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Kombi-Lösung kommt an

Von Aus zwei mach eins – erstmals in der jüngeren Burgfest-Geschichte fanden der Empfang der Stadt und die sogenannte „Schlüsselübergabe“ auf dem Platz vor dem neuen Rathaus und damit an einem Ort statt. Dem Zuspruch der Besucher und der guten Stimmung tat das keinen Abbruch.
Nachdem Bürgermeister Helm ihr den Schlüssel übergeben hat, hat Isabelle I. jetzt das Sagen in der Stadt – mit weichrauchigem Timbre. Bilder > Foto: Heiko Rhode Nachdem Bürgermeister Helm ihr den Schlüssel übergeben hat, hat Isabelle I. jetzt das Sagen in der Stadt – mit weichrauchigem Timbre.
Königstein. 

Weichrauchiges Timbre statt glockenklarer Klang – was doch eine leichte Erkältung und eine erste Partynacht auf der Burg mit der Stimme einer Lieblichkeit so alles anstellen können. Königsteins frisch gekürtes Burgfräulein Isabelle I. nahm es am Samstagnachmittag mit Humor und den Schlüssel zur Kurstadt nichtsdestotrotz mit Freuden entgegen. In dem guten Gefühl, damit das Sagen auf dem Burgberg, in der Stadt und im Tal zu haben, tat Isabelle das, was man von einer umsichtigen Regentin erwarten darf: Sie verkündete den Burgfrieden für die Zeit der Feierlichkeiten und reichte im Gegenzug für die freiwillige Machtübergabe den Ehrentrunk an Bürgermeister Leonhard Helm (CDU).

Der war in diesem Jahr erstmals nicht nur Gastgeber des traditionellen Empfangs des Burgfräuleins auf dem Platz vor dem neuen Rathaus, sondern erledigte dort auch gleich noch die – bislang vor dem alten Rathaus vollzogene – Schlüsselübergabe mit.

Eine Änderung im Burgfest-Programm, die bei den zahlreich versammelten Gästen – darunter eine Abordnung der Heilig Geist Schwestern aus Mammolshain und einige der in Königstein untergebrachten Asylbewerber – durchaus Anklang fand. Mit einem Gläschen Sekt oder Orangensaft in der Hand und musikalisch unterhalten von der Mushoba des Fanfarencorps, huldigten die „Untertanen“ aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens Königsteins ihrer neuen Lieblichkeit.

Dass das Tragen der Kurstadt-Krone nebst Verantwortung keine Bürde ist, sondern offensichtlich eine die Lieblichkeit konservierende Wirkung hat, dafür sind die „Hohen Burgfrauen“ der beste Beweis. Gleich fünf charmante Vertreterinnen aus dem Club der ehemaligen Burgfräuleins feiern in diesem Jahr runde Thronjubiläen – darunter Ulrike Pfaff, die 1985 über die Stadt regierte, und dafür am Samstag von Bürgermeister Helm geehrt wurde.

Birgit Becker, die Präsidentin des Burgvereins, hatte ihrerseits wiederum ein Präsent für einen Mann vorbereitet, der – obwohl eingefleischter Schneidhainer – ein Burgfest-Fan der ersten Stunde ist. Georg „Schorsch“ Gregori, ehemaliger Königsteiner Stadtrat, hat keines der 65 Burgfeste bislang ausgelassen und wurde für diese Treue mit einer Burgfest-Tasse bedacht.

Die Zukunft sichern

Dass die Veränderungen im Programm und die Streichung des Montags auf Dauer das finanzielle Überleben und so auch die Zukunft des Burgfestes sichern, das hoffen Präsidentin Becker und ihr Führungs-Team sehr. Ein erster Blick auf die bisherige Resonanz sollte da Mut machen.

Sorgen um kommende Generationen von Kurstadt-Lieblichkeiten muss sich der Burgverein auf jeden Fall nicht machen. Das beweist ein Blick auf die kleine Melina. Gerade mal elf Monate alt, trug die junge Dame aus den Reihen der Königsteiner Ritter schon stolz ihr T-Shirt mit der Botschaft „Wir sind Burgfräulein“. Na, wenn das mal keine hübschen Aussichten für die Zukunft sind.

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