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Nichts gestrichen, nur verschoben

Das Burgfest steht auf soliden finanziellen Füßen, zumindest was die Einnahmen betrifft. Allerdings haben neue Forderungen der Gema den Burgverein ins Straucheln gebracht. Nun wurde der Ablauf des Festes geändert, um mit den Kosten Schritt halten zu können.
Königstein. 

Zufrieden blickte Birgit Becker, Präsidentin des Burgvereins, bei der Jahreshauptversammlung auf das vergangene Jahr zurück. Burgfräulein Nora I. habe die Stadt bei zahlreichen Auftritten gut repräsentiert, und die Nachfolgerin stehe schon in den Startlöchern. Isabelle Hunkel wird die Regentschaft als Isabelle I. im Juli übernehmen. Der Internetauftritt des Vereins wurde überarbeitet und die Teilnahme am Weihnachtsmarkt war ein finanzieller Erfolg.

Höhepunkt des Jahres war natürlich das Burgfest. Wie Präsidentin Birgit Becker erläuterte, hatte die finanzielle Nachlese des Festes viel Positives ergeben. So blieben die Besucherzahlen und damit die Einnahmen aus Eintrittskarten stabil, die Keller- und Standbetreiber waren mit den Umsätzen zufrieden. Sogar das Sichern der Burg mit großen Gitterelementen, das kurz vor der Veranstaltung als Zusatzarbeit auf den Verein zugekommen war, konnte die Stimmung nicht trüben. Hier habe sich die Zusammenarbeit mit der Kirche, die bei den Asylsuchenden in der Stadt um Hilfe bat, als Rettung erwiesen, berichtete Becker. Nachdem die Polizei und das Rote Kreuz wenig Zwischenfälle zu vermelden hatten, konnte eine rundherum positive Bilanz gezogen werden.

„Dummerweise kommen die großen Abrechnungen erst nach dem Fest. Abgesehen von den enormen Aufwendungen für die Sicherheit auf der Burg, bat die Gema nun um einen Betrag von mehreren Tausend Euro“, erklärte Becker. Die Gebühren hätten sich bis dahin in Grenzen gehalten, da sich die Königsteiner Vereine einer Abmachung zwischen der Stadt und der Gema anschließen durften. Diese Abmachung wurde seitens der Gema gekündigt, was dem Burgverein nun die hohe Rechnung bescherte. „Dem ,Bund der Gema-Zahler‘ sei Dank, konnte diese sukzessive reduziert werden. Dennoch erhöhte sich dieser Kostenblock um rund 45 Prozent. Zuviel, um zur Tagesordnung überzugehen“, betonte die Präsidentin. Die Suche nach einer Lösung bereitete dem Präsidium einiges Kopfzerbrechen. Es sollten weder Eintrittspreise oder noch Keller- und Standmieten erhöht werden. „Wir wollten auch nichts streichen, das war uns wichtig“, betonte Birgit Becker.

Neuer Ablauf

Also wurde der Ablauf des Festes gestrafft, um Kosten zu senken. Dementsprechend wird in diesem Jahr der Tag der Königsteiner, also der Burgfestmontag, gestrichen und die Veranstaltungen auf andere Tage gelegt. Am Sonntag gehen in diesem Jahr also nicht schon um 20 Uhr die Lichter aus, sondern erst um 2 Uhr. Alle Keller und die Stände auf der Festwiese haben geöffnet und laden zum Feiern ein. Auch der kostenlose Frühschoppen sollte unbedingt erhalten bleiben. Er wird nun am Samstag stattfinden. „Wir sparen so einen ganzen Veranstaltungstag mit all seinen Kosten für Miete, Sicherheitskräfte und was sonst so anfällt“, begründete Becker. Kritik für diese Änderungen gab es aus den Reihen der Vereinsmitglieder nicht, stattdessen Lob für die Arbeit des Präsidiums. Aus mangelndem Interesse wird in diesem Jahr auf die Schlüsselübergabe im Alten Rathaus verzichtet. „Da gab es des kaum noch Gäste“, so Becker: „Deshalb wird das in den Bürgermeisterempfang integriert.“

Über eine weitere Neuerung für das Burgfest freute sich die Präsidentin: Die Sicherheitskräfte ziehen um. Sie beziehen ihr Quartier auf der kleinen Festwiese. So bleibt die sogenannte Schneidhainer Bastion auf der großen Festwiese frei und kann mit Ständen bestückt werden. „Die kleine Festwiese ist deutlich kühler und ungemütlicher. Die Standbetreiber wollten schon lange umziehen“, so Becker: „Wir sind froh über diesen Tausch und den Einsatzkräften sowie der Stadt sehr dankbar.“

Neben dem Burgfest vom 17. bis 19. Juli plant der Burgverein weitere Aktivitäten. Am 18. April werden die vier Burgvereine aus Eppstein, Königstein, Kronberg und Oberreifenberg mit den zwei Taunusklubs aus Königstein und Kronberg und dem Falkensteiner Heimatverein ab 10.30 Uhr den 3BurgenWeg wandern. Vom 15. bis 17. Mai findet das Ritterturnier der Königsteiner Ritter statt, das vom Burgverein tatkräftig unterstützt wird. Die Vorstellung des Burgfest-Buchs steht am 28. Mai auf dem Kalender, und am 21. Juni wird der Burgverein beim Volksfest vertreten sein und wieder Lose verkaufen.

(rd)
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