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Skulptur an der Krebsmühle ist ein Gemeinschaftswerk: Irgendetwas bewegt sich beim EMobile immer

Was nicht passt, wird passend gemacht. Die Schöpfer des EMobiles an der Krebsmühle mussten etliche Hürden meistern – der Einsatz hat sich gelohnt.
Ein neues Kunstwerk entsteht. Matthias und Andreas Hett beim Biegen der Rohre für das EMobile an der Krebsmühle. Bilder > Foto: Matthias Reichwein Ein neues Kunstwerk entsteht. Matthias und Andreas Hett beim Biegen der Rohre für das EMobile an der Krebsmühle.

Die Geburtsstunde des EMobiles an der Krebsmühle, schlug vor vier Jahren. „Die Idee dazu entstand auf der Einweihungsfeier unserer Krebs-Skulptur“, erinnert sich der Kunsttherapeut und Sozialarbeiter Andreas Hett. Gemeinsam mit seiner Kollegin, der Bildhauerin Regina Planz, betreut er seit 17 Jahren das Kunsttäter-Projekt. „Zuerst machten wir eine Skizze, danach ein Modell der neuen Skulptur“, erinnert sich Regina Planz. Wind, Wasser und die Kraft der Sonne treiben das Objekt an. Hett: „Im Grunde soll sich immer etwas bewegen.“

Die Fantasie kennt bekanntlich keine Grenzen – die Technik schon. „Die erste Hürde lag darin, einen Statiker zu finden, der errechnen konnte, ob die Skulptur stabil ist“, erinnert sich Hett. „Ein Haus – kein Problem, doch bei einer Skulptur muss ich passen“, lautete immer die Antwort der Experten. „Dann habe ich eine Dortmunder Firma ausfindig gemacht, die sich unter anderem auf Brücken spezialisiert hat und mir zusagte, die Statik unserer Skulptur berechnen zu können“, erklärt Hett.

Als das Okay aus Dortmund kam, begann vor drei Jahren die eigentliche Arbeit am EMobile. Zuerst mussten die Eisenrohre gebogen werden, die das Grundgerüst der Skulptur bilden. Die sechs Meter langen Rohre mit einem Durchmesser von sechs Zentimetern in die gewünschte Form zu bringen, war ein Kraftakt, der mit Hilfe eines hydraulischen Rohrbiegers ausgeführt wurde. Danach ging es zum Galvanisieren. „Auch hier mussten wir erst eine Firma finden, deren Tauchbecken groß genug war“, erinnert sich Hett. Das nächste Problem – ein Schweißer wurde gebraucht. Hier sprang Matthias ein. „Es waren sehr viele Arbeitsstunden, aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht“, so der 24-Jährige. Stolz sei er, nun die fertige Skulptur vor sich zu sehen.

Bei den Windrädern gab es dann erneut Schwierigkeiten. „Man könnte sagen, der Prototyp drehte sich zu gut“, grinst Hett. „Wir fanden die Räder 200 Meter von der Skulptur entfernt. Der Wind hatte sie abgerissen.“

Die Wasserstrahlen, die aus Löchern in den Rohren sprudeln, werden in einem Mosaikbecken aufgefangen. „Das hat uns abgesehen vom Schweißen des Mühlrades die meiste Arbeit gekostet“, weiß Regina Planz. Etwa drei Jahre hat es gedauert, die Muranoglas-Steinchen aufzukleben. 40 bis 50 Jugendliche haben daran mitgearbeitet. Rückschläge verkraften, Probleme bewältigen und einen langen Atem entwickeln, das lehrt einen dieser Job. Der 20-jährige Felix weiß das. „Es haben sich aber auch viele Gespräche mit Andreas und Regina ergeben, die mir geholfen haben“, sagt Felix. Er hat sein Abitur nachgeholt und eine Lehrstelle gefunden. Allein dafür hat sich das Projekt gelohnt.

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