Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Homburg 7°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Vereinsporträt: Gestatten - der Gospelchor Joyful Voices

Von Wer seine Freizeit im Taunus verbringen möchte, kann bei den heimischen Vereinen unter einer Vielzahl von Angeboten auswählen. Die Taunus Zeitung stellt ein Mal in der Woche eine besonders aktive Gruppe vor. Diesmal: den Gospelchor „Joyful Voices“, der nicht nur Christen begeistert.
Die Auftritte sind mitreißend, laden zum Mitsingen ein: Zwei Mal im Jahr lädt der Projektchor „Joyful Voices“ zum Gospelkonzert in die Christuskirche ein. Foto: Pieren Die Auftritte sind mitreißend, laden zum Mitsingen ein: Zwei Mal im Jahr lädt der Projektchor „Joyful Voices“ zum Gospelkonzert in die Christuskirche ein.
Oberursel. 

„Einfach Gänsehaut pur . . .! “ So oder ähnlich beschrieben Besucher ihr Gefühl, das sie jüngst beim Abschlusskonzert in der „Nacht der Kirchen“ erfüllte. In der Oberurseler Christuskirche gab es spät am Abend kein Halten mehr, als die Stimmen der hundert Sänger des Gospelchores „Joyful Voices“ das Gotteshaus erfüllten.

Nachdem die letzte Zugabe gesungen war, spürten die Besucher, dass sie soeben nicht nur ein freudiges Gospelkonzert miterlebt hatten. Durch die Intensität und Stimmung der Lieder hatten sie zumindest eine Ahnung davon bekommen, was Glaube für eine Kraft entwickeln kann.

Aber nicht nur sie verließen die Christuskirche mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Auch die Sänger fühlten sich wieder einmal getragen von den Liedern. „Das ist das, was Gospel ausmacht“, beschreibt Sängerin Cornelia Schelhorn. „Auch für mich ist die Stimmgewalt unserer Konzerte immer ein Erlebnis. Wenn wir singen, sind wir Gott ein Stück näher.“ Eigentlich seien die Konzerte viel mehr Gottesdienste, erklärt die 55-Jährige.

Große Kraftquelle

„Singen ist für mich eine Kraftquelle“, sagt ihre Mitsängerin Brigitte Geißler-Burschil. „Zum einen ist man konzentriert bei sich selber, beim Atmen, der Körperbewegung und dem Gesang. Andererseits schätze ich ganz intensiv die Chorgemeinschaft.“

Eingängige Lieder des Repertoires, wie zum Beispiel „Jesus On The Mainline“, kommen modern und freundlich rüber und laden die Konzertbesucher geradezu zum Mitsingen an. „Luther hat ja auch viele Kirchenlieder geschrieben. Ihm hätte es gefallen, dass zu den Konzerten so viele Menschen in der Christuskirche zusammenkommen und gemeinsam mit dem Chor singen“, sagt Cornelia Schelhorn, die bereits seit acht Jahren bei den „Joyful Voices“ mitsingt.

2008 hatten die „frohen Stimmen“ an Pfingsten 2008 ihr erstes Konzert. Seither lädt die Kantorin der Christuskirchengemeinde Gunilla Pfeiffer zwei Mal im Jahr zu einem Chorprojekt ein und schart jeweils rund 100 Sänger um sich. „Mit dem Heiligen Geist, der an Pfingsten eine große Rolle spielt, können viele Menschen heute nichts mehr anfangen“, weiß Pfeiffer. „Durch die Gospel-Gottesdienste ist die Kirche auch an Pfingsten wieder voll.“

Stets andere Besetzung

Der Chor singt stets in einer anderen Besetzung. Insgesamt erhalten mittlerweile 250 Sänger über den E-Mail-Verteiler eine Einladung zum jeweils nächsten Chorprojekt. 70 bis 80 von ihnen gehören zum Kern, der regelmäßig mitsingt. Geübt wird dann sieben Wochen lang gemeinsam. Am Ende steht stets ein Konzert.

Die „Joyful Voices“ fassen das Genre Gospel viel weiter, als sich nur auf das klassische Repertoire wie „Oh Happy Day“ zu beschränken. „Wir singen Modern Gospel, weniger traditionelle Songs. Wir tragen beim Singen die frohe Botschaft in die Kirche, ohne uns dabei religiös zu verbiegen“, beschreibt Chorleiterin Gunilla Pfeiffer das Besondere. „Die Melodien sind eingängig, die Texte tief religiös. “

Für die 39-Jährige stehen die modernen Gospel-Songs in einer ganz klassisch evangelischen Tradition, wenngleich sie auch den vor allem aus Freikirchen bekannten Lobpreis aufgreifen. Kirk Franklins „Why We Sing“, aber auch die Lieder „Come Let Us Sing“ sowie „The Day You Set Me Free“ des Oslo Gospel Choir stehen für Pfeiffer gerade im Lutherjahr ganz klar in der Tradition der Reformation.

Interessant: Unter den Chormitgliedern sind sowohl Mitglieder christlicher Kirchengemeinden wie auch kirchenfernere Sänger. „Das ist eine spannende Mischung“, sagt Pfeiffer. „Und die Konzerte haben durch die Freude der Chormitglieder eine solche Strahlkraft, dass sie auch Menschen zu den Konzerten führt, die sonst nicht in die Kirche gehen würden.“

Wie zum Beispiel Dieter Schwidtal, der nach eigenen Angaben kein großer Kirchgänger ist, sehr wohl aber im Gesang Gott lobt. „Ich war zuvor kein Chorsänger und habe auch kein Instrument gespielt. Nachdem ich vor Jahren erstmals ein Konzert der ,Joyful Voices‘ gehört habe, wollte ich aber unbedingt mitsingen. Jetzt habe ich meine Stimme als Instrument entdeckt. Ich genieße es auch, mit meiner Frau und den beiden Töchtern gemeinsam im Chor zu singen.“

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse