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Hochtaunusschüler bauen 3-D-Drucker: Individuelles für den Mops

Sieben Schüler des beruflichen Gymnasiums Mechatronik haben an der Hochtaunusschule einen 3-D-Drucker gebaut. Er soll zur Beschriftung von Plastik dienen und die Mops-Roboter der Schüler personalisieren.
Lehrer Andreas Krämer (rechts) und Schulleiter Maximilian Philipp (links) begutachten mit den Schülern Louisa, David, Leonhard, Jan und Kai den 3-D-Drucker. Foto: Jochen Reichwein Lehrer Andreas Krämer (rechts) und Schulleiter Maximilian Philipp (links) begutachten mit den Schülern Louisa, David, Leonhard, Jan und Kai den 3-D-Drucker.
Oberursel. 

Sie wirkten bei der Präsentation ihres Werkes ziemlich professionell und abgeklärt, so als würden sie jeden Tag einen modernen 3-D-Drucker zusammen bauen, um ihn dann dem Sponsoren, in diesem Fall einem Vertreter des Technologie-Konzerns Heraeus, zu präsentieren. Die Rede ist von sieben Schülern der Hochtaunusschule, die das berufliche Gymnasium Mechatronik absolvieren. Derzeit stehen alle kurz vor ihrem Abitur und konnten, bevor sie die Schule verlassen, mit der Vorstellung des Renkforce-RF-1000-Druckers, den sie aus einem Bausatz selbst gebaut haben, noch einmal die Früchte ihrer Arbeit ernten.

Rund sechs Monate lang haben die Jugendlichen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren für das Zusammensetzen des Druckers gebraucht, insgesamt seien das etwa 300 Stunden gewesen. Meist haben sie nach der Schule oder in den Freistunden an dem Gerät gearbeitet, wie David Hennig berichtete.

 

Fein justiert

 

„Der schwierigste Part war die Feinjustierung am Ende. Da mussten wir die Einstellungen so konfigurieren, dass saubere Drucke herauskommen“, erläuterte Kai Denfeld, einer der Schüler. Das Montieren an sich sei noch relativ einfach gewesen, da müsse man nur auf die Verkabelung etwas achten. „Wenn irgendwelche Stecker vertauscht werden, dann fällt alles in sich zusammen“, sagte Leonhard Filler, der nach dem Abitur Maschinenbau studieren will.

Teamwork sowie die Organisation von Zeit und Budget seien ebenfalls wichtige Faktoren gewesen, die bei der Druckermontage eine wichtige Rolle gespielt hätten, betonte Louisa Gaiser, das einzige Mädchen der Mechatronik-Gruppe. Organisation deshalb, weil vor Beginn der Arbeiten erst einmal ein Sponsor gefunden werden musste. Da habe Jan Friedrich, der auch die Idee zum Bau entwickelt hatte, die richtigen Verbindungen gehabt, denn sein Vater arbeite bei Heraeus. Das Unternehmen habe dann die Kosten für den Bausatz übernommen, die sich auf knapp 1300 Euro beliefen.

Und was kann nun der 3-D-Drucker? „Damit können sechs Kunststoffarten bedruckt werden“, erklärte der begleitende Lehrer Andreas Krämer. Über ein Software-Programm, mit dem sich die Jugendlichen ebenfalls auseinandersetzen mussten, werde der Druckvorgang konfiguriert und auf eine SD-Karte gespeichert, die dann in den Drucker eingeführt wird. Heraus kommt anschließend das gewünschte Bild in 3-D-Qualität.

 

Schriftzug oder Logo

 

Nachdem der RF 1000 schon drei Wochen lang getestet werden konnte, soll er nun für den Roboter Mops, der ebenfalls von Schülern der Hochtaunusschule entwickelt wurde, zum Einsatz kommen. Damit könne der Mops individualisiert werden – beispielsweise indem der Batteriehalter oder das Vorderrad des Gerätes mit einem Schriftzug oder einem persönlichen Logo versehen wird.

Das bleibt ganz den Nachfolgern der sieben Drucker-Monteure überlassen, die sich nun an der Arbeit ihrer Kollegen erfreuen und von den Vorzügen des Gerätes, das in einem satten Blau leuchtet, profitieren können.

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