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Blogger aus Kirdorf: Mönch mit Grusel-Faible

Von Seit gut zehn Jahren lässt Albrecht König die Welt in einem Blog und jetzt auch auf Facebook am Leben seiner Familie, an seinem Musikgeschmack und nicht zuletzt seinen witzigen Zeichnungen teilhaben. Und immer mehr Leute „liken“ das.
In den Zeichnungen von „Frater Aloisius“ scheint immer die Sonne. Die witzigen Szenerien von Bad Homburg sind Hintergrund für so manches Online-Filmchen. In den Zeichnungen von „Frater Aloisius“ scheint immer die Sonne. Die witzigen Szenerien von Bad Homburg sind Hintergrund für so manches Online-Filmchen.
Kirdorf. 

Von klein auf hat Albrecht König einen besonderen Geschmack: Während seine Kindergartenfreunde brav Blumen oder Autos gemalt haben, hat der Knirps Geisterbahn-Szenarien und Monster zu Papier gebracht. Und statt der damals gängigen Schlager hat er schon als Kleinkind lieber Rockmusik gehört.

Am „Leben gegen den Mainstream“ hat sich – zumindest, was den Kunst- und Musikgeschmack betrifft – bis heute nichts geändert. Dabei geht er als Verlagskaufmann einem grundsoliden Beruf nach. Doch als Ausgleich zum eher trockenen Broterwerb widmet sich der 45-Jährige „etwas abseitigen kulturellen Interessen“, wie er sein Hobby bezeichnet.

Er mag’s widersprüchlich

Als junger Vater hat er, während er „den Schlaf der Kinder bewacht hat, statt wie früher unterwegs zu sein“, eher zufällig entdeckt, dass er seine Kreativität auch am Computer ausleben kann. „Ich zeichne ausschließlich mit der Maus und ohne Spezialprogramme oder Hilfsmittel, man braucht Übung und eine ruhige Hand“, erklärt er.

Seine farbenfrohen, plakativen Werke haben teils familiären, manchmal lokalen Bezug, oft blitzt aber auch das alte Faible für Grusel- und Horrorszenarien in Figur eines schelmischen Teufelchens oder eines gakeligen Skeletts durch. Aber auf fast jedem Bild findet auch die lachende Sonne ihren Platz. Es ist das Skurrile, das Widersprüchliche, was ihn reizt. So wie sein Künstlername „Frater Aloisius“; den hat er ohne große Hintergedanken gewählt – „einfach weil ich es komisch fand, Gruselszenen zu malen und einen Mönchsnamen zu nutzen“.

Seit 2005 veröffentlicht der gebürtige Vilbeler in seinem Internet-Blog. Auch sein zweites Steckenpferd, obskure Rockmusik von psychedelisch bis Garage-Rock, findet dort eine Plattform. Und nicht zuletzt schreibt sich der Kirdorfer, der von sich sagt, dass er „ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis“ habe, dort witzige Anekdoten, Tipps und durchaus Nachdenkliches von der Seele.

50 Klicks pro Tag

Protagonisten der Comics und der Blog-Geschichten sind oft Ehefrau Brigitta sowie die Töchter Charlotte und Mathilda. Die unterstützen das außergewöhnliche Hobby des Familienvaters – und wenn es nur darum geht, für ein kurzes YouTube-Filmchen die Zeichnungen weiterzublättern oder Hintergrundgeräusche zu fabrizieren. „Aber wir profitieren auch davon“, lacht Brigitta König und zeigt die Handyhüllen, Tisch-Sets und Trinkbecher, die mit „Frater Aloisius“-Motiven bedruckt sind.

Etwa 50 „Klicks“ bekommt der Blog pro Tag. „Damit hatte ich eine Spielwiese, eine Szene für mich entdeckt und darüber Leute mit ähnlichem Geschmack und Humor kennengelernt“, beschreibt König seine Erfahrungen. „Wir haben gegenseitig Kommentare geschrieben, doch irgendwann wurde das Bloggen durch Facebook abgelöst. Nachdem ich das erst rigoros abgelehnt habe, bin ich seit September vergangenen Jahres nun doch bei Facebook.“ Und er sei erstaunt, „dass es doch viele Menschen gibt, die ein ähnliches Mitteilungsbedürfnis haben und an witzigen, skurrilen Sachen interessiert sind“.

 

Unter der öffentlichen Facebook-Adresse www.facebook.com/ frateraloisius/ sowie im werbefreien Blog (www.frateraloisius.de) kann man am Leben und an der Kunst von „Bruder Aloisius“ teilhaben. Im Blog sind auch die Beiträge der vergangenen Jahre archiviert.

 

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