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Bebauung Berliner Straße: Mehr Mittel für Sicherheitsdienste in Friedrichsdorf

Von Die Bebauung des Parkplatzes in der Berliner Straße und Sorgen von Anwohnern der Hugenottenstraße waren Thema bei der jüngsten Bürgerversammlung im Rathaus. Die Fragestunde war jedoch spärlich besucht.
Ein Mitarbeiter einer Security-Firma wacht in einem Treppenhaus. Auch die Stadt Friedrichsdorf will künftig verstärkt private Sicherheitsdienste beschäftigen. Symbolfoto: dpa Foto: Jan Woitas (dpa-Zentralbild) Ein Mitarbeiter einer Security-Firma wacht in einem Treppenhaus. Auch die Stadt Friedrichsdorf will künftig verstärkt private Sicherheitsdienste beschäftigen. Symbolfoto: dpa
Friedrichsdorf. 

Fragen und Anregungen loswerden – das ist Sinn und Zweck der regelmäßig stattfindenden Bürgerversammlungen, zu der diesmal – außer mehreren Kommunalpolitikern – allerdings nur rund ein Dutzend Bürger erschienen waren. Darunter auch Adelheid Jung, die sich als Anwohnerin über Verunreinigungen und Falschparker in der Hugenottenstraße beschwerte. Unter anderem sei im Bereich der Einmündung der Talstraße (landläufig „Bermuda-Dreieck“ genannt) eine regelrechte „Vermüllung“ der Straße festzustellen, klagte sie.

„Wir sind an dem Thema dran“, versicherte Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne), der auf die bislang unternommenen Schritte verwies. So müssten die dortigen Gastronomiebetriebe Parkplätze vorweisen und seien auch bereits in zwei Fällen vom zuständigen Hochtaunuskreis angeschrieben worden.

Die Stadt ihrerseits habe die Ausgaben für private Sicherheitsdienste im Haushalt 2018 von bisher 20 000 auf künftig 80 000 Euro erhöht, wodurch vor allem auch in den Abendstunden im Stadtgebiet häufiger die Einhaltung von Lärmschutzbestimmungen und Parkverboten kontrolliert werden könne.

Zerstörungswut

Über die Sicherheit in der Stadt wurde in der Bevölkerung und zuletzt auch in den politischen Gremien wiederholt diskutiert. Mehrfach Anlass dazu bot beispielsweise das leerstehende Gebäude der einstigen Philipp-Reis-Schule am Hohen Weg, das in den zurückliegenden Monaten schon häufiger von Vandalen heimgesucht wurde. Teilweise mussten sogar die Feuerwehren zu Löscheinsätzen ausrücken und größere Schäden verhindern. Doch auch am Friedrichsdorfer Bahnhof wird dem einen oder anderen schon einmal flau in der Magengegend, auch wenn es sich meistens um ein subjektiv empfundenes Unsicherheitsgefühl handeln dürfte.

Manfred Peickert stellte gleich mehrere Fragen, etwa zur geplanten Bebauung des Parkplatzes an der Berliner Straße. Dieser würde unter anderem von Besuchern einer nahe gelegene Arztpraxis genutzt, die krankheitsbedingt keine weiten Wege gehen könnten. Richard Markloff ergänzte, dass auch Eltern von Kindern der Seulberger Hardtwaldschule den Parkplatz mit dem Pkw ansteuerten. „Um dort ihre Kinder abzusetzen, die dann den Weg in Richtung Landwehrweg zu Fuß zurücklegen“, wie er betonte.

Bezahlbarer Wohnraum

Burghardt verwies auf die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung, die sich mehrheitlich für den Bau von bezahlbaren Wohnungen auf dem betreffenden Areal ausgesprochen hatte. Außerdem bezeichnete er den Parkdruck im Gebiet tagsüber als „relativ gering“, so dass gehbehinderte Personen im Bereich der Arztpraxis anhalten und aus ihren Fahrzeugen aussteigen könnten. Markloff widersprach dem Bürgermeister. Er erlebe vielmehr, dass Eltern ihre Grundschulkinder auf dem Parkplatz am Landwehrweg absetzten und nicht in der Berliner Straße, so Burghardt. Peickert monierte zudem Grünwuchs aus Privatgrundstücken auf Gehwege im Schäferborn und Geschwindigkeitsüberschreitungen von Verkehrsteilnehmern im Römerhof. Hier sagte der Bürgermeister entsprechende Kontrollen zu.

Ulrich Altmann ärgert sich über inzwischen vier Abfallbehältnisse für seinen Zwei-Personen-Haushalt und nannte die gängige Mülltrennungspraxis „irre“. Und er erkundigte sich nach geplanten weiteren Kreisverkehren und den Maßnahmen der Stadt zur Rattenbekämpfung. Der Bürgermeister wies in Sachen „Müllbehälter“ auf gesetzliche Pflichten hin, wonach Restmüll- und Biotonne vorgeschrieben seien, und berichtete dann von Plänen zum Bau eines Kreisels im Bereich der Homburger Landstraße an der Einmündung Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. Dieser solle jedoch erst nach der Entwicklung des Baugebiets Hoher Weg entstehen, mit dessen Fertigstellung 2022 gerechnet werde.

Zum Thema „Rattenbekämpfung“ informierte Burghardt, dass diese jährlich in der städtischen Kanalisation durch eine Fachfirma erfolge. Sollten Privatpersonen Probleme mit den Nagern haben, stehe ihnen das Ordnungsamt mit Rat und Tat zur Seite.

Joachim Hoffmann bat um Auskunft darüber, ob in den so genannten „Backesgärten“ (ein Kleingartengebiet in Köppern) an die Schaffung von Baurecht gedacht sei. Dazu sagte das Stadtoberhaupt, dass derzeit ein Privatinvestor Grundstückseigentümer anspreche, es aber noch kein Bebauungskonzept für das genannte Gebiet gebe. Außerdem müsste für den Fall einer Entwicklung erst einmal ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Nach den Fortschritten beim geplanten Seniorenwohnheim am ehemaligen Güterbahnhof erkundigte sich Ingrid Schleicher. Diese Pläne habe der Investor ändern müssen, nachdem sich für ein Heim kein Betreiber gefunden habe, informierte Burghardt. Stattdessen solle dort nun Wohnbebauung erfolgen, darunter auch seniorengerechtes Wohnen.

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