinken die Temperaturen auch im Winter nur auf 20 bis 10 Grad. „Und einen Weihnachtsmarkt gibt es bei uns auch nicht – es ist einfach zu heiß“, lacht Amy MacDonald, die an deutsche Winter gewöhnt ist, seitdem sie in Tübingen Deutsch studiert hat.

Aber alle sind gut vorbereitet, schließlich findet der Austausch schon zum achten Mal statt, das Programm ist im Prinzip immer das gleiche: Zunächst zehn Tage bei den Homburger Freundinnen, die ihrerseits im Frühjahr bei den australischen Gastfamilien zu Besuch waren. Am heutigen Dienstag geht’s weiter nach Berlin, Nürnberg, Augsburg, Füssen, Garmisch, auf die Zugspitze und nach München, von wo aus der Flieger nach drei Wochen zurück in den australischen Hochsommer startet.

„Ein Schüleraustausch ist in Australien etwas ganz Seltenes, denn wir müssen ja sehr weit reisen, bevor wir in ein anderes Land kommen“, erklärt Amy MacDonald, die bei den Reisen seit 2011 dabei ist.

Einmaliges Erlebnis

Auf Homburger Seite wird der Austausch fast von Anbeginn von Beate Mennie begleitet. Keine Frage, dass sich zwischen den Lehrerinnen über die Jahre eine Freundschaft entwickelt hat. In diesem Jahr war Falk Gelbowicz mit in Australien. Der Mathe-, Physik- und Informatiklehrer war zum ersten Mal in „Down Under“. „Tropisch war’s“, lacht er und erzählt von der Reise, die die Homburger Gruppe auch zum Great Barrier Reef und nach Sydney geführt hat. „Dazwischen liegen sechs Flugstunden innerhalb Australiens“, veranschaulicht er die Distanzen, die wir uns kaum vorstellen können und die deutlich machen, warum ein Schüleraustausch für Australien etwas so Besonderes ist.

Für die 14- bis 16-Jährigen hier wie dort ist der Austausch ein einmaliges Erlebnis, bei vielen bleibt der Kontakt über die Schulzeit hinaus bestehen: „Alisa, eine ehemalige Maria-Ward-Schülerin, hat nach der Schule ein halbes Jahr bei uns in verschiedenen Gastfamilien gelebt, zu denen sie bis heute Kontakte pflegt“, erzählt Amy MacDonald, „und eine Schülerin, die 2013 mit uns unten war, studiert jetzt in Brisbane und hat uns im Frühjahr die Stadt gezeigt“, ergänzt Beate Mennie.

Passiert sei in all den Jahren zum Glück nie etwas, „Auf Maria-Ward-Reisen sind immer Schutzengel dabei“, freut sich Peita Maria Ward, die seit ihrer Heirat zufällig wie die Ordensgründerin ihrer Schule heißt. Einen großen Unterschied gibt es allerdings zu den ersten Reisen: „Früher haben die Mädchen Briefe nach Hause geschickt und wir haben Fotos gemacht, die erst zu Hause entwickelt wurden. Heute sind die Eltern per Skype und WhatsApp sozusagen ,live‘ dabei – aber dadurch gibt es auch fast kein Heimweh mehr.“

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