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Orientierungslauf führt durch Oberursels Stadtwald: Immer geradeaus

Kunstgriff, TV Bommersheim und der Turngau Feldberg haben ein neues Angebot für Wanderer. 20 Interessenten machten sich auf den Weg.
Mit einem Mess-Chip ausgerüstet, machten sich auch Martina Gauer und Birger Holtermann auf den Weg. Foto: Jochen Reichwein Mit einem Mess-Chip ausgerüstet, machten sich auch Martina Gauer und Birger Holtermann auf den Weg.
Oberursel. 

Wem das reine Wandern in der Natur schon immer zu ziellos war, dem könnte ein Orientierungslauf gefallen, bei dem man anhand detaillierter Karten den schnellsten Weg zwischen zwei Posten aufspüren muss. Einen solchen Lauf hat der Verein Kunstgriff am vergangenen Samstag zusammen mit dem TV Bommersheim, dem Turngau Feldberg und dem Verein Gymnasion Offenbach im Oberurseler Stadtwald auf die Beine gestellt und damit etwa 20 Natur- und Lauffreunde angezogen. Es handelte sich ausnahmsweise nur um einen Trainingslauf ohne Wertung.

Ulrike Klotter ist aus Worms angereist, um am Lauf teilzunehmen. Sie hat sich für die mittlere Strecke von 5 Kilometern Luftlinie entschieden. „Ich werde versuchen, mich an den Wegen zu orientieren“, erklärt sie. Eine 3- und eine 7-Kilometer-Luftlinie-Strecke sind auch noch vorgesehen.

Info: Mit Wertung

Wenn es einmal mit Orientierungslauf versuchen will, schaue auf der Website der Rhein-Main Rangliste vorbei (www.ol-rhein-main.de). Die Organisation, die ein Zusammenschluss aus 13 Vereinen der Region

clearing

Vor dem Start werden den Läufern ihre Karte und ein Mess-Chip ausgehändigt, der die Zwischenzeiten an den einzelnen rot-weißen Posten erfasst. Diese Zeiten zu nehmen, sei sehr attraktiv für die Teilnehmer, da man so später sehen könne, wer den geschicktesten Weg zwischen zwei Posten gewählt hat, erklärt Birger Holtermann, dessen Verein Gymnasion Offenbach auch die dazugehörige Messtechnik bereitgestellt hat.

Auch über Felsen

Ob man lieber querfeldein läuft oder über einen Fels klettert, ist jedem individuell überlassen. „Sie suchen den Weg immer selbst aus“, freut sich Martin Müllerleile, Verantwortlicher für den Orientierungslauf beim Verein Kunstgriff. Die ausgeteilten Karten seien zudem viel detaillierter als normale Wanderkarten, da auf ihnen „Bäche, Bänke oder besondere Bäume“ eingezeichnet seien, neben denen auch die Posten aufgestellt wurden. So „kommt man in schöne Gebiete“, findet der passionierte Läufer. Eine Station seien zum Beispiel die historischen Custine-Schanzen – Erdwälle, die in der französischen Revolution aufgeschüttet wurden.

Allgemein geht es laut Müllerleile bei den Orientierungsläufen darum, „durch die Natur zu laufen und Spaß zu haben. Irgendwann reicht es nicht mehr, nur zu laufen, dann will man ein Ziel.“ Roderich Seitz, ein echtes Urgestein des Orientierungslaufes, kann diese Begeisterung gut verstehen. Der ehemalige Sportlehrer aus Kronberg war es, der den Sport in die Gegend brachte, als er in den 70er-Jahren erste Läufe mit seinen Sport-Grundkursen organisierte. Er selbst hat als Läufer schon die ganze Welt bereist. In Neuseeland ist er beispielsweise „vom letzten ins neue Jahrtausend gelaufen.“ Auch Ulrike Klotter hat die Wanderlust gepackt. Eine Freundin hat sie auf den Geschmack gebracht, und bis jetzt hat sie an drei Läufen teilgenommen.

Wer es schafft, wieder in die Hütte zurückzufinden, auf den wartet eine selbst gekochte Suppe. Es ist schließlich ein kalter Tag gewesen, und nach den vielen Kilometern haben sich die Läufer eine Aufwärmung redlich verdient.

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