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Hier gibt es 30 von 1000 Arbeitsplätzen: Millionen-Investition: Armaturen-Hersteller Bollin weiht Firmensitz ein

Von Im Gewerbepark Drei Hasen hat gestern die Armaturenfabrik Bollin Einweihung gefeiert. Wenn gegenüber an der Willy-Brandt-Straße noch der angekündigte Autohändler baut, ist die Entwicklung des etwa zwölf Hektar großen Areals weitgehend abgeschlossen.
In ihrer neuen Produktionshalle feierte die Armaturenfabrik Christian Bollin gestern Nachmittag Einweihung. Foto: Jochen Reichwein In ihrer neuen Produktionshalle feierte die Armaturenfabrik Christian Bollin gestern Nachmittag Einweihung.
Oberursel. 

Wo die Oberurseler und ihre Gäste im Jahr 2011 noch den Hessentag feierten, wird jetzt produziert und gearbeitet: Auf gut zwölf Hektar Fläche, die vor sechs Jahren noch eine von mehreren Anlaufstellen beim Landesfest war, hat die Stadt Oberursel ein Areal für Gewerbe entwickelt: den Gewerbepark Drei Hasen, angrenzend ans ältere Gewerbegebiet Drei Hasen.

Diese Entwicklung ist in Bezug auf große Firmen weitgehend abgeschlossen. Gestern feierte die aus Frankfurt-Sossenheim in den Taunus gezogene Armaturenfabrik Christian Bollin Einweihung an der Willy-Brandt-Straße, wo das Unternehmen etwa 5000 Quadratmeter Fläche gekauft hatte (siehe weiteren Text). Fehlt noch der Bad Homburger Mercedes-Händler Senger, der gegenüber – angrenzend an Audi und Porsche – ansässig werden will. Dann ist nur noch eine Handvoll Grundstücke zu vergeben, die in Privatbesitz sind.

„Guter Branchenmix“

Auch für die Vermarktung dieser Flächen, wie für die städtischen, ist Oberursels Wirtschaftsförderin Ulrike Böhme die Ansprechpartnerin. Sie ist mit der bisherigen Entwicklung des Gewerbeparks genauso zufrieden wie Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD). „Das Gebiet entwickelt sich toll“, sagt Brum über den Gewerbepark. „Dort haben wir einen guten Branchenmix.“

Laut Ulrike Böhme sind zurzeit 17 Firmen ansässig, am Ende könnten es 22 sein. Im gesamten Drei-Hasen-Gebiet sind es laut Brum 174 Betriebe. Außer Autohändlern und dem Armaturenhersteller siedelt sich im neuen Teil unter anderem das Baustoffunternehmen Raab Karcher an, das an der Nassauer Straße Platz machen muss für die künftige Verkehrsführung. Die Bandbreite der Firmen reicht von Aufzugtechnik bis zur Waschstraße.

Waschanlagen-Chef Frank Büttner lobt das Gebiet als guten Standort. „Wir sind so was wie die Herz-Rhythmus-Maschine“, sagt er. Was er meint: Die Waschstraße „Franks Carwash Express“ bringt Verkehr ins Gebiet und macht die Kunden beispielsweise auf die gegenüberliegenden Autohäuser aufmerksam.

Auch Klaus Krück vom Hessenstadl – der ersten Gastronomie im Gebiet – zeigt sich zufrieden und spricht von einer „Top-Lage“. Das Geschäft sei gut angelaufen, vor allem mittags profitiere der Stadl von den Mitarbeitern der umliegenden Firmen.

Zulieferer übernommen

Alles in allem bietet der neue Gewerbepark etwa 1000 Arbeitsplätze, weiß Ulrike Böhme. Rund 30 Frauen und Männer sind beim Armaturenhersteller Bollin beschäftigt, der vier Mitarbeiter von einem Zulieferbetrieb übernommen hat, den er gekauft hat. Unter anderem die Übernahme des Zulieferers habe dazu geführt, dass sechs Millionen Euro investiert wurden, wie Geschäftsführerin Dagmar Bollin-Flade erklärt. Anfangs waren fünf Millionen geplant gewesen.

Der Betrieb ist bereits im Juni nach neun Monaten Bauzeit an die Willy-Brandt-Straße gezogen. Was die Chefin schon jetzt sagen kann: „Wir fühlen uns sehr wohl.“ Das Unternehmen hat über 2000 Kunden weltweit und etwa 1500 in Deutschland. Jährlich werden rund 150 000 Armaturen für Mess- und Regeltechnik verkauft.

Zurück zur Stadt, die sich in Erwartung von Gewerbesteuereinnahmen um Unternehmensansiedlungen bemüht. Für die Flächen des Drei-Hasen-Gewerbeparks, die in ihrem Besitz waren, hat sie pro Quadratmeter laut Brum etwa 230 Euro eingenommen. Angaben zum Gesamterlös und zu den getätigten Investitionen will der Rathauschef nicht machen.

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