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Umbaupläne: Hoffen auf eine Toilette am Friedrichsdorfer Bahnhof

Barrierefrei erreichbar sollen die Züge am Friedrichsdorfer Bahnhof künftig sein. Fahrgäste wünschen sich aber auch mehr Sauberkeit, ein stilles Örtchen und richtig gehende Uhren.
Der Bahnhof mit seinen Gleisanlagen ist aktuell kein Aushängeschild der Stadt: Nun soll einiges modernisiert werden. Foto: Matthias Reichwein Der Bahnhof mit seinen Gleisanlagen ist aktuell kein Aushängeschild der Stadt: Nun soll einiges modernisiert werden.
Friedrichsdorf. 

Bahnsteige sollen erhöht und großzügig überdacht werden. Auf der Schäferborn-Seite wird eine Rampe gebaut. Und auf der Innenstadtseite des Friedrichsdorfer Bahnhofs sind Aufzüge vorgesehen. Zur Infoveranstaltung über die geplante Modernisierung und den barrierefreien Ausbau der Bahnanlagen hatten die Stadt und die Deutsche Bahn (DB) Station & Service AG eingeladen. Zahlreiche Bürger waren ins Rathaus gekommen. Nicht nur, um sich anzuhören, was alles schon vorgesehen ist, sondern auch, um ihre Anliegen vorzubringen.

Besonders wichtig für die Fahrgäste und in den Planungen bisher nicht berücksichtigt: Ein stilles Örtchen. Hartmut Schwarz, als Leiter Bahnhofsmanagement Frankfurt am Main für den Friedrichsdorfer Bahnhof zuständig, sagte zwar: „Mit einer Toilettenanlage bekommen Sie die Unterführung auch nicht sauberer.“ Aber er fügte hinzu: „Sicher gibt es Wege, zusammen mit der Kommune etwas (also eine Toilettenanlage) zu machen.“ Darüber lasse sich reden. Bitter beschwerte sich Anwohner Rainer Kaps über Vandalismus, Graffiti-Schmierereien und Schmutz. Außerdem gingen die Uhren schon seit Längerem falsch. Sein Vorschlag dazu: „Entweder auf Normzeit stellen oder einen Sack darüberhängen.“

Breiterer Mittelbahnsteig

Insgesamt 100 000 Euro im Jahr koste die Unterhaltung des Bahnhofs pro Jahr, berichtete Schwarz. Darin enthalten seien unter anderem Reparaturen, Reinigung und Grünpflege. Dreimal pro Woche werde geputzt, die Papierkörbe würden zweimal gesäubert. Auch für ihn und seine Mitarbeiter sei es frustrierend, dass die Anlagen vier Stunden nachdem geputzt worden sei, wieder verschmutzt seien. Er werde bei der Bundespolizei nachfragen, ob es möglich sei, Überwachungskameras zu installieren. Die Uhren sollten in den nächsten Tagen richtig gestellt werden. Und bei ihrer Renovierung werde die Unterführung mit leicht zu reinigenden Kacheln ausgestattet.

Gustav Thiemann vom Büro Hasselmann und Müller, das von der Bahn mit dem Projektmanagement des Bahnhofsumbaus beauftragt ist, stellte die Planungen im Detail vor. Unter anderem sollen die Bahnsteige erhöht werden, damit die Fahrgäste künftig möglichst ebenerdig in die Züge steigen können. Der sogenannte „Hausbahnsteig“, von der Innenstadt aus gesehen gleich vorne links jedoch gehöre zur Hälfte der Hessischen Landesbahn, und die wolle ihren Teil nicht erhöhen. Der Bereich werde nur von den Lokführern der Taunusbahnzüge genutzt, die dort vorübergehend abgestellt würden. Damit niemand über die künftige Stufe falle, werde die Deutsche Bahn in der Mitte des Bahnsteigs aber ein Geländer installieren. Der schmale Mittelbahnsteig unterdessen solle verbreitert werden und eine neue Treppe bekommen. Und die Unterführung bleibe in ihrer Größe erhalten. Bei ihrer Renovierung müssten die Rinnen in der Treppenanlage, die dazu gedacht sind, um Fahrräder und Kinderwagen über die Treppe zu schieben, entfernt werden. Aus Sicherheitsgründen, ihre Nutzung sei zu gefährlich. Die künftigen Aufzüge übrigens seien so groß, dass auch ein Fahrrad bequem hineinpasse, versprach er. Baubeginn sei für Herbst 2020 vorgesehen, 2021 solle alles fertig sein.

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