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Anwohner: Gibt es eine Rattenplage in Gonzenheim?

Von Gibt es eine Rattenplage in Gonzenheim? Das behauptet ein Anwohner. Bei der Stadt heißt es, man habe sich ausreichend gekümmert.
Anwohner Lothar Gehm deutet auf die Rattenfallen. Foto: Jochen Reichwein Anwohner Lothar Gehm deutet auf die Rattenfallen.
Gonzenheim. 

Es sind nicht die Nilgänse, die die Homburger zum Handeln bewegen. Offensichtlich sind es die Ratten. Zumindest hat die Stadtverwaltung für die Nager eine eigene Seite in ihrem Online-Dienstleistungskatalog („Ratten melden“) geschaltet. Immer wieder mal treten die Schädlinge im Stadtgebiet auf, und wenn, dann gleich mehrfach. Was Anwohner, die die Tiere erblicken, verständlicherweise beunruhigt. „Ratten übertragen gefährliche Krankheiten. Kot und Urin führen zu Geruchsbelästigung und Gesundheitsgefährdung“, heißt es auf der städtischen Homepage.

Auch Lothar Gehm hat sich aus diesem Grund an die Stadt gewandt. Er wohnt in der Straße Am Seeberg und hat dort „paarweise“ Ratten gesichtet. Er habe Stadt und Betriebshof informiert; der Bauhof ließ im Karree sechs Rattenfallen aufstellen. „Die Giftköder waren hinterher alle verschwunden“, so Gehm. „Die Fallen werden also offensichtlich gut angenommen.“

Sind die Hühner schuld?

Was den 65-Jährigen ärgert: Gegen die „Rattenplage“ werde nichts getan. „Die Stadt schiebt’s zum Betriebshof und der Betriebshof wieder an die Stadt“, sagt er. Auch der Ortsvorsteher habe sich, nachdem er, Gehm, ihn angesprochen habe, nicht durch Aktionismus hervorgetan. Dabei sehe man die Tiere immer wieder um die Ecken huschen – zuletzt habe seine Frau, die mit dem Hund in der Grenzstraße unterwegs war, welche gesichtet. „Die haben die Scheu verloren“, meint der Gonzenheimer.

Noch zusätzlich bestätigt fühlt sich Gehm durch eine Bemerkung des vom Bauhof beauftragten Mitarbeiters, er habe in jüngster Vergangenheit schon „ganze Straßenzüge“ in der Nähe mit Rattenfallen ausgestattet. Der Gonzenheimer hält es für möglich, dass „unordentliche Gärten“ in der weitläufigen Nachbarschaft, in denen teilweise auch Hühner gehalten würden, die Ursache der „Rattenplage“ sind.

Gibt es eine solche in Gonzenheim? „Es gibt über das Jahr immer mal wieder Hinweise zum Auftauchen von Tieren“, erläutert Rathaussprecher Andreas Möring. Im Falle Am Seeberg sei das vom Betriebshof beauftragte Unternehmen an Ort und Stelle gewesen, nach weiteren Gesprächen habe sich ein Mitarbeiter des Betriebshofs noch einmal selbst ein Bild von der Lage gemacht. „Die gemeinsam mit einem Anlieger, der sich mehrfach mit dem Betriebshof in Verbindung gesetzt hatte, durchgeführte Begehung führte zu dem Ergebnis, dass in Folge der vorausgegangenen Aktivitäten zum jetzigen Zeitpunkt keine Tiere mehr in der Gegend zu erwarten sind“, so der Sprecher. „Der Betriebshof beobachtet den Bereich weiterhin, um in diesem Punkt sicherzugehen.“

Gehm ist mit dieser Antwort nicht zufrieden; er hätte gern gesehen, wenn die Stadt die erwähnten Hühner in den Fokus nähme. „Das könnte eine mögliche Ursache sein“, so Gehm. Dazu, so Möring, habe die Stadt, Fachbereich Öffentliche Ordnung, aber keine Hinweise erhalten.

Wer auf seinem Grundstück Ratten sichtet, ist aufgefordert, selbst einen Kammerjäger zu beauftragen und dies selbst zu zahlen. Mieter müssen den Hauseigentümer informieren. Ist der Verursacher des Rattenaufkommens ein Dritter oder laufen die Tiere an öffentlichen Orten herum, ist das Ordnungsamt die richtige Adresse. In letzterem Fall nennt die Homepage auch den Betriebshof unter der Rufnummer (0 61 72) 67 75–61 oder –60.

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