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Bahnhof in der Warteschleife: Genossen kritisieren Verzögerung

Von Die SPD-Fraktion spricht in Sachen Bahnhofssanierung bereits von einem verlorenen Jahr. Konstantin Kovarbasic von „Unser Bahnhof“ hat jetzt das Schreiben des Denkmalamtes zu seinem Projekt öffentlich gemacht und fordert dies auch von seinem Mitbewerber.
Kronberg,Bahnhof Foto: Matthias Reichwein Kronberg,Bahnhof
Kronberg. 

Konstantin Kovarbasic geht in die Offensive. Der Kronberger ist nicht nur im Internet und in den sozialen Medien mit seinen Vorstellungen für die Bahnhofssanierung und -nutzung präsent, er hat nun auch das Schreiben des Denkmalamts öffentlich gemacht, in dem seine Pläne bewertet werden. Kovarbasic nennt sein Projekt „Unser Bahnhof“ und reklamiert „Nachhaltigkeit und Transparenz“ für sich.

Das Amt für Denkmalschutz bewertet darin die geplante Rekonstruktion des Fürstenpavillons kritisch (wir berichteten). „Die gewünschte Rekonstruktion des Fürstenpavillons ist aus denkmalfachlicher Sicht problematisch: Eine Rekonstruktion im Detail ist mangels Plänen und Fotos nicht möglich, das lange Vordach zu den Gleisen darf aufgrund der Nähe zur Bahn nicht wieder hergestellt werden“, heißt es in der Stellungnahme von Dr. Verena Jakobi. Außerdem müsse der Umgebungsschutz zum Basa-Gebäude bei der Planung eines Neubaus beachtet werden. Dieser müsse sich zwischen Basa-Gebäude, in dem Toiletten sowie Bahntechnik untergebracht ist, und dem eigentlichen Bahnhofsgebäude einfügen. Sollte die Planung eines Neubaus weiter verfolgt werden, empfiehlt das Landesamt für Denkmalpflege die Errichtung eines modernen Baukörpers – „zurückhaltend in Größe und Kubatur“.

Gespräch mit Bahn

In diesen Tagen will Kovarbasic Form und Größe des Neubaus mit dem Denkmalschutz und der DB abstimmen und dann dem Magistrat vorstellen. Gleichzeitig fordert er den Mitbewerber, die Real KG, auf, ebenfalls das Schreiben des Denkmalamtes zu veröffentlichen.

Die SPD Kronberg hat sich von Anfang an auf die Seite von Kovarbasic geschlagen. Das bekräftigt sie in einer weiteren Pressemitteilung, die die Überschrift trägt: „Der Bahnhof soll schöner werden – jetzt!“ Sie hatten eine Ausschreibung des Projektes nicht für erforderlich gehalten. „Dass die Stadtverordnetenversammlung dennoch eine Ausschreibung wollte, ist demokratische Willensbildung – aber begleitet von zu viel und zermürbendem Streit und immer neuen Projektverzögerungen“, monieren die Genossen in der Erklärung. Sie sehen „ein verlorenes Jahr für den Bahnhof und für Kronberg“.

Deshalb kritisieren sie auch den Beschluss des Magistrats, dass beide Bewerber ihre Konzepte nachbessern sollen: „Die weitere Konzeptüberarbeitung verzögert die Entscheidung für den Investor weiter auf Anfang Dezember (ohne Ausschreibung wäre die Entscheidung wie geplant bereits im Juni gefallen). Danach wird ein weiteres halbes Jahr für die Ausführungsplanung und den Bauantrag vergehen. So wird frühestens ein Jahr nach dem ursprünglichen Entscheidungsdatum Juni 2018 die Bahnhofssanierung beginnen können.“

Planung des Umfelds

Erster Stadtrat Robert Siedler (parteilos) erwartet, dass ein beauftragtes Ingenieurbüro bis zum Jahresende die Grundlagen ermittelt, die für die Bahnhofsumfeldgestaltung erforderlich sind. Dabei müssen Topographie, Leitungen sowie Straßenraum und -verlauf erfasst werden. Bei der Umfeldgestaltung geht es dann um die Verkehrsplanung für Busse, Taxis und Fahrrädern.

Erster Stadtrat Siedler hält es durchaus für sinnvoll die Umfeldgestaltung in Angriff zunehmen, auch wenn eine Entscheidung über den Investor für das Bahnhofsgebäude noch nicht gefallen ist. „Beides ist nicht direkt von einander abhängig“, sagte er gegenüber unserer Zeitung.

Berührungspunkte gibt es gegebenenfalls bei untergeordneten Fragen wie bei den Stellplätzen oder der Unterbringung von Fahrradständern und Ladestationen.

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