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IGS nimmt neuen Anlauf

Von Vor zwei Jahren hat das Kultusministerium die Einrichtung einer Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule Stierstadt (IGS) abgelehnt. Jetzt hat die Schule Hoffnung, dass es im kommenden Jahr doch klappen könnte – denn ein entscheidender Punkt hat sich verändert.
Stierstadt. 

Ein Wunsch von Walter Breinl hat sich in seinem Berufsleben nicht mehr erfüllt: dass die Integrierte Gesamtschule Stierstadt (IGS) eine gymnasiale Oberstufe bekommt. Doch Breinl, der mit Schuljahresende als Leiter der Einrichtung in den Ruhestand geht (TZ berichtete), ist guten Mutes, dass es in absehbarer Zeit etwas wird mit einer Oberstufe.

Ein Blick zurück: Die Schule hatte Ende 2011 schon einmal den Antrag auf Einrichtung einer sogenannten Profiloberstufe gestellt. Bei dieser Form der Oberstufe werden mehrere Fächer zu Schwerpunkten zusammengefasst. Dieses Ansinnen war schließlich zweieinhalb Jahre später abgelehnt worden. Im Juni 2014 hatte das Kultusministerium als Begründung Zweifel daran angegeben, dass die IGS aus eigener Kraft – also ohne an anderen Schulen um Pennäler zu werben – die nötige Zahl von 80 für die Oberstufe geeigneten Schülern erreiche.

Das hat sich nun geändert: „Wir haben die Hürde genommen“, sagt Breinl auf TZ-Anfrage. Heißt: Die IGS hat in der jetzigen Jahrgangsstufe neun genug Schüler, deren Leistungen so gut sind, dass sie für eine gymnasiale Oberstufe geeignet sind. Zum Schuljahr 2017/18 werden sie die zehnte Klasse abgeschlossen haben und könnten in die Oberstufe übergehen. Der ehrgeizige Zeitplan der Befürworter sieht tatsächlich einen Start bereits in einem Jahr vor.

Die Schulgemeinde hat sich für einen neuen Versuch in Sachen Oberstufe ausgesprochen und sich bereits schriftlich an Landrat Ulrich Krebs (CDU) gewandt. Der Elternbeirat sucht nun Kontakt zu Politik und Öffentlichkeit. Der stellvertretende Vorsitzende Jochen Kramer hat sich an die Kreistagsfraktionen gewandt, um die Politik ins Boot zu holen.

Entlastung fürs GO?

Im TZ-Gespräch nennt Kramer mehrere Argumente pro Oberstufe. Eben nicht nur die erreichte Zahl an geeigneten Schülern, sondern auch das Gymnasium Oberursel (GO), das sich, wie berichtet, vor Zulauf kaum retten kann. Die IGS könnte also nach ihrer Lesart das Gymnasium entlasten – und das nicht erst in der Oberstufe, sondern bereits in der fünften Klasse.

Denn, so die Überlegung der Elternschaft, die auch Breinl teilt: Wenn Mütter und Väter wissen, dass ihr Kind die IGS bis zum Abitur besuchen könnte, wählen sie diese Einrichtung vielleicht gleich statt des Gymnasiums als weiterführende Schule für ihren Nachwuchs. Weil ihr Nachwuchs – anders als in der momentanen Konstellation ohne Oberstufe – nicht die Schule wechseln müsste, wenn er an der IGS anfängt und Abitur machen möchte. Der Elternbeirat verweist zudem auf die Bevölkerungsentwicklung. Bekanntlich ist das Rhein-Main-Gebiet Zuzugsregion, der Druck ist groß; auch und vor allem in Oberursel.

Sollte die IGS ihre neue Stufe bekommen, müssen allerdings räumliche Voraussetzungen erfüllt, derzeit nicht genutzte Räume saniert werden. Ursprünglich hatte der Hochtaunuskreis als Schulträger allerdings vorgesehen, für den Umbau des Hauptgebäudes erst im Jahr 2018 mit den Planungen zu beginnen.

Gespräche mit dem Kreis

„Auch darüber sprechen wir mit dem Kreis“, sagt Walter Breinl. Die Schule hat laut Kreissprecherin Andrea Nagell bereits die entsprechenden Unterlagen im Landratsamt eingereicht. Nach der Sommerpause stünden Gespräche an.

Landrat Krebs hatte sich in Sachen IGS-Oberstufe bereits in der Vergangenheit aufgeschlossen gezeigt und gesagt, der Kreis werde in Wiesbaden die erforderliche Teilfortschreibung des Schulentwicklungsplans einreichen, sobald die Schule die Voraussetzungen erfülle.

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