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Siegerentwurf aus Dresden: In Stierstadt entsteht eine Schule aus drei Komplexen

Von Der Planungswettbewerb für die neue Integrierte Gesamtschule Stierstadt ist entschieden. Der Siegerentwurf entstand in Dresden. „Er kommt unseren Vorstellungen am nächsten“, sagt Jury-Chef Landrat und Schuldezernent Ulrich Krebs.
Zwei- und dreigeschossig wird die neue IGS hoch sein. Durch die räumliche Anordnung der Gebäudeteile ergibt sich ein großer Pausenhof. Zwei- und dreigeschossig wird die neue IGS hoch sein. Durch die räumliche Anordnung der Gebäudeteile ergibt sich ein großer Pausenhof.
Stierstadt. 

Das Architekturbüro „pussert kosch architekten“ aus Dresden liefert die Blaupause für den Neubau der Integrierten Gesamtschule Stierstadt (IGS). Der nach der europaweiten Wettbewerbsausschreibung von einer Fachjury unter Vorsitz von Landrat und Schuldezernent Ulrich Krebs (CDU) aus 25 Entwürfen ausgewählte Plan „trägt unseren Vorgaben weitestgehend Rechnung und platziert das Gebäude hervorragend in die bauliche und landschaftliche Umgebung“, sagte Krebs bei der Vorstellung der Entwürfe im Landratsamt. Er sei überzeugt, „dass die Jury gut entschieden hat“. Die Wettbewerbsarbeiten sind bis zum 14. September in der Taunus-Galerie im Landratsamt in Bad Homburg montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr zu sehen.

Dirk Pussert vom Büro „pussert kosch architekten“ aus Dresden studiert mit Schulleiter Markus Hergeht (links) den Bauplan. Bild-Zoom
Dirk Pussert vom Büro „pussert kosch architekten“ aus Dresden studiert mit Schulleiter Markus Hergeht (links) den Bauplan.

Die Baukörper des Siegerentwurfs wirken durch die Gliederung in drei gestaffelte, ineinander verschobene Komplexe, wobei die leichte Hanglage des Baugrunds den Rahmen vorgegeben hat, elegant und leicht. „Durch die Anordnung der zwei- und dreigeschossigen Bauteile entsteht in Verbindung mit den bestehenden Clustergebäuden der Schule ein großzügiger Pausenhof mit urbanem Platzcharakter“, urteilte die Jury. Die Positionierung der Bauteile garantiert eine gute Orientierung innerhalb des Komplexes. Ein besonderer Baustein ist die optionale Erweiterung durch ein losgelöstes, frei stehendes Gebäude. Durch die Gliederung des Hauptgebäudes entsteht ein zentraler Schulplatz, von dem aus Schüler Einblicke in die im zweiten und dritten Bauabschnitt vorgesehene, „eingegrabene“ Einfeld-Sporthalle haben werden. Zu diesen Abschnitten gehören auch die Räume für die Sekundarstufe I.

Auch optisch wird die Schule viel hermachen: Vorgesehen ist, so der Planer, „eine robuste, mineralische Haut, farblich abgesetzte Ziegelverblendungen, Fensterrahmen in Alu, Sichtbeton“. Auch ein Argument der Jury für den Dresdener Entwurf: Die Wegeverbindung zwischen Kiesweg und Buswendeschleife am Fasanenweg wird gut gelöst. Trotz der großen zusammenhängenden Hoffläche könnten Zonen für Jahrgangsstufen eingerichtet werden. Eine Pausenaufsicht bleibe gewährleistet. Der Komplex ist barrierefrei, die oberen Etagen werden mit Aufzügen erreicht und durch breite Flure verknüpft. Die Multifunktionseinheit Aula/Mensa und die Schülerbücherei orientieren sich zum zentralen Schulplatz und sind auf kurzem Weg zu erreichen. Auch die im ersten Stock des mittleren Bauteils gelegenen Räume der Arbeitslehre bekommen einen Außenzugang.

Der zweite Preis ging an das Büro „plus+ bauplanung“, Neckartenzlingen, der dritte an das Büro: „Harter+Kanzler Architekten“, Freiburg. Die geplante und auf 41,7 Millionen Euro taxierte Erweiterung der IGS am Kiesweg wird neben Klassen- und Fachräumen auch Ganztagseinrichtungen, eine Mensa sowie Räume für die neue Oberstufe beinhalten. „Mit dem Neubau der IGS tragen wir zu einer Entlastung des Gymnasiums Oberursel bei, die mit einer Erweiterung des Schulangebotes einhergeht. „Das gymnasiale Bildungsangebot der Sekundarstufe I an der IGS Stierstadt hat sich längst bewährt und lässt sich erweitern“, sagte Krebs, der in dem Neubau die organisatorische Weiterentwicklung der Schule räumlich und baulich abgerundet sieht.

Am Neubau führte kein Weg vorbei. Die Altbausubstanz ist zu marode, um sie mit vertretbarem Aufwand sanieren zu können. Auch wird Platz für die neue Oberstufe gebraucht. Der Abbruch des Hauptgebäudes steht für Mitte 2019 an. Mitte 2020 soll mit dem Neubau der Schule begonnen werden. 2022, so der Plan, kann die neue IGS dann in Betrieb gehen.

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