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Telekom: Mahnbescheid lässt Oberurselerin stutzen

Von Eine Frau aus Oberursel bekam vom Inkassounternehmen der Telekom eine gepfefferte Rechnung – und daraufhin einen ordentlichen Schreck. Schließlich ging die Forderung in die Hunderte. Die TZ konnte den Fall aufklären,
Ein Inkassounternehmen der Telekom schickte eine gepfefferte Rechnung. Foto: dpa Ein Inkassounternehmen der Telekom schickte eine gepfefferte Rechnung. Foto: dpa
Oberursel. 

Gisela Stümpel dachte zuerst, es handelt sich um Betrüger, die ihr eine fingierte Rechnung zuschicken, als sie Post von einem Inkassounternehmen der Telekom bekam. „Von solchen Neppern, Schleppern und Bauernfängern liest man ja immer wieder“, dachte sich die Frau aus Oberursel. Ihre Telefonrechnung der Telekom aus dem Jahr 2011 belaufe sich auf über 400 Euro. „Das kann gar nicht sein“, sagte Gisela Stümpel. Mit Mahnkosten und Anwaltsgebühren summierte sich die Forderung der EOS SAF GmbH auf stolze 645,55 Euro.

Als „Wahnsinn“ empfand Gisela Stümpel diese Summe und wandte sich in ihrer Sorge an den heißen Draht der Taunus Zeitung. Die TZ informierte sich daraufhin bei der hessischen Verbraucherzentrale und bekam von dort folgende Informationen: „In den vergangenen Wochen häufen sich im Beratungszentrum Kassel Anfragen über Inkassoschreiben der EOS SAF GmbH.“ Darin fordere das Unternehmen Verbraucher auf, angebliche Telefonschulden der Telekom zu begleichen.

Allerdings sollten solche Briefe nicht ignoriert werden. „Wir warnen davor, die Forderungsschreiben der EOS SAF GmbH generell als Abzocke abzutun und zu ignorieren“ sagte Martina Jansen von der Verbraucherzentrale Hessen. Wer berechtigte Forderungen nicht bezahle, müsse damit rechnen, dass auf ihn weitere Kosten, zum Beispiel durch Mahnungen und gerichtliche Mahnbescheide oder Klagen, zukämen. Im schlimmsten Fall stehe irgendwann der Gerichtsvollzieher vor der Tür.

Viele Gläubiger beauftragen Inkassodienstleister, um ihre offenen Forderungen einzutreiben. „Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die geltend gemachten Forderungen immer berechtigt sind“, sagte Verbraucherschützerin Jansen. Vielmehr müsse im Einzelfall geprüft werden, wann die Forderung entstanden sein soll, ob diese bereits beglichen wurde oder ob sie eventuell schon verjährt ist.

Gisela Stümpel konnte ihren Einzelfall mit der Telekom daraufhin schnell klären. Philipp Schindera von der Pressestelle erklärte: „Ja, da ist uns ein ärgerlicher Fehler passiert. Es gab schlicht eine Verwechselung. Wie das passieren konnte, analysieren wir gerade. Es ist zum Glück eine Ausnahme, die sehr, sehr selten vorkommt.“

 

Große Aufregung

 

Für Gisela Stümpel war der Vorgang trotzdem ärgerlich. Sie hat sich sehr aufgeregt. Sie habe tagelang überlegt, ob sie nicht doch irgendwie beteiligt sei, erzählte sie. Schließlich war die Sache schon drei Jahre her. Von der Telekom hat sie eine Entschuldigung und ein Kochbuch „für die Unannehmlichkeiten“ bekommen. Das kann sie zwar nicht brauchen, ist aber froh, dass die Sache „endlich erledigt ist“.

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