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Wohnungen und Geschäfte: Holzweg-Passage wird neu bebaut

Von Oberursels Innenstadt ist im Wandel. Während die Arbeiten an Rompel-Carré und Rompel-Passage noch laufen, ist schon das nächste Großprojekt für die zweitgrößte Hochtaunus-Stadt in Planung: ein Wohn- und Geschäftshaus in der Holzweg-Passage. Besonders knifflig ist das Thema Parkplätze.
Das zweigeschossige Haus links soll einem Neubau weichen. Dort ist unter anderem die Jugendkneipe „Das Boot“ untergebracht, die wie die anderen Mieter eine neue Heimat braucht. Das zweigeschossige Haus links soll einem Neubau weichen. Dort ist unter anderem die Jugendkneipe „Das Boot“ untergebracht, die wie die anderen Mieter eine neue Heimat braucht.
Oberursel. 

Wer in der Oberurseler City unterwegs ist, hat sich längst an die Bilder gewöhnt: Irgendwo wird gebaut, irgendwo ist was Neues. Das Sporthaus an der Ecke Vorstadt/Kumeliusstraße hat schon ein paar Jahre seine auffällige Fassade aus Kettenvorhängen, und das neue Rompel-Carré mit Wohnungen und Geschäften zwischen Vorstadt und Holzweg/Chopin-Platz ist so gut wie fertig. Nun richten sich die Blicke auf den Abschnitt zwischen Kumeliusstraße und Chopin-Platz: die Holzweg-Passage.

Auf dem 950 Quadratmeter großen Grundstück in der Holzweg-Passage 3–9 möchte ein Investor ein Wohn- und Geschäftshaus errichten. Er tritt namentlich noch nicht öffentlich in Erscheinung; sein Vorhaben ist aber bekannt und beschäftigt die kommunalpolitischen Gremien. Zum einen soll fürs Projekt ein sogenannter vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden, zum anderen muss der bestehende Bebauungsplan für die Umgebung, den Bereich Obere Vorstadt/Holzweg geändert werden. Geht es doch, kurz gefasst, um eine bauliche Verdichtung.

Am markantesten wird sich das an der Höhe des Baus zeigen. Das bisher auf dem Grundstück stehende Gebäude in Privatbesitz – dort ist unter anderem die Jugendkneipe „Das Boot“ untergebracht (siehe weiteren Text) – ist zweigeschossig. Das künftige Gebäude wird mit vier Vollgeschossen plus Staffelgeschoss geplant, mit Platz für drei Läden und 20 Wohnungen.

„Ist der Investor bereit, dort auch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?“, fragte Georg Braun, Fraktionschef der Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG), in einer Sitzung des Bauausschusses und griff damit ein zurzeit vieldiskutiertes Thema auf. „Ich glaube nicht, dass das hier möglich ist“, entgegnete Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD).

Impulse für die City

Das Ziel, das die Verwaltung in der Passage verfolgt, ist ein anderes. In einer Vorlage für die Gremien ist von „stadträumlicher Reparatur“ die Rede, durch die „wichtige Impulse“ gesetzt würden. Heißt: Der Neubau soll dazu beitragen, die Innenstadt attraktiver zu machen und zu beleben. Auch darüber sprechen Politik und Gewerbe in der Brunnenstadt seit langem.

„Das Boot“ will bis April 2019 bleiben

„Das Boot“, das Jugendlokal in der Holzweg-Passage, bleibt voraussichtlich noch bis 2019 am bekannten Standort. Davon geht zumindest Michael Thalhofer, Geschäftsführer der Gastronomie,

clearing

Michael Reuter, Vorsitzender des Händlerzusammenschlusses Fokus O. und gleichzeitig Stadtverordneter in der CDU-Fraktion, zeigte sich denn auch angetan von den Plänen und sprach von einer „städtebaulichen Aufwertung“. „Das wird hochwertig bebaut“, sagte er. Klar, dass der Fokus-O.-Chef auch die geplanten Geschäftsflächen lobte. Anerkennung gab’s auch von Thomas Fiehler (FDP). „Es steht außer Frage, dass das ein Gewinn ist“, sagte er.

So haben die Mitglieder des Bauausschusses bei Enthaltung der OBG auch in Bezug auf die Änderung des bestehenden beziehungsweise die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans ihr Okay gegeben. Von einem deutlichen wie zustimmenden Votum ist daher auch in der kommenden Stadtverordnetensitzung am 16. November auszugehen.

Fußweg wird breiter

Die OBG hatte zuvor in Sachen Stellplätze nachgehakt. Über die Schaffung von Parkplätzen – in dem dicht bebauten Gebiet kein leichtes Unterfangen – wird noch diskutiert. Fakt ist: Der Investor müsste nur noch wenige Parkplätze durch eine Zahlung „ablösen“, weil bereits für den bestehenden Bau Plätze abgelöst worden waren. Verwiesen wird auf Parkhäuser in der Nähe und die kleine Tiefgarage am Chopin-Platz, wo Dauerparkplätze gemietet werden könnten.

Allerdings wird laut Rathauschef Brum noch mit Anliegern darüber gesprochen, ob und wie eine Tiefgarage unter dem Neubau gebaut werden könne. Die Passage soll Fußgängern vorbehalten bleiben und von zurzeit durchschnittlich 5,50 Meter, auf sechs bis sieben Meter verbreitert werden. Und wann tut sich was? „Wir brauchen sicher eineinhalb bis zwei Jahre Vorlauf“, schätzt Brum.

Weil es eben noch Zeit in Anspruch nimmt, bis in der Holzweg-Passage gebaut wird, wird der angrenzende Chopin-Platz zwischenzeitlich wieder hergerichtet. Das heißt, dass das von Bildhauer Nikolai Karlychanow geschaffene Chopin-Denkmal wieder an seinen Platz zurückgebracht wird. Es war für die Arbeit am Rompel-Carré in Sicherheit gebracht worden – und wird es möglicherweise auch für die Arbeiten in der Passage.

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