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Hier blüht die Stadt musikalisch auf

110 Jahre alt ist das Blasmusik-Orchester „Musikverein Kronberg“ inzwischen – und immer noch frisch. Unter der Leitung von Dirigent Jörg Senger spielten die Musikerinnen und Musiker Beschwingtes zur Einstimmung auf den Frühling, Angelika Hartmann moderierte.
Kronberg. 

„Den Winter endgültig vertreiben“, das hatten sich die Mitglieder des Musikvereins Kronberg für diesen schönen Frühlingssonntag vorgenommen. Passend zu diesem Motto eingerahmt von Frühlingsblumen spielte das Orchester in der voll besetzten Stadthalle fröhliche, überwiegend volkstümliche Melodien. Dass es eher leicht und beschwingt zugehen sollte, zeigte sich schon beim Einstieg: Für ein einziges Triangel-Zeichen bauten zwei Nachzügler umständlich ihren Notenständer auf, um gleich wieder zu verschwinden.

Nach dieser Slapstick-Einlage hießen die Musikerinnen und Musiker ihr Publikum mit der Polka „Grüß Gott“ willkommen, entführten es mit Motiven aus Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“ in die Stadt Wien am Ende des neunzehnten Jahrhunderts und nach Spanien mit dem „Tuba Concerto espanol“ von Kurt Gäble. Der junge Musiker Johannes Lorenz übernahm eindrucksvoll den Solopart der Tuba, die man als Zuhörer erst einmal nicht in einem temperamentvollen Stück namens „Concerto espanol“ vermutet. Gerade die Vielfalt des Instrumentes aber hat Johannes Lorenz vor acht Jahren zur Tuba gebracht, nachdem lange das Schlagzeug im Vordergrund stand.

Ganz am Anfang ihrer Karriere stehen die Mitglieder des Jugendorchesters, wiesen aber die gleiche Professionalität auf wie die „Großen“ des Musikvereins und boten als Gruppe eine erstaunliche Leistung, obwohl sie sich erst seit zwei Jahren mit ihrem Instrument in Ausbildung befinden. Mit ihrer harmonischen Darbietung von „Gathering in the Glen“, „Amazing Grace“, dem Thema aus „Beauty and the Beast“ und dem „Bandroom Bogey – Rock’n Roll Part II“ riefen die jungen Musiker Begeisterungsstürme beim Publikum hervor – und vielleicht haben sie bei dem ein oder anderen jungen Zuschauer Interesse geweckt für das Erlernen eines Instrumentes oder gar die Teilnahme am Jugendorchester. Der Verein sei dabei, ein neues Jugendorchester aufzubauen, sagte Angelika Hartmann. Den Kindern und Jugendlichen, die am Sonntag auftraten, rief sie zu: „Ich bewundere Euren Mut!“ Dem schloss sich das Publikum an. Dem Wunsch nach einer Zugabe kamen die Nachwuchstalente gern nach.

(xs)
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