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Mit moderner Technik macht Müllsammeln Spaß

Anlässlich des Internationalen Geocaching-Tages haben Geocacher zwischen Rushmoor-Park und Maasgrundweiher und entlang des Urselbachs Müll gesammelt.
Mit Hilfe von Navigations-Apps auf dem Smartphone haben diese Geocacher im Rushmoor-Park Müll gesammelt. Foto: Pieren Mit Hilfe von Navigations-Apps auf dem Smartphone haben diese Geocacher im Rushmoor-Park Müll gesammelt.
Oberursel. 

„Wir nutzen milliardenteure Satellitentechnik, um Plastikdosen im Wald zu finden“, sagt Masha Schäfer-Alt und erklärt damit kurz und knackig die Faszination des Geocachings. „Nicht jeder, der hier umherirrt, hat sich verlaufen.“

Zusammen mit 70 Gleichgesinnten aus der Geocaching-Szene ist die Frankfurterin dem Aufruf von Stefan Beitlich aus Oberursel gefolgt, um am sogenannten Cito teilzunehmen. Das Happening verbindet die Faszination des Geocaching mit einer groß angelegten Müllsammelaktion.

„Cito ist die Kurzform für ,Cache In – Trash Out‘“ erläutert Beitlich. Der 27 Jahre alte IT-Spezialist, der vor sechs Jahren in die Brunnenstadt gezogen ist, hat die Idee bereits zwei Mal in Oberursel umgesetzt. Auf der zentralen deutschen Geocaching-Plattform im Internet (www.geocaching.de) hatte er öffentlich zu dem Event eingeladen.

 

70 Freiwillige

 

70 Freiwillige haben sich am Samstag um 10 Uhr am dort hinterlegten Treffpunkt (Koordinate N 50° 12.042 E 008° 34.788) getroffen, um die Parks und Grünstreifen der Innenstadt von Unrat zu befreien. Die meisten der Geocacher kamen aus anderen Regionen im Rhein-Main-Gebiet und kannten sich eigentlich gar nicht in Oberursel aus.

Doch Beitlich hatte für die Parks und Grünstreifen weitere Koordinaten hinterlegt, die die Geocacher dann mit ihren mobilen Navigationsgeräten und Smartphones ansteuerten. Auch Martin Bergen aus Oberursel war dabei und war erstaunt, wie viele Ortsfremde beim Müllsammeln in seiner Heimatstadt helfen wollten.

Mit vielen blauen Müllsäcken und illegal entsorgtem Sperrmüll kamen die modernen Müllsammler nach zwei Stunden vor dem Rathaus zusammen. „Wir haben unsere Aktion mit der Stadt abgesprochen. Die hat uns die Gerätschaften und die Müllsäcke zur Verfügung gestellt“, sagt Beitlich. Nun müssen die Stadtwerke die 15 Müllsäcke entsorgen.

Stefan Beitlich ist leidenschaftlicher Geocacher und steuert am liebsten nach Feierabend neue Caches mit dem Fahrrad an. So hat er als Zugezogener die nähere und weitere Umgebung seines neuen Zuhauses kennengelernt und dabei die Schönheiten von Taunus und Wetterau erkundet.

„Beim Geocaching kommt man an Orte, die sonst niemand anderes kennt“, sagt der 27-Jährige. „Im Urlaub auf Mallorca haben wir so eine traumhafte Höhlenlandschaft kennengelernt, die nur von einer zerklüfteten Küste aus zu erreichen ist.“ Darüber hinaus schätzt Beitlich, dass er beim Geocaching viele Menschen kennenlernt.

(map)
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