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Alexander Freiherr von Bethmann: Häuptling und Indianer in einer Person

Von Die Überraschung ist geglückt! Gemeinsam mit einer Vielzahl an Freunden und Mitstreitern aus ganz unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens in der Kurstadt feierte FDP-Vorsitzender Alexander Freiherr von Bethmann gestern in der Villa Rothschild Kempinski seinen 75. Geburtstag.
Im Kreise seiner Familie – allen voran seiner Frau und seiner Enkel – sowie vieler Freunde und Weggefährten genoss Alexander Freiherr von Bethmann die Überraschungsfeier zu seinem 75. Geburtstag.
Foto: sj Im Kreise seiner Familie – allen voran seiner Frau und seiner Enkel – sowie vieler Freunde und Weggefährten genoss Alexander Freiherr von Bethmann die Überraschungsfeier zu seinem 75. Geburtstag. Foto: sj
Königstein. 

Eine saubere, weiße Hose hatte er sich dann doch noch schnell angezogen. „Die Hose, die ich im Freizeitlager anhatte, war doch zu dreckig“, gestand Alexander Freiherr von Bethmann (FDP) gestern schmunzelnd auf der Terrasse der Villa Rothschild Kempinski.

Ansonsten aber war der Jubilar und Ehrengast genau so bei der Überraschungsfeier zu seinem 75. Geburtstag eingelaufen, wie er das Ferienlager für behinderte Kinder und Jugendliche, bei dem er derzeit als Betreuer engagiert ist, kurz zuvor verlassen hatte – inklusive des weißen T-Shirts mit dem großen roten Kreuz der Johanniter auf dem Rücken.

Dass seine vielen Geburtstagsgäste in Anzug und Schlips respektive schickem Sommerkleid erschienen waren, störte weder ihn noch störte sich die Schar der Gratulanten am „Outfit“ des Jubilars. Im Gegenteil! Genau dafür, dass Alexander Freiherr von Bethmann so ist, wie er ist, dass er wenig Aufhebens um seine eigene Person macht, sich vielmehr in den Dienst anderer stellt, dafür schätzen ihn viele Menschen – nicht nur in Königstein.

Egal ob im Tweed-Sakko mit Einstecktuch oder im T-Shirt – „Sie sind für mich ein echter Herr“, attestierte Hessens FDP-Chef Dr. Stefan Ruppert voll Anerkennung mit Blick auf das „Geburtstagskind“. Mit seiner ganzen Art, seinem großen Engagement an der Basis (wir berichteten), seiner hohen Glaubwürdigkeit wie auch seinem aktiven Bekenntnis zum Christsein sei von Bethmann ein echtes Vorbild für alle und seine Mitgliedschaft in der FDP „wie ein Segen“, der über die Partei gekommen sei.

 

„Stolz“, ihn zu haben

 

Dass dies die Königsteiner Liberalen genauso sehen – genug Beweis dafür wäre schon die Tatsache gewesen, dass der Ortsverband Feder führend die gestrige Geburtstagsfeier organisiert hatte. Fraktionschef Michael-Klaus Otto war es aber doch ein Anliegen, dem Parteifreund auch noch einmal zu sagen, wie „stolz“ die Königsteiner Liberalen darauf seien, von Bethmann als „unermüdlichen Vorsitzenden“ zu haben.

Als „Häuptling“ und „Indianer“ in Personalunion verstehe es der 75-Jährige nicht nur zu repräsentieren und zu führen, sondern auch voranzugehen und anzupacken. Otto: „Das zieht uns andere mit.“

Dass Alexander Freiherr von Bethmann sich über das kommunalpolitische Engagement hinaus auch noch Zeit nimmt, um sich im Präsidium des Burgvereins, in der evangelischen Kirchengemeinde oder bei der Betreuung von Flüchtlingen einzubringen, sei keinesfalls selbstverständlich und deshalb umso vorbildlicher, lobte Landrat Ulrich Krebs (CDU) und stellte mit Blick auf den Jubilar fest: „Wenn wir mehr Menschen wie Sie hätten, hätten wir weniger Probleme.“

 

Ein „Sonntagskind“

 

Als echtes „Sonntagskind“ charakterisierte Königsteins derzeitiger Stadtverordnetenvorsteher Robert Rohr (ALK) seinen Amtsvorgänger. Im Sternbild des Löwen – noch dazu in einem Schaltjahr – geboren, entdecke er in von Bethmann einige der guten Eigenschaften, die man den „Löwen“ zuschreibe: Noblesse, Führungsstärke, Loyalität und Motivationskraft.

Charakterstärken, die von Bethmann als Kind von 1940 mit einem „sehr guten“ Jahrgang teile, zu dem nicht nur Bundespräsident Joachim Gauck, Rudi Dutschke, Dietmar Hopp und Herbert Burda, sondern auch John Lennon und Ringo Starr zählen.

Königsteins Erster Stadtrat Walter Krimmel (CDU) gehört ebenfalls diesem Jahrgang an, feiert seinen 75. Geburtstag erst im Oktober. Wie man einen solchen Ehrentag verbringen kann, davon konnte er sich gestern ein Bild machen, stellte er doch als Vertreter des Magistrats fest, wie gut es der Stadt tut, einen Mann wie von Bethmann in ihrer Mitte zu wissen.

Ein Lob, dem sich andere Weggefährten gestern gerne und mit Nachdruck anschlossen. „Vielen Dank lieber Gott für diesen Menschen“, konstatierte Pfarrerin Katherina Stoodt-Neuschäfer mit Blick auf einen Mann, der sie gerade in der Flüchtlingsarbeit an einen „Ritter von der fröhlichen Gestalt“ erinnere, weil er manchmal wie Don Quijote gegen die Mühlen der Bürokratie anreite, aber dabei nie den Mut verliere.

„Unsere Worte reichen nicht aus, um zu beschreiben, was Herr von Bethmann gerade für die Asylbewerber tut. Er ist ein besonderer Mensch – wir sind ihm zutiefst zu Dank verpflichtet“, schloss sich Maryam Javaherian, Vorsitzende des Ausländerbeirats, am Rande der Feier den Glückwünschen an.

Dass der Jubilar bei allem Einsatz für andere nicht sich selbst vergisst, daran ist seinen Freunden vom Präsidium des Burgvereins sehr gelegen.

Neben dem schon obligatorischen „Bechersche“ zum Geburtstag überreichten Burgvereins-Präsidentin Birgit Becker und Burgfräulein Isabelle I. dem Jubilar bereits die Einladung zur nächsten, dann allerdings kleineren Feier: Es wird ein französischer Abend mit den Kollegen des Präsidiums.

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