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Isabelle I.: Abschied fällt schwer

Seit exakt 280 Tagen ist Burgfräulein Isabelle I. im Amt. In weniger als zwei Wochen jedoch endet die Regentschaft für die 18-Jährige. Die TZ hat Ihre Lieblichkeit Isabelle I. daher zum letzten Interview gebeten und mit ihr über ihre schönsten Erlebnisse und ihre Pläne für die Zukunft gesprochen.
Könnte bei ihrem Abschied die ein oder andere Träne vergießen: Isabelle I. Könnte bei ihrem Abschied die ein oder andere Träne vergießen: Isabelle I.

Deine Amtszeit als Burgfräulein nähert sich dem Ende. Bist Du froh, dass Du sie bald geschafft hast?

ISABELLE: Davon kann keine Rede sein. Es war immer mein Traum, einmal Königsteiner Burgfräulein zu sein. Als er im vergangenen Jahr für mich in Erfüllung ging, war ich überglücklich. Gleichzeitig hatte ich großen Respekt vor dieser Aufgabe, weil sie eine große Ehre für die Auserwählte ist. Dass nun bereits das 66. Burgfest naht und damit mein Abschied, stimmt mich traurig. Es war ein unglaublich besonderes Jahr, das ich natürlich nicht vergessen werde, aber das sich eben auch nicht wiederholen lässt.

Das heißt, der Abschied fällt schwer?

ISABELLE: Ja. Das Jahr ist so rasend schnell vorbeigegangen und hat so viele schöne Eindrücke hinterlassen, dass ich nun sprichwörtlich mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge gehe. Ich habe mir fest vorgenommen, mich am Tag meiner Verabschiedung zusammenzureißen. Da ich allerdings nah am Wasser gebaut bin, könnte es durchaus sein, dass ich die ein oder andere Träne verdrücken werde.

Da der Montag aus Kostengründen gestrichen wurde, musstest Du als erste Hoheit überhaupt nur drei statt vier Tage Burgfest feiern. Bedauerst Du das?

ISABELLE: Ich finde es nach wie vor traurig, dass der Montag gestrichen werden musste. Allerdings bin ich auch Pragmatikerin, und bevor das Burgfest vielleicht gar nicht mehr hätte stattfinden können, war das die Variante, mit der ich am besten leben konnte – auch weil es für mich montags bisher ohnehin nicht aufs Burgfest, sondern in die Schule ging. Abgesehen davon, wurde das Montagsprogramm ja nicht ersatzlos gestrichen, sondern lediglich auf die anderen drei Tage verteilt.

Weil die Fußball-EM in Frankreich ansteht, endet Deine Amtszeit ungewöhnlich früh, nämlich schon nach 11 Monaten. Stört Dich das?

ISABELLE: Ob meine Amtszeit nun 11, 12 oder 13 Monate dauert, spielt für mich keine Rolle. Ich bedauere lediglich, dass ich die Verabschiedung einiger Majestäten, mit denen ich zuletzt fast jedes Wochenende auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen verbracht habe, nicht mehr als Burgfräulein erleben kann. Daher werde ich meine Nachfolgerin Isabella – vorausgesetzt sie hat nichts dagegen – zu dem ein oder anderen Termin begleiten.

Wenn Du nun auf die letzten 11 Monate zurückblickst, welches Erlebnis hat besonderen Eindruck hinterlassen?

ISABELLE: Spontan fällt mir der Empfang des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier im November im Schloss Biebrich für fast 200 Hoheiten ein. Ich erinnere mich noch gut, dass ich mit meinen Hofdamen Angi und Helen sowie meinem Papa, Ritter Holger, im Flur gewartet habe, bis wir aufgerufen wurden. Der Ministerpräsident war überraschend sympathisch, bürgernah und schwärmte sogar vom Königsteiner Burgfestbrot. Vor allem aber hat er betont, wie wertvoll unsere Arbeit ist. Später haben wir noch ein Selfie mit ihm gemacht. Das war echt besonders. Ebenso besonders war das Ritterturnier Anfang Mai, das ich bis dato immer nur als Mitglied, nicht aber als Königsteiner Burgfräulein erlebt hatte.

Eine junge Frau mit Kleid und Krone – konntest Du feststellen, dass das immer noch etwas Besonderes für Kinder und Erwachsene ist?

ISABELLE: Allerdings. Überall, wo ich auftauchte, richteten sich die Blicke auf mich, sprachen mich die Leute an. In Königstein kannten plötzlich alle meinen Namen. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Auch dass meine Autogrammkarten nun in unzähligen Kinderzimmern hängen. Die Begegnungen mit den Kindern waren übrigens wirklich entzückend. Da gab es die Knirpse, die sich kaum trauten, mich um ein Autogramm zu bitten. Wenn sie es dann jedoch in Händen hielten, rannten sie stolz davon. Und es gab jene, die so begeistert waren, dass sie gar nicht mehr gehen wollten. Ich vermute, es wird mir nie wieder so leicht gelingen, so viele Kinder zu begeistern (lacht).

Wenn Du Krone und Zepter abgelegt hast, wie geht es für Dich weiter?

ISABELLE: Zunächst muss ich Anfang Juni meine mündlichen Abiturprüfungen in Religion und Englisch ablegen. Ich hoffe sehr, dass diese nicht am Burgfestmontag stattfinden, da ich die Festivitäten nun in Zivil genießen möchte. Unabhängig davon will ich mich in Zukunft für den Burgverein engagieren und natürlich als Hohe Burgfrau beim Umzug mitlaufen. Im Sommer möchte ich gerne studieren, vielleicht Personalmanagement oder Wirtschaftspsychologie. Mein Traum ist, später einmal am Flughafen zu arbeiten. Ich fliege nämlich nicht nur unglaublich gerne, sondern möchte auch einen Job machen, wo ich mit vielen Menschen zu tun habe.

Zuvor steht aber der Abschied an. Ist Deine Rede schon fertig?

ISABELLE: Ich muss zugeben, ich schiebe ihre Fertigstellung noch vor mir her. Sie soll schließlich etwas Besonderes werden, aber es fällt mir schwer, das knappe Jahr in nur zehn Minuten wiederzugeben. Außerdem möchte ich niemanden vergessen, dem ich danken will.

Zum Beispiel?

ISABELLE: Meiner Mama unter anderem dafür, dass sie mir so oft die Haare geflochten und zurechtgemacht hat, und meinem Papa, weil er nicht nur mein Chauffeur war, sondern mir auch ins Kleid und beim Schuhewechseln geholfen hat. Mein Dank gilt natürlich auch meinem gesamten Hofstaat, der Nähstube und Inga Ernst für die tolle Unterstützung und Ursel Althaus-Byrne, die meine Termine organisiert und koordiniert hat. Zudem möchte ich auch dem Präsidium meinen Dank aussprechen, weil es immer hinter mir gestanden hat. Das hat mir viel bedeutet.

Was wünschst Du Deiner Nachfolgerin Isabella I.?

ISABELLE: Ich wünsche ihr, dass sie das Jahr als Burgfräulein genießt und bei der Repräsentation Königsteins viel Spaß hat. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung: So ein Jahr geht schnell vorbei. Außerdem wünsche ich ihr schönstes Burgfestwetter. Sie soll entspannt in die Termine gehen und ihre gute Laune nicht verlieren. Und: Sie sollte sich einen Handventilator zulegen.

Wieso das?

ISABELLE: Ich hätte mir so manches Mal gewünscht, ich hätte einen gehabt (lacht). Zum Beispiel, als ich mit meinem Junker Dario Anfang August bei fast 40 Grad das Apfelweinfestival in Frankfurt besucht habe. In meinem Samtkleid, zu dem ja auch ein Unterkleid gehört, war es so heiß, dass ich beinahe umgekippt wäre. Das war wirklich hart. Isabella sollte daher gerüstet sein.

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