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Wenn Mutti die Schule putzt: Ketteler-Francke-Schule prüft, ob es ausreicht, Klassenräume maximal drei Mal pro Woche zu reinigen

Von Sauberkeit an Schulen – das ist ein ewiges und leidiges Thema. Irgendwie gibt es dort eben immer Ecken, die öfter mal einen Putzlappen vertragen könnten. Verantwortlich ist das knappe Zeitbudget, das den Putzfrauen dort zur Verfügung steht – davon sind zumindest Eltern an der Ketteler-Francke-Schule überzeugt.
Symbolbild Symbolbild
Kirdorf. 

Da waren die Eltern einer dritten Klasse der Ketteler-Francke-Schule neulich aber ganz schön überrascht – unangenehm, leider –, als sie sich zum Elternabend im Klassenzimmer ihrer Kinder einfanden. Der Raum war nämlich ziemlich dreckig. Geht gar nicht, dachten sich die Eltern und trafen sich dann kurzerhand an einem Samstag, um den Klassenraum ihrer Kinder selbst mal gründlich sauberzumachen. Danach allerdings beauftragten sie ihre Elternbeirätinnen, doch mal herauszufinden, was denn mit dem Putzdienst los sei.

Die beiden Frauen, die namentlich nicht genannt werden möchten, fanden dann Folgendes heraus: Das Putzteam soll wohl mit einem ziemlich dürftigen Zeitkontingent ausgestattet sein. „Wir haben gehört, dass die Putzleute, wenn nur ein Stuhl nicht auf den Tisch gestellt wurde, gar nicht erst zum Fußbodenwischen reinkommen, weil sie nicht die Zeit haben, erst aufzustuhlen, bevor sie wischen“, sagt eine Elternbeirätin.

Schulleiterin Astrid Müller-Wankel erklärt: „Wir haben wirklich tolle Putzleute, aber ihr Zeitbudget ist knapp.“ Das sei allerdings kein spezielles KFS- Problem, sondern eines, das Schulen generell hätten. „Von Konstanz bis Kiel, würde ich mal vermuten.“

49 Putzstunden pro Woche

Eine Rückfrage beim Hochtaunuskreis, der Schulträger ist, ergab Folgendes: „Für das Schulgebäude der KFS sind 38 und für die Sporthalle zusätzliche elf Reinigungsstunden in der Woche angesetzt, die von zwei bis drei Reinigungskräften erledigt werden. Somit werden die Unterrichtsräume zwei bis drei Mal die Woche gereinigt, die Sanitärbereiche täglich“, erklärt Kreissprecherin Andrea Nagell.

Natürlich könne es vorkommen, dass an einzelnen Schulen auch mal eine verstärkte Reinigung notwendig sei. Nagell: „Dies möchten wir nicht in Abrede stellen.“ Indes: Ob auch gründlich und ausreichend geputzt worden sei, überprüfe eigentlich der Hausmeister jeden Morgen an Ort und Stelle. Im vergangenen halben Jahr seien allerdings seitens des Hausmeisters der KFS keine Beschwerden an den Fachbereich für Schulreinigung herangetragen worden. „Hätte es Beschwerden gegeben, hätte man sich selbstverständlich sofort darum gekümmert“, betont Nagell.

Immerhin: Der Kreis nimmt die Sache nicht auf die leichte Schulter. Am heutigen Dienstag, 2. Mai, wird sich der Fachbereich Schulreinigung zusammen mit der Schulleitung und einem Vertreter des Schulelternbeirates in der Ketteler-Francke-Schule treffen, um zu kontrollieren, ob die Reinigung ausreichend ist.

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