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Public-Viewing in Königstein: Im Rudel gucken und jubeln

Die Königsteiner Narren – und natürlich nicht nur die – fiebern der Fußball-EM entgegen. Wann immer die DFB-Elf auf dem Rasen steht und kickt, werden sie das HdB nämlich in eine Public-Viewing-Arena verwandeln. Sollten Jogis Jungs das Viertelfinale erreichen, wird die Veranstaltung vors Rathaus verlegt.
<span></span> Foto: Jung, Stefan
Königstein. 

In acht Tagen startet in Frankreich die Fußball-Europameisterschaft. Zwei Tage später (12. Juni) bestreitet die deutsche Nationalmannschaft ihr erstes EM-Vorrundenspiel gegen die Ukraine. Udo Weihe und seine Kollegen Robert Glässer, Eugen Gräf und Daniel Georgi vom Königsteiner Narrenclub sind bereits jetzt im Fußball-Fieber. Und das hat seinen Grund.

„Die Vorbereitungen fürs große Public Viewing im Haus der Begegnung (HdB) sind fast abgeschlossen“, berichtet Weihe, Vorsitzender der Plasterschisser, freudig. Schließlich sei bisher alles nach Plan gelaufen, fügt er hinzu. Stadt und Landratsamt hätten grünes Licht für die Veranstaltungen gegeben, Sicherheitsdienste seien engagiert und die Gema unterrichtet. „Noch ist jedoch unklar, was uns die Gema abknöpfen wird“, informiert Weihe, der bereits im Januar mit den Planungen begonnen hatte – aus Kostengründen.

„Zapfanlagen und Sicherheitspersonal wären jetzt, kurz vor dem EM, nur schwer zu organisieren und die Konditionen bei Getränkelieferanten längst nicht mehr so attraktiv“, erklärt Weihe, der die Fans ursprünglich auf dem Kapuzinerplatz zusammenbringen wollte.

Der Bürgermeister sah Konfliktpotenzial und brachte das HdB ins Gespräch. „Hier wird alles in geregelten Bahnen laufen“, verspricht Weihe. 900 Menschen finden im Saalbau in der Bischof-Kaller-Straße Platz, um Jogis Jungs von Mitte Juni an vor einer Großleinwand zuzujubeln und gemeinschaftlich die Daumen zu drücken.

Damit sich die Gäste rundum wohl fühlen können, ist ein 40-köpfiges Team, bestehend aus Vereinsmitgliedern und Helfern befreundeter Vereine, im Einsatz. Darüber hinaus sichern jeweils acht Sicherheitskräfte die Veranstaltungen ab. Außerdem werden vier Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes sowie ein Krankenwagen vor Ort sein. Nur für den Fall der Fälle natürlich. „Insgesamt entstehen uns Kosten von 1500 Euro pro Spiel“, informieren die Gastgeber.

Beim Auf- und Abbau der 12 Quadratmeter großen Leinwand hofft Weihe auch auf die Unterstützung von in Königstein lebenden Flüchtlingen. „Sich ehrenamtlich zu engagieren, trägt sicherlich zur Integration bei“, ist er überzeugt.

Der Eintritt zur Public-Viewing-Arena ist frei. Wer es beim „Rudel-Gucken“ aber exklusiver mag, kann eines von 40 „VIP“-Tickets buchen. Für 20 Euro gibt’s dann ein Getränk, ein Essen, einen Fanschal sowie einen Sitzplatz mit Tisch auf der Empore. Geschaut werden können die Spiele dort oben entweder auf der großen Leinwand oder aber auf kleineren Fernsehbildschirmen. Reservierungen nimmt der Narrenclub per E-Mail an info@plaschi.de entgegen. Da aktuell nicht absehbar ist, wie weit die DFB-Elf kommen wird, planen Weihe, Glässer, Gräf und Georgi erst einmal nur für die deutschen Vorrundenspiele am 12. Juni (21 Uhr), 16. Juni (21 Uhr) und 21. Juni (18 Uhr).

Umzug vors Rathaus

Sollten Jogis Jungs die Gruppenphase überstehen – Weihe: „Davon gehen wir natürlich aus“ –, so werden alle weiteren Spiele der deutschen Nationalmannschaft live vorm Rathaus übertragen. „Dort ist Platz für bis zu 3000 Menschen“, erzählt der Vereinsvorsitzende und weiß, dass für ihn und seine Helfer der Stress dann erst richtig beginnen wird. „Für die ersten drei Partien steht alles. Danach müssen wir von Spiel zu Spiel planen. Vor allem die Organisation der Helfer wird eine Herausforderung“, teilt Weihe mit.

 

Weitere Infos zu den Veranstaltungen finden sich auf: www.plaschi.de. Unternehmen, die zu den Spielen mit einem Banner werben wollen, wenden sich per Mail an info@plaschi.de. Kosten: 50 Euro pro Spiel.

 

(mlf)
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