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Isabelle krönt das Burgfest 2015

Von Mit seinem Neujahrsempfang hat sich gestern der Königsteiner Burgverein in 2015 zurückgemeldet. Wenn es auch ein Jahr mit einem verkürzten Burgfest wird, so sollen die beliebten Traditionen doch erhalten bleiben – allen voran die Kür des Burgfräuleins.
So wie das amtierende Burgfräulein Nora I. (im grünen Gewand) wird sich auch ihre Nachfolgerin Isabelle (gleich links von Nora) auf die breite Rückendeckung und Unterstützung durch die Verantwortlichen von Burgverein, Stadt und Familie verlassen können.	Fotos: jp (2) Bilder > So wie das amtierende Burgfräulein Nora I. (im grünen Gewand) wird sich auch ihre Nachfolgerin Isabelle (gleich links von Nora) auf die breite Rückendeckung und Unterstützung durch die Verantwortlichen von Burgverein, Stadt und Familie verlassen können. Fotos: jp (2)
Königstein. 

Was wird das neue Jahr wohl bringen? Während gegenwärtig viele über diese Frage rätseln, ist Isabelle Hunkel schon einen guten Schritt weiter. Sie weiß schon jetzt, dass 2015 ein ganz besonderes Jahr für sie wird. Ein Jahr, das ihr eine Krone, ein schönes Kleid und eine ganze Menge an neuen Erfahrungen bringen wird. Isabelle Hunkel nämlich wird am 17. Juli zum neuen Königsteiner Burgfräulein gekrönt.

Nach guter Tradition lüftete der Burgverein den Schleier, der stets über dem bestgehüteten Geheimnis der Kurstadt liegt, gestern beim Neujahrsempfang in der Villa Rothschild Kempinski. Und wie es Sitte ist, machte es Birgit Becker, die Präsidentin des Burgvereins, spannend. Eingeleitet vom Tremolo der Falkensteiner Mandoliner, führte Becker die vielen Anwesenden mit kleinen Tipps immer mehr auf die Spur der kommenden Lieblichkeit.

In Soden geboren, sei das neue Burgfräulein in gewisser Weise ein Kind der Burg und von ritterlichem Stand. Sogar erste Hofstaat-Erfahrungen bringe sie bereits mit. 2005 begleitete sie das amtierende Burgfräulein Marijke – damals noch als kleine Hofdame.

Den 18. Geburtstag am 13. Juni vor Augen und das Abitur auf der Feldbergschule für 2016 fest im Blick, so Becker, sei die passionierte Stepptänzerin die perfekte Botschafterin für den Burgverein und die Stadt.

Was die noch 17-jährige Isabelle, aber vor allem auch ihre Eltern, Brigitte und Holger Hunkel, erwartet, davon konnte Robert Rohr (ALK) einiges berichten. Als Stadtverordnetenvorsteher und Vater des im Sommer scheidenden Burgfräuleins Nora I. gewährte Rohr amüsante Einblicke in das Leben eines Burgfräulein-Papas, der spätestens beim Bau des Burgfestwagens froh und dankbar war, dass ihm mit Gerd Pfaff und anderen Heinzelmännchen mehr als nur tatkräftige Hilfe zur Seite stand.

 

Besser als gar nichts

 

Auf tatkräftige Unterstützung baut Rohr auch in diesem Jahr, allerdings nicht für sich, sondern für den Burgverein.

Mit Bedauern, aber auch viel Verständnis ging der Erste Bürger der Stadt auf die Streichung des Burgfest-Montags, des bisherigen „Tags der Königsteiner“, ein. „Ich denke, es ist uns allen lieber, ein verkleinertes Burgfest zu haben, als gar keins. Lassen Sie uns den Sonntag zu unserem Tag machen“, appellierte Rohr an alle Anwesenden – darunter Schirmherr Alexander Fürst zu Stolberg-Roßla, Ehrenschirmherrin Dr. Hildegard Fürstin zu Stolberg-Roßla und Königsteins Ehrenbürgerin Annemarie Ramm.

Er sei dem Präsidium des Burgvereins dankbar, dass es sich für den Erhalt des Festes ausgesprochen habe, auch wenn das die Streichung des Burgfest-Montags unabdingbar gemacht habe, schloss sich Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) den Ausführungen des Stadtverordnetenvorstehers an.

Helm erinnerte daran, dass nicht zuletzt die von den übergeordneten Behörden eingeforderten hohen Sicherheitsstandards Kostentreiber seien, die der Burgverein ohne den jetzt vollzogenen Schritt nicht zügeln könne. Warum das Land immer wieder Königstein in den Blick nehme, wenn es darum gehe, Auflagen zu machen? Seine von Beifall begleitete Frage vermochte der Rathauschef zwar selbst nicht zu beantworten. Fakt sei jedoch, dass es Veranstaltungen mit ähnlich großem Besucherandrang gebe, die mit sehr viel weniger Sicherheitsvorkehrungen auskämen.

Letztlich, so Helm, könne man so zumindest auf der Königsteiner Burg in dem guten Gefühl feiern, dass alles sehr sicher ist. Sicher sei darüber hinaus allerdings auch, dass die Stadt nicht zu allem Ja und Amen sagen werde, was an weiteren Auflagen in der Diskussion ist. Die geforderte „Aufmauerung“ der Burgmauern auf durchgängig mindestens 1,10 Meter sei mit ihm nicht zu machen. Helm: „Da werde ich mich mit Händen und Füßen dagegen wehren.“ Dass er dabei die Unterstützung vieler Königsteiner haben wird, ist anzunehmen, wenn man den Beifall vom Sonntag zum Maßstab nimmt.

 

Übrigens: Wer wie Nora I. oder Isabelle Hunkel auch einmal Burgfräulein werden möchte, ist herzlich eingeladen, sich beim Burgverein zu melden. Zum Beispiel per E-Mail unter: info@burgverein-koenigstein.de

 

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