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Musiknacht „very British“: Mit besten Grüßen von der Insel

Bad Homburg und England verbindet viel – und seit dem Wochenende sogar die traditionsreiche Musiknacht. Das Kneipen-Spektakel kam erstmals „very British“ daher.
Tanzen, tanzen, tanzen: Bei der Party im „Tiffany“ war die Tanzfläche stark frequentiert. Foto: Sven-Sebastian Sajak Tanzen, tanzen, tanzen: Bei der Party im „Tiffany“ war die Tanzfläche stark frequentiert.
Bad Homburg. 

Samstag, 20 Uhr. Die Louisenstraße ist ungewöhnlich gut besucht, aus Bars und Restaurants dröhnt „Classic Rock“, überall hängen englische Flaggen. Die Kurstadt gibt sich an diesem Abend „very British“. Zum ersten Mal steht die „Bad Homburger Musiknacht“ unter einem Motto. Wie kommt das Spektakel beim Publikum an? Was sind das für Leute, die das musikalische Treiben in die Kneipen der City lockt? Das wollen wir von den Nachtschwärmern wissen – also rein ins Getümmel.

Was Homburg und England verbindet

Bad Homburg und England haben eine enge Verbindung, die sich an zahlreichen Orten und Aktivitäten der Stadt zeigt. Einige Beispiele:

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Los geht’s in einem der bekanntesten Homburger Restaurants. Schon von außen ist der satte Sound zu hören, mit dem „Sven Ruppert & Band“ im urigen Ambiente der „Schreinerei“ einheizen. Der Abend ist noch jung, doch der Laden bereits voll. Wir treffen auf Thomas, der gemeinsam mit seinen Freunden den Weg hierher gefunden hat. „Ich war schon öfters bei der Musiknacht, aber meine Freunde sind das erste Mal hier. Die haben das auch größtenteils durch mich oder von den Plakaten erfahren“, erzählt der 30-jährige Bad Homburger und schwärmt von der Musik und der Atmosphäre: „Wir hören eigentlich alles. Unser Musikgeschmack reicht von Rock über Hip-Hop bis hin zu Elektro – und heute ist wirklich für jeden was dabei. Die Leute wollen feiern, Spaß haben und einen schönen Abend in der Gruppe verbringen.“

Wir setzten unsere Tour fort und machen Halt in „Steve’s“. Die Bar ist brechend voll, für den Sound sorgen „Depeche Mode Acoustic Experience“. Die Hits der 80er-Jahre sind der Grund, warum Ingo Schuch hier ist. „Die Musiker kommen sehr nah an das britische Original heran, einfach klasse“, schwärmt der 53-jährige Homburger. Auch seine Begleiterin Katja Wernick (48) ist von dem musikalischen Ausflug in die Vergangenheit begeistert: „Beatles, Depeche Mode oder auch Police – man kriegt hier wirklich einiges geboten.“

Nächste Station ist die „Kartoffelküche“ und hier treffen wir auf Jule Bodemann und ihre Freundinnen. „Wir machen heute einen Mädelsabend, sind auch schon länger unterwegs. Das Pepper’s und Steve’s haben wir eben abgeklappert, jetzt sind wir hier. Soul, Blues, 80-er-Jahre-Hits – das sind unsere Favoriten, und das können die hier“, lobt die 49-jährige Homburgerin die Vintage-Rockband „Dressinger“. Die Kaiserslauterer covern kultige Rock-und Bluesklassiker und treffen ganz offensichtlich den Geschmack der Gäste: „Die Leute gut drauf, die Stimmung ist super“, bestätigt Jule Bodemann.

Fish & Chips im Bus

Etwas Extravagantes gibt es dann am oberen Ende der Louisenstraße zu bestaunen. Was könnte britischer sein als ein knallroter Doppeldeckerbus? Gut, vielleicht das Nationalgericht „Fish & Chips“. Aber hier kann man sogar beides haben. Bei einem kühlen Pint und einer Portion der fettreichen Mahlzeit ist der Bus für einige Partygänger der ideale Ort, um den Abend ausklingen zu lassen. Andere legen oder eine kurze Pause ein, um sich dann wieder in das rege Treiben in der Homburger City zu stürzen. Für die Männergruppe um Uli Abel herum ist das kuriose Gefährt gegen 22.30 Uhr allerdings der Startpunkt der heutigen Nacht. „Wir waren schon kurz im E-Werk, aber so richtig los geht es für uns aber jetzt – der Abend ist ja noch jung“, sagt der 47-jährige Bad Homburger. Und was erhoffen sich die Jungs vom weiteren Verlauf des Abends? „Wir uns haben uns teilweise erst kürzlich kennengelernt. Ich weiß gar nicht, was mancher aus der Gruppe so hört. Es wird aber sicher für alle was dabei sein – ob Rock, Punk oder Elektro“, ist Michael Kolodziej zuversichtlich. Der 39-Jährige kommt nicht aus der Kurstadt und hat sich über den frühen Beginn der Nacht gewundert. „Ich bin aus Köln, und da denkt man erst gegen 23 Uhr nach, irgendwo hinzugehen. Da es aber noch recht früh ist, sind wir zuversichtlich, dass da noch mehr kommt“, erklärt Kolodziej.

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