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Ober-Erlenbach: Matthias Zeitz erhält die höchste Narren-Auszeichnung

Von Ohne ihn geht nichts beim FdC. Dabei ist Matthias Zeitz eher zufällig zum Karneval gekommen. Denn seine Eltern haben ihm die Narretei nicht in die Wiege gelegt. Jetzt gab es einen Orden für den Hofmarschall.
Auch wenn er bereits schwer an Auszeichnungen zu tragen hat, über den Närrischen Magistratsorden aus den Händen von OB Alexander Hetjes freute sich Matthias Zeitz (rechts) von den Freunden des Carnevals besonders. Applaus gab es von Prinzessin Katharina I. und Hofdame Meike Oestreicher. Foto: Jochen Reichwein Auch wenn er bereits schwer an Auszeichnungen zu tragen hat, über den Närrischen Magistratsorden aus den Händen von OB Alexander Hetjes freute sich Matthias Zeitz (rechts) von den Freunden des Carnevals besonders. Applaus gab es von Prinzessin Katharina I. und Hofdame Meike Oestreicher.
Ober-Erlenbach. 

Nein, er habe nicht federführend damit zu tun gehabt, dass nun ausgerechnet sein guter Freund Matthias den Närrischen Magistratsorden erhalten habe. Darauf legte Thorsten Hainz, nicht nur Vorsitzender der Freunde des Carneval (FdC), sondern auch Präsident des kurstädtischen Narrenrats, auf der närrischen Magistratssitzung am Montagabend Wert. Kein Problem, diesen Orden hat sich Matthias Zeitz auch ohne Vitamin B mehr als verdient. Nicht nur, dass er auch in der Zeit zwischen den Kampagnen für den FdC am Schaffen ist, nicht nur, dass er sowohl Vizepräsident als auch seit etlichen Jahren Hofmarschall ist, nein, auch das Thema Liebe und Ehe hat bei Matthias Zeitz mit der fünften Jahreszeit zu tun. Wenn das mal keinen Orden Wert ist.

Doch der Reihe nach. In seiner Jugend hatte der kleine Matthias die obligatorischen Berührungspunkte mit der Fassenacht. Verkleidet als Koch, Clown oder Cowboy besuchte er die Umzüge in Oberursel und Kirdorf und frönte dem Kinderfasching. „Aber meine Eltern waren keine echten Narren.“ So musste sein Hobby, das Fotografieren, als Eintrittskarte zur Fastnacht herhalten. 1995 hatte er eine Fotosession mit der damaligen FdC-Prinzessin Kerstin I., „und dann bin ich da so reingeschlittert“.

Fahrer und Standartenträger

2000 gehörte der 42-Jährige erstmals dem Hofstaat an – als Fahrer und Standartenträger. Plötzlich mittendrin statt nur dabei wird er bald zur rechten Hand und Freund von FdC-Präsident Thorsten Hainz. Über das Amt des Schriftführers wird er zum Zweiten Vorsitzenden. 2004 der nächste Ritterschlag: Jetzt ist Zeitz Hofmarschall von Prinzessin Heike II. und Hans-Jürgen I. Ihm obliegt es nun, Kontakte zu knüpfen und Termine zu verwalten.

All sein Insiderwissen hat Zeitz übrigens schon früh schamlos „ausgenützt“. 2001, er ist mit Stefanie I. unterwegs, ist ihm nämlich im Gefolge des Oberurseler Prinzen Norbert eine hübsche Pagin aufgefallen. „Als Fahrer konnte ich mitbestimmen, wo der abendliche Ausklang stattfindet“, erzählt Zeitz. Und diese Treffen wurden dann recht häufig mit den Oberurseler Narren verbracht. „Allerdings habe ich damals nur die Grundlage geschaffen, es hat dann noch ein wenig gedauert, bis Page Isabell meine Frau wurde.“ Geklappt hat es dennoch („Weil ich nicht locker gelassen habe“), und als Trauzeuge fungierte dann niemand Geringeres als Thorsten Hainz. Zurzeit wartet die Familie auf ein Schwesterchen für Sohn Leonhard (4).

Warten auf die Tochter

Dass seine Frau, die mittlerweile vom Frohsinn zum FdC gewechselt ist, ebenfalls eine Karnevalistin ist, sei durchaus von Vorteil, so Zeitz, der für die Lufthansa als Flugzeugelektroniker arbeitet. Wenn man sich wie er voll und ganz der Fassenacht verschreibt, brauche man einen Partner, der einem den Rücken freihält.

Und Zeitz hat noch einen weiteren ehrenvollen Job: Seit 2005 ist er für das Design der FdC-Orden zuständig. Das Motto für die jeweils nächste Kampagne wird in aller Regel bereits kurz nach Aschermittwoch verabredet. „Ich setzte mich dann meist im Mai, Juni hin und entwerfe die Jahresorden, die sich natürlich an das jeweilige Motto anlehnen.“ Da gab es schon Orden mit einer Pralinenschachtel oder einem Raumschiff. Die Ausnahme sind die Jahre, in denen der FdC die Tollität stellt – dann wird ein Tollitätenorden entworfen, der sich an den Gepflogenheiten von Prinz oder Prinzessin orientiert. „Diese Orden werden immer ein wenig edler und aufwendiger.“

Während für die deutschen Narren kommenden Aschermittwoch alles vorbei ist, feiern die Narren vom FdC eineinhalb Wochen später ihre traditionelle Verlängerung im belgischen Leuven. Den Kontakt zu den dortigen Karnevalisten, den Orde de Pietermannen , und die Reiseplanung obliegt – wen wundert’s – natürlich auch Matthias Zeitz. Oder wie sagte es Thorsten Hainz in Richtung seines Freundes? „Den Orden hast du dir verdient.“

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