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Umbau verzögert sich: In der Villa Winter ist noch viel zu tun

Die Villa Winter ziert sich: Der Umbau des herrschaftlichen Hauses in der Heinrich-Winter-Straße verzögert sich. Ob die Wiedereröffnung als Kunst- und Kulturhaus mit Malermuseum wie angestrebt Ende März stattfinden kann, ist derzeit fraglich.
Robert Philippi erläuterte den Mitgliedern der SPD-Fraktion den Stand der Umbauarbeiten in der Villa Winter. Bilder > Robert Philippi erläuterte den Mitgliedern der SPD-Fraktion den Stand der Umbauarbeiten in der Villa Winter.
Kronberg. 

Es riecht nach frischer Farbe, von der Decke hängen Dutzende Ka-bel, erste Möbellieferungen sind mit Schutzfolien abgedeckt. Einen Einblick in den Stand der Umbau-maßnahmen in der ehemaligen Künstlervilla des Kronberger Malerkolonisten Heinrich Winter (1843–1911) gab jetzt Robert Philippi, Vorsitzender der Museumsgesellschaft, einer Delegation der Kronberger SPD.

Derzeit sind Maler und Elektroinstallateure damit befasst, die Etagen des 1870 in Kronberg errichteten Hauses (Heinrich Winter ließ es in Frankfurt abbrechen und in der Taunusstadt wiederaufbauen) auf Vordermann zu bringen. In wenigen Wochen soll hier das Museum Kronberger Malerkolonie beheimatet sein, die Kunstschule wird von der Receptur unters Dach ziehen, im Obergeschoss bekommt der Kulturkreis ein Büro. Noch fehlen die Zimmertüren, die Fliesen im Eingangsbereich, ein feuerfester Treppenbelag und der Aufzug – die Fassade und das Außengelände warten ebenfalls auf Fertigstellung.

Eröffnung wohl im April

Ende Februar sollen zumindest die Baumaßnahmen im Inneren abgeschlossen sein. Viel Zeit bleibt der Museumsgesellschaft dann nicht mehr bis zu der für Ende März terminierten Wiedereröffnung. Robert Philippi ist skeptisch, dass sich in nur drei Wochen sämtliches Inventar einräumen und eine attraktive Ausstellung gestalten lassen. Schließlich wird der überwiegende Teil der Leistungen des Vereins ehrenamtlich erbracht. „Zwischen 500 und 600 Stunden Ehrenamt stecken bisher in dem Projekt“, rechnet er vor. Voraussichtlich wird sich der Termin daher verschieben – den 28. April hält Philippi für realistisch. Gegenüber der ursprünglichen Planung wäre das ein halbes Jahr Verzug.

Ebenfalls außer Plan liegen mittlerweile die Kosten: Statt der von der „Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung“ an die Stadt gespendeten 390 000 Euro werden rund zehn Prozent mehr benötigt. „Aktuell liegen die Mehrkosten 40 000 Euro über der im städtischen Haushalt veranschlagten Summe“, rechnet Philippi vor. Die Kostensteigerung gehe vor allem auf die zeitliche Verzögerung und einzelne Gewerke zurück, bei denen die ursprünglichen Kostenvoranschläge nicht haltbar gewesen seien. Zudem hielt der Keller des Gebäudes eine unliebsame Überraschung parat: Für den Einbau des Aufzugs, der künftig barrierefrei Keller- bis Obergeschoss verbindet, war die Öffnung der Fundamentplatte erforderlich. Statt der erwarteten 25 bis 30 Zentimeter Beton fand sich jedoch ein knapper Meter, der lediglich mit einem speziellen Diamantkernbohrer aufzubrechen war. Recherchen ergaben, dass sich dort eine alte Sickergrube befunden hatte, die irgendwann einfach mit Beton aufgefüllt worden war.

Mehr Platz für Bilder

Trotz der neuerlichen Verzögerung ist sich Philippi sicher, den Kronbergern „im Ergebnis ein sehenswert gestaltetes Haus mit guten und schönen Ausstellungen“ präsentieren zu können. Im Vergleich zum alten Standort in der Streitkirche stehen dem Museum Kronberger Malerkolonie dann bei gleicher Grundfläche rund 80 laufende Meter mehr zum Aufhängen von Bildern zur Verfügung.

Keine Lösung fürs Fritz Best-Museum

Die Museumsgesellschaft denkt nicht über eine diskutierte Angliederung des Fritz Best-Museums an das neue Kunst- und Kulturhaus nach. Das Museum im ehemaligen Atelierhaus des Künstlers im

clearing

Nicht nur im Inneren putzt sich die Villa Winter heraus, auch die Außenfassade soll noch einen frischen Anstrich bekommen. Welche Farbe es sein wird, will Robert Philippi noch nicht verraten, „jedenfalls wird es nicht mehr gelb sein.“ Für die dringend erforderliche Herrichtung des Außengeländes hat der Altstadtkreis bereits tatkräftige Unterstützung signalisiert. Schließlich plant die Museumsgesellschaft, mit Fahnen an den Parkplätzen und Großplakaten an der Fassade zum Berliner Platz für die notwendige Aufmerksamkeit zu sorgen. Für die Finanzierung der Werbeelemente sucht der Verein jedoch noch solvente Förderer.

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