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Mögliche Bebauung: Klinik-Areal: Planen ja, kaufen nein

Von Die Homburger Stadtverwaltung hat ihre Vorstellungen von einer möglichen Bebauung des alten Klinik-Areals präzisiert. Klar ist allerdings, dass die Stadt das rund 33 000 Quadratmeter große Grundstück nicht kaufen wird. Die Konkurrenz ist zu potent.
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Bad Homburg. 

OB Alexander Hetjes (CDU) hatte den Entwurf für die Bebauung des alten Klinikgeländes noch nicht fertig vorgestellt, da hagelte es auch schon die ersten Proteste. „Landbanking zugunsten des Landrates und zulasten des Mietwohnungsbaus“, wetterte BLB-Chefin Beate Fleige. Sie bemängelt, dass die städtische Planung auf dem Areal zu viele Stadtvillen und Einzelhäuser vorsehe.

Doch der Reihe nach: Der OB hatte am Dienstag einen überarbeiteten städtebaulichen Entwurf für die Fläche des ehemaligen Krankenhauses vorgelegt. Dieser, so Hetjes, präzisiere den Entwurf von Ex-OB Michael Korwisi aus dem Jahr 2015, als Stadt und Kreis den sogenannten Mega-Deal abgeschlossen hatten. „Da hatte es sich eher um einen Platzhalter gehandelt“, so Hetjes. Das neue Papier der Stadtplanung hingegen lege konkret den Standort für die Kindertagesstätte vor, die auf dem Areal entstehen soll. Auch die möglichen Maße der Gebäude seien detaillierter festgelegt. Lediglich die zu bebauende Bruttogeschossfläche bleibe mit 35 200 Quadratmetern auf gleichem Niveau. Die neue Planung sieht rund 270 Wohneinheiten vor.

Vickers – finale Beratungen

Während man auf dem alten Klinik-Areal noch lange auf einen Baubeginn wird warten müssen, tut sich was am Vickers-Grundstück. „Die Gespräche stehen kurz vor einem Abschluss“, erklärt Stadtsprecher Andreas Möring.

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Diese sollen sich wie folgt aufteilen: In der Taunusstraße nimmt die Planung die gegenüberliegende Bebauung auf. Hier sind dreigeschossige Gebäude mit Staffeldach vorgesehen. Sowohl zur Urseler Straße als auch zur Jacobistraße hin ist eine viergeschossige Riegelbebauung geplant. Im Innenbereich sieht der Entwurf rund 40 Townhouses (ehedem auch als Reihenhäuser bekannt) vor. Hetjes: „Ich denke, da haben wir einen guten Mix geschaffen. Wir brauchen in Homburg schließlich auch Einfamilienhäuser.“

In der Mitte des Areals ist ein sogenannter Quartiersplatz und ein sechsstöckiges Wohnhaus vorgesehen, gleich daneben die Kita mit einer Bruttogeschossfläche von 1615 Quadratmetern und 100 Plätzen. Parkplätze sollen – mit Ausnahme der Kita – allesamt unterirdisch angelegt werden. Der Entwurf der Stadt gibt auch die Möglichkeit, das Grundstück in zwei Bauabschnitten zu entwickeln. Hintergrund ist, dass im östlichen Teil (33 000 Quadratmeter) noch in drei Gebäuden (die Häuser Berlin, Pommern und Schlesien) rund 250 Flüchtlinge untergebracht sind. „Und Kauf bricht Miete nicht“, beugt Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD) eventuellen Begehrlichkeiten vor. Sind die Flüchtlinge mal woanders untergebracht, könnten hier noch mal drei kleinere Gebäude mit jeweils elf Wohneinheiten und ein L-förmiger Bau mit bis zu 36 Wohneinheiten entstehen.

Krugs Mahnung an eventuelle Investoren zeigt, dass die Stadt vor einem Dilemma steht. Aller Voraussicht nach wird man das Klinik-Areal nicht käuflich erwerben können – auch wenn die Gespräche zwischen Stadt und Kreis noch laufen. Denn schon jetzt sollen dem Verkäufer, dem Hochtaunuskreis, Angebote von Investoren vorliegen, die das der Stadt bei weitem übersteigen. Nach Informationen dieser Zeitung soll die Stadt bereit gewesen sein, 12 Millionen Euro zu zahlen, Investoren hingegen bieten bereits an die 30 Millionen Euro. Geld, auf das Landrat Ulrich Krebs (CDU) schwerlich verzichten könnte. Hetjes: „Ich glaube nicht, dass wir da noch zum Zug kommen.“

Dementsprechend ist das städtebauliche Konzept der Stadt auch eher als eine Wünsch-Dir-was-Liste zu sehen. Denn ein Investor wird zu gegebener Zeit noch seine eigenen Vorstellungen in die Bauplanung einbringen. Da hilft auch der 2015 abgeschlossene öffentlich-rechtliche Vertrag zwischen Stadt und Kreis nicht weiter.

Doch, und das betont Hetjes, einige Punkte seien festgeschrieben – unter anderem nennt er die Errichtung der Kita, die 20-Prozent-Regelung für bezahlbaren Wohnraum und eine einzuhaltende Obergrenze bei der Bruttogeschossfläche. „Wir haben als Stadt über das Planungsrecht durchaus Möglichkeiten einzugreifen“, so der OB abschließend.

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