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Der Dalai Lama übernachtet im Schlosshotel Kronberg: Mit Verspätung aus Dublin

Von Spät kam er, doch er kam: Der Dalai Lama ist gestern zur Einweihung des neuen Tibet-Hauses nach Frankfurt gekommen und für zwei Nächte im Kronberger Schlosshotel abgestiegen. Er verspätete sich aber wegen einer Flugzeugpanne in Irland um sechs Stunden, so dass die Feier ohne ihn stattfinden musste. So wie man das Oberhaupt der Tibeter kennt, nahm er es wohl mit der ihm eigenen Gelassenheit . . .
Kaum war der Dalai Lama im Schlosshotel angekommen, stand er auch schon Journalisten Rede und Antwort. Kaum war der Dalai Lama im Schlosshotel angekommen, stand er auch schon Journalisten Rede und Antwort.
Hochtaunus. 

Hoher Besuch gestern in Kronberg: Der 14. Dalai Lama, das geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter, bereist noch bis Freitag das Rhein-Main-Gebiet und übernachtet während seiner Visite zweimal im Schlosshotel Kronberg. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, traf die Wagenkolonne des Dalai Lama gestern aber erst mit siebenstündiger Verspätung gegen 18 Uhr vor dem Schlosshotel ein, ursprünglich war er bereits für 11.30 Uhr erwartet worden.

Bis zu den zum Empfang geladenen Tibetern, meist in Landestracht, hatte sich die Verspätung noch nicht herumgesprochen. Sie blieben jedoch gelassen und vertrieben sich die Zeit, indem sie Selfies vor dem Hotel machten. Später, als klar war, dass der Dalai Lama viel später kommen würde, wurden sie mit Kleinbussen nach Frankfurt zur Tibet-Haus-Eröffnung gebracht, in der Hoffnung, Seine Heiligkeit dort treffen zu können. Doch auch daraus wurde nichts, wer weiterhin fehlte, war der Ehrengast.

Spärliche Informationen

Am Morgen hatte es für die wartenden Journalisten nur spärliche Informationen zum Grund der Verspätung gegeben, dann aber teilte der Leiter der Königsteiner Polizeistation, Erster Polizeihauptkommissar Rüdiger Jesse, mit, Seine Heiligkeit sitze wegen einer Flugzeugpanne in Dublin fest, es müsse erst eine Ersatzmaschine beschafft werden. Nun hieß es, die Ankunft des 82-jährigen buddhistischen Oberhirten sollte nicht vor 15 Uhr erfolgen, dann war von 17 Uhr die Rede. Am Ende wurde es 18.30 Uhr. Dabei sollte der Dalai Lama bereits um 13.30 Uhr in Frankfurt das neue Tibet-Haus in einer vom Verein Tibet-Haus Frankfurt mit einem Kostenaufwand von 3 Millionen Euro restaurierten, 600 Quadratmeter großen Professorenvilla im Westend eröffnen. Die Feier mit geladenen Gästen musste ohne ihn stattfinden, er wartete zu diesem Zeitpunkt immer noch in Dublin auf seinen Anschlussflug.

Diskretion des Hotels

Der Gast, wie immer mit klassischer roter Robe der tibetischen Mönche, war dann zu späterer Stunde vom Hoteldirektor Franz Zimmermann sowie geladenen tibetischen Landsleuten im Portikus des Hotels begrüßt worden. Er ließ beim Verlassen seiner Limousine den Blick über die prächtige Fassade des Schlosses schweifen, bevor er sich von Franz Zimmermann ins Hotel geleiten ließ, wo ein Abendessen gerichtet war. Ob die Schlossküche tibetisch gekocht hatte, wurde von der Hotelleitung aus Diskretionsgründen nicht kommuniziert.

Heute und morgen stehen weitere Termine im Programm des Dalai Lama, unter anderem ein wissenschaftliches Symposium. An den drei Tagen werden 9000 Besucher erwartet, darunter rund 1500 hessische Schüler, mit denen der Dalai Lama heute das Thema „Zukunft gemeinsam gestalten“ erörtern wird.

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