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Drachenfest in Stierstadt: Hier werden Schweine zu Drachen

Das 1. Internationale Drachenfest in Stierstadt hätte vor allem eines verdient: besseres Wetter. Vom Regen ließen sich aber Besucher und Veranstalter nicht die Stimmung vermiesen. Schon jetzt wird über eine 2. Auflage des Festes nachgedacht.
Der Drachenclub „Aiolos“ hatte diese riesigen bunten Drachen zum Fest mitgebracht.	Foto: Priedemuth Der Drachenclub „Aiolos“ hatte diese riesigen bunten Drachen zum Fest mitgebracht. Foto: Priedemuth
Oberursel. 

Sie schwebten unter den dunklen Wolken und waren schon von weitem sichtbar: bunte Drachen jeglicher Farben und Formen. Trotz Regens ließen sich Besucher und Veranstalter des ersten internationalen Oberurseler Drachenfestes nicht entmutigen und kämpften am Samstag mit den nicht gerade idealen Wetterverhältnissen. Schließlich sollte mit der Veranstaltung Geld für einen guten Zweck gesammelt werden.

„Wir werden die kompletten Einnahmen, die wir beim Drachenfest generieren, für Flüchtlingskinder einsetzen“, sagte Christian Linke, Vorsitzender Fördervereins des Lions-Clubs Oberursel Schillerturm, der gemeinsam mit dem städtischen Kinderbüro sowie dem Kultur- und Sportförderverein Oberursel, das Fest initiiert und organisiert hatte. Der Club rechne mit einer Summe von rund 5000 Euro, die man dafür verwenden könnte, dem Nachwuchs von Flüchtlingen einen guten Start zu ermöglichen. Allein am Samstagvormittag, schätzte er, seien mehr als 1000 Besucher auf der Festwiese gewesen. „Ganz ordentlich“, so Linke, der von einer neuen Auflage im kommenden Jahr ausgeht.
 

Die Veranstaltung sei ins Leben gerufen worden, um zum Weltkindertag Familien ein schönes Fest von Kindern für Kinder bieten zu können. Mit der Planung wurde bereits 2013 begonnen. So präsentierten sich Kitas, Schulen und Jugendorganisationen der Stadt bei dem Drachenfest. Ein Großteil davon mit besonderen Aktionen für den Nachwuchs. Beim Umweltamt konnten beispielsweise Fledermäuse gebastelt werden, am Stand des Jugendbüros wurde Drachendosen-Werfen angeboten und ein Team des Kinderhauses baute mit Jungen und Mädchen Drachenlaternen.

 

Junge Zauberer

 

„Es herrschte gerade am Vormittag eine sehr fröhliche Atmosphäre“, erklärte Tina Przybylak, Leiterin des Kinderhauses. Magisch ging es bei der Grundschule Stierstadt zu. Hier konnten die Kinder eigenen Drachenzauber herstellen. Wie das ging? Einfach Salz einfärben, in verschiedenen Schichten in ein Einmachglas füllen und fertig. „Dabei verzaubern die Kinder selbst das Salz und können beim Öffnen des Glases schlechte Energien entfliehen lassen. Oder sie fühlen sich einfach bei seinem Anblick fröhlich und erleichtert. Das ist ganz individuell“, betonte Luitgard Heßler, Leiterin der Grundschule Stierstadt. Ein Jute-Zelt hatte der Bund der Pfadfinder aufgestellt mit einem Lagerfeuer in der Mitte, um das sich die Mädchen und Jungen dicht an dicht drängelten. Hier konnten sie Stockbrot selbst backen, und das ließ sich kaum einer der jungen Besucher entgehen. Die Kunst bestand darin, den Stock mit dem Teig nicht in das lodernde Feuer, sondern in die Glut zu halten, wie der achtjährige Arthur seinen Mitstreitern erklärte.

Nicht nur zum Angucken, sondern auch zum Mitmachen lud das Bühnenprogramm ein, das außer Stepptanz und afrikanischen Trommelvorführungen, einen chinesischen Drachentanz bot – passend zum Thema der Veranstaltung.

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