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Warten auf Bademode: Langer Leerstand im Gewerbepark Drei Hasen

Von Der Gebäudekomplex an der Ecke Bertha-von-Suttner-Straße/Langwiesenweg im Gewerbepark Drei Hasen steht nach wie vor leer. Dabei wollte die chinesische Tian Cheng China GmbH dort längst ein Bademoden-Zentrum eingerichtet haben. Nun gibt es die Idee einer Zwischenvermietung.
Ein paar Bikinis, Badehosen und -anzüge sind zu sehen, aber mehr auch nicht. Der Gebäudekomplex der Tian Cheng China GmbH im Gewerbepark Drei Hasen ist nach wie vor unbelebt. Foto: Jochen Reichwein Ein paar Bikinis, Badehosen und -anzüge sind zu sehen, aber mehr auch nicht. Der Gebäudekomplex der Tian Cheng China GmbH im Gewerbepark Drei Hasen ist nach wie vor unbelebt.
Oberursel. 

Geht das Bademoden-Projekt etwa baden? Das wird in Oberursel umso stärker gemutmaßt, je länger die chinesische Tian Cheng China GmbH auf sich warten lässt. Aber der Reihe nach: Sieben Millionen Euro hat das Unternehmen aus Fernost im Gewerbepark Drei Hasen investiert, ein etwa 4000 Quadratmeter großes Grundstück an der Ecke Bertha-von-Suttner-Straße/Langwiesenweg gekauft und darauf drei Gebäude im Bauhaus-Stil errichten lassen. Ein Bademoden-Zentrum wurde angekündigt, im Oktober vergangenen Jahres gab’s eine Eröffnungsfeier.

Veränderte Pläne

Eingezogen ist die Firma – ein Tochterunternehmen eines chinesischen Verbunds von Bademodenherstellern – aber immer noch nicht. Bereits im Sommer dieses Jahres war in den sozialen Netzwerken gerätselt worden. Auf Anfrage dieser Zeitung hatte es damals aus China geheißen, man habe das Projekt durchaus ernst genommen, sprich: Die Firma wolle kommen. Im Raum stand eine Eröffnung Anfang 2018.

Doch daraus wird nichts: „Wir planen, nach kommendem September in das neue Gebäude einzuziehen“, lässt Geschäftsführer Dong Yuan Zhang jetzt auf erneute schriftliche Anfrage dieser Zeitung mitteilen. Warum die Verzögerung? Die Pläne hätten sich geändert, statt auf normale Schwimmbekleidung setze man nun auf höherwertige Bademoden. „Wir brauchen mindestens ein Jahr für die Markt- und Finanzplanung“, heißt es in der E-Mail aus China an die Redaktion.

Der Gebäudekomplex solle sowohl als Büro als auch als Verkaufs- und Ausstellungsfläche genutzt werden, lässt die Firma wissen. 10 bis 15 Menschen sollen in Oberursel arbeiten – das sind weniger, als ursprünglich angekündigt waren. Bislang hatte Zhang von 25 bis 30 Mitarbeitern gesprochen.

Brum sucht das Gespräch

Bademoden-Industrie spielt eine wichtige Rolle im nordchinesischen Huludao. Die Stadt hat mehr als drei Millionen Einwohner und pflegt seit einigen Jahren Kontakt mit Oberursel. „Wir hatten uns das schon etwas anders vorgestellt“, gibt Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD), angesprochen auf die leerstehenden Gebäude, zu. Dabei sei anfangs alles sehr gut gelaufen, erinnert er sich an die Ansiedlung des Unternehmens.

Gleichwohl geht der Rathauschef nach wie vor davon aus, dass die Tian Cheng China GmbH tatsächlich noch nach Oberursel kommt. Er will ein Gespräch mit dem vielbeschäftigten Geschäftsführer Zhang führen und dabei auch die Möglichkeit ausloten, die Gebäude zwischenzeitlich zu vermieten. Die Stadt könne bei der Suche nach Mietern behilflich sein. Die Entscheidung über Mieter obliegt freilich der Firma als Eigentümerin der Gebäude.

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