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Krone geht, Lieblichkeit bleibt

Von Königsteins frischgebackenes Burgfräulein Isabella I. darf sich freuen – nicht nur darüber, dass das Wetter gehalten hat und sie seit Samstag stolze Besitzerin des Stadtschlüssels ist, sondern auch über eine optisch offensichtlich sehr ansprechende Nebenwirkung ihrer Regentschaft, die weit über ihre Amtszeit hinausreicht.
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Königstein. 

Gerade noch mal gut gegangen. Inge Israel atmete durch und lachte, als sie am Samstagnachmittag auf dem Platz vor dem neuen Rathaus einlief. Da hatte die Hohe Burgfrau zunächst doch glatt ihre schwarz-gelbe Schärpe als Ausweis ihrer Zugehörigkeit zum Club der ehemaligen Burgfräuleins zu Hause vergessen. Also nichts wie rein ins Auto einer „Club-Kollegin“, zurück nach Hause, Schärpe überwerfen und zurück zum Empfang des Bürgermeisters samt Schlüsselübergabe – Punktlandung.

Warum die gerade am Samstag für Inge Israel von einiger Bedeutung war? Gemeinsam mit fünf weiteren Burgfräuleins vergangener Tage feierte Israel ein rundes Thronjubiläum. Und wenn sie da nicht ihre Schärpe mit dem Aufdruck „Burgfräulein 1956“ getragen hätte – niemand hätte ihr geglaubt, dass es schon 60 Jahre her ist, dass sie auf dem Thron der Kurstadt saß.

Sollte das Amtsjahr eines Burgfräuleins, so stressig es auch manchmal sein mag, auf lange Sicht betrachtet, die Wirkung eines zwölfmonatigen Bades im Jungbrunnen entfalten? Zumindest scheint es in Sachen „Lieblichkeit“ eine angenehm konservierende Wirkung zu haben.

Ein Eindruck, den auch Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) hatte, als er im Rahmen seines Empfangs am Rathaus Inge Israel, Johanna Altenberg (vor 50 Jahren Burgfräulein), Marlis Zierlein (vor 40 Jahren), Bettina Becker (30 Jahre), Pamela Großmann (20 Jahre) und Annika Metz (10 Jahre) mit Blumen und Komplimenten bedachte. „Sie sehen, es lohnt, Burgfräulein zu werden. Das hält jung“, richtete der Rathauschef das Wort an die gerade erst inthronisierte Isabella und ihre zahlreichen Untertanen.

Von der einstigen Doppelspitze im Rathaus – Antonius Weber und Georg Gregori – über Pfarrer, Polizeichef und Co. bis hin zum „Vater“ des goldenen Buches der Stadt, Helmuth Halbach, war alles versammelt, was in der Stadt Rang, Namen und vor allem ein Herz für das Burgfest hat. Dass das mittlerweile auch außerhalb Königsteins Freunde gefunden hat, dafür ist die Delegation aus der polnischen Partnerstadt Kórnik, angeführt von der „Weißen Dame“, schon seit einigen Jahren der beste Beweis. Erst-, aber vielleicht nicht letztmals dabei waren zudem 14 Gäste aus dem englischen Faringdon. Zwar besteht zu der 7000-Seelen-Gemeinde unweit von Oxford aktuell keine Städtefreundschaft. Aber die Briten sind so wie die Königsteiner bereits mit Le Mêle verschwistert. Über die französischen Freunde kam denn auch der Kontakt in die Kurstadt zustande.

Neue Freunde gewonnen

Ob da vielleicht noch etwas mehr draus wird? Die neuen Freunde aus Faringdon hätten wohl nichts dagegen. Zumindest betonten sie unisono, dass ihnen der Aufenthalt im Taunus sehr gut gefallen habe. Eine Gegeneinladung an die Königsteiner, das betonte Andy Hayter am Rande des Empfangs, werde ganz sicher folgen.

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