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Stadtentwicklung: Innenstadt Königstein: Weniger Autos, mehr Grün im Zentrum

Höhlt steter Tropfen vielleicht doch den Stein? Die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) scheint zumindest darauf zu setzen und hat ihr acht Jahre altes Konzept für die Innenstadt und die Konrad-Adenauer-Anlage samt Parkplatz überarbeitet. Darin werden viele alte und einige neue Vorschläge gemacht.
Das Herz der Kurstadt könnte ansprechender und grüner sein. Davon ist die ALK überzeugt und mahnt behutsame Veränderungen an. Das Herz der Kurstadt könnte ansprechender und grüner sein. Davon ist die ALK überzeugt und mahnt behutsame Veränderungen an.
Königstein. 

Während zumindest die politisch Interessierten in der Kurstadt darauf warten, dass die ALK endlich preis gibt, ob und wenn ja mit wem sie ins Rennen ums Rathaus eingreifen wird, zaubert die Aktionsgemeinschaft stattdessen ein „neues“ altes Thema – aus der Schublade, nicht aus dem Hut.

2009 war’s nämlich, als die ALK bereits ein Entwicklungskonzept für die Innenstadt und die Konrad-Adenauer-Anlage vorlegte. Politisch zog man damit seinerzeit vor allem den Zorn der CDU auf sich: Vereinbart sei gewesen, die Neugestaltung in Gesprächen aller Fraktionen zu entwickeln. Inhaltlich sind einige Punkte des Konzepts mittlerweile Realität geworden, etwa die Wegeführung in der Adelheidstraße, die seit 2011 beidseitig befahrbar ist. „Der große Wurf fehlt aber noch immer“, findet der ALK-Stadtverordnete Günther Ostermann. Grund genug für die Wählergemeinschaft, ihr Konzept von damals zu überarbeiten.

Um es mit einem Symbolbild zu sagen: Da ?knäult? sich ganz schön was zusammen zwischen Bürgermeister und der ALK. Ein Vorgeschmack auf den Wahlkampf ums Bürgermeisteramt?
Stadtpolitik Papergate in der Königstein: Helm wettert gegen ALK

Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) kündigte an, den Stadtverordneten bestimmte Unterlagen nur noch elektronisch zur Verfügung stellen zu wollen. Dass ausgerechnet ALK-Mitglieder widersprachen, ärgert ihn. Ist das ein erster Vorgeschmack auf den Bürgermeister-Wahlkampf?

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An den Leitlinien hat sich nichts geändert. Dass die Konrad-Adenauer-Anlage eine bessere Pflege, aber keine Bebauung brauche, formulierte Hedwig Schlachter bereits 2006 als Bürgermeister-Kandidatin der ALK. Die Anlage soll dem alten und neuen Konzept zufolge behutsam umgestaltet und „als grünes Herz der Innenstadt“ bewahrt werden. Des Weiteren sieht es die Schaffung eines verkehrsberuhigten Bereichs in der Verlängerung der Fußgängerzone vor. Neu ist die Absage an die diskutierte Umkehrung der Fahrtrichtung in der Georg-Pingler-Straße. Neu ist auch, dass vor der Stufenanlage zum Kapuzinerplatz ein Beet angelegt werden soll. Würden zusätzlich großkronige Laubbäume unter anderem am Parkplatz-Areal gepflanzt, würde dies dem Stadtbild und dem Klima dienen.

Spielgeräte erwünscht

Was die künftige Gestaltung der Adenauer-Anlage betrifft, wünscht sich die ALK eine bessere Pflege und eine Aufwertung, etwa durch „aufgelockert angeordnete Spielgeräte“. Die Wegeverbindung zwischen Kloster- und Frankfurter Straße solle so verbessert werden, dass eine saubere Passage bei jedem Wetter möglich ist.

Im Bereich des kleinen Parkplatzes könne etwas verdeckt eine „formschöne selbstreinigende und behindertengerechte Toilettenanlage“ eingerichtet werden. Von der Klosterstraße über die Georg-Pingler-Straße und Hauptstraße will die ALK einen verkehrsberuhigten Bereich einführen, in dem Kraftfahrzeuge höchstens mit Tempo 20 unterwegs sein dürfen.

Auch beim Parken bekräftigt die ALK viele alte Forderungen. So soll ein Parkleitsystem Suchverkehr vermeiden helfen, indem es freie Plätze in der Stadtmitte, in der Tiefgarage oder am Burgweg anzeigt. Die Parkplätze an der Hauptstraße und den Bürgersteig auf der Seite zum Parkplatz will die ALK entfernt sehen. Dafür soll der Bürgersteig auf der Seite der Geschäfte erheblich verbreitert werden.

Ortsbegehung

Das überarbeitete Innenstadtkonzept der ALK wird am Samstag, 22. Juli, bei einem Rundgang an Ort und Stelle präsentiert. Treffpunkt ist um 15 Uhr in der Konrad-Adenauer-Anlage.

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