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I. Indoor-Inthro für Isabella I.

Von Der Regierungswechsel ist perfekt – die Kurstadt huldigt ihrer neuen „Lieblichkeit“. Mit der Inthronisation von Isabella I. hat gestern das 66. Burgfest begonnen. Bis Sonntagnacht wird gefeiert – Wetter hin, Wetter her.
<span></span> Bilder > Foto: Jochen Reichwein
Königstein. 

„Zusammenrücken“ hieß es gestern Abend in der Villa Borgnis. Erstmals in der jüngeren Burgfestgeschichte verwandelte sich das Restaurant des Kurhauses in einen Thronsaal und bildete so die perfekte, weil trockene Kulisse für die Inthronisation des 62. Königsteiner Burgfräuleins, Isabella I.

Zwar hatte die 18-Jährige bereits im TZ-Interview angekündigt, dass sie wettertechnisch einen ziemlich guten Draht nach oben habe. Letztlich jedoch waren die neue Regentin und vor allem das Präsidium des Burgvereins weise genug, es nicht auf eine Machtprobe mit dem zuletzt doch arg wankelmütigen wie griesgrämigen Wettergott ankommen zu lassen.

Statt sich auf der Terrasse dessen Launen preiszugeben, hatte der Burgverein kurzfristig entschieden, nach drinnen umzuziehen, wo es zwar etwas enger und wärmer zuging als unter freiem Himmel. Die Königsteiner und deren Gäste fanden dennoch ausreichend Platz und Gelegenheit, um ihrer neuen Lieblichkeit zu huldigen und ihrer scheidenden Regentin, Isabelle I., zu danken.

Dass Letztere sich diesen Dank mehr als nur verdient hat, daran kann es für Birgit Becker, die Präsidentin des Burgvereins, keinen Zweifel geben. „Deine Energie ist bewundernswert“, zollte Becker großen Respekt für die Art und Weise, wie die Abiturientin den Burgverein und die Stadt bei fast 50 Terminen vertreten hat. Wie Isabelle sich perfekt auf die „unterschiedlichsten Anlässe“ habe einstellen können, dabei stets „würdevoll, anmutig und fröhlich“ agiert habe – das sei von einer Qualität gewesen, wie man sie sich von einem Burgfräulein nicht besser wünschen könne.

Ein Eindruck, den Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) nur bestätigten kann. Er sei jedes Mal aufs Neue begeistert und beeindruckt, wenn er sehe, wie eine junge Frau – jede auf ihrer ganz eigene Art – in „ihrem“ Jahr als Burgfräulein über sich hinauswachse. „Du hast die Menschen begeistert und angerührt“, dankte der „Schultheiß“ der Kurstadt der Botschafterin zum Abschied.

Isabelle selbst, die sich künftig Hohe Burgfrau nennen darf, dankte all jenen, die sie in den vergangenen, nicht ganz zwölf Monaten unterstützt hatten. Hofstaat, Familie, Präsidium, Nähstube und viele mehr hätten ihren Anteil daran gehabt, dass für sie ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen sei.

323 traumhafte Tage

„Ich hätte mir allerdings nicht träumen lassen, dass es eine so schöne und unvergessliche Zeit wird“, stellte Isabelle gerührt fest. Ob beim Besuch im Kindergarten oder bei den Freunden in Kórnik, ob sehr hoch zu Ross auf dem Ritterturnier oder im Vierspänner beim Hessentag – jeder ihrer Termine in den vergangenen 323 Tagen sei etwas besonderes gewesen.

In Anbetracht des Schwärmens und auch der einen oder anderen Abschieds-Träne ihrer Amtsvorgängerin dürfte die Vorfreude bei Isabella I. auf „ihr“ Burgfest und „ihr“ Jahr nur noch größer geworden sein.

Unter den Klängen der Königsteiner Fanfaren zur Bühne geleitet und von Schirmherr Alexander Prinz zu Stolberg-Roßla mit der Krone und dem Mantel der schützenden Gewalt bedacht, hob die zierliche Regentin denn auch lächelnd und mit klarer, heller Stimme zur ersten Rede an „ihr“ Volk an.

Auch für sie gehe ein Traum in Erfüllung, den sie schon als kleines Mädchen gehegt habe, betonte Isabella. Dass sie damit bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres warten musste – das gehört nunmal zu den Burgfest-Gesetzen. Jetzt allerdings ist ihre große Stunde gekommen. Jetzt ist es an ihr, gemeinsam mit ihrem Hofstaat die Stadt würdig zu vertreten, und schon an diesem Wochenende ihre guten Beziehungen nach oben spielen zu lassen. Der Burgverein und alle Burgfest-Fans würden es ihr danken.

Gestern Abend zumindest schien der Wettergott vom Auftreten der jungen Regentin durchaus angetan gewesen zu sein. Brav hielt er sich zurück, bis Königsteins erste Indoor-Inthronisation über die Bühne gegangen war, bevor er dann doch noch erste Tropfen auf die Kurstadt regnen ließ.

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