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Freibad beendet Saison: Noch etwas kälter als die Nordsee

Bürgermeister Gregor Sommer, Radio-Moderator Kai Völker und Silke Stager trotzen bei ihrem Abschwimmen Wind und Wetter.
Eingemummelt stehen Kai Völker (v.  l.), Silke Stager und Gregor Sommer mit  Ralf Pauly vor der Temperaturanzeige. Eingemummelt stehen Kai Völker (v. l.), Silke Stager und Gregor Sommer mit Ralf Pauly vor der Temperaturanzeige.
Wehrheim. 

Nur zum Vergleich: Für die Nordseeinsel Norderney stand gestern eine Wassertemperatur von immerhin 18 Grad geschrieben. So waren es selbst für Dauerschwimmer Gregor Sommer „grenzwertige Bedingungen“ für ein Bad im „Wehrheimer Becken“: 13 Grad Außen-, 16 Grad Wassertemperatur, Regenschauer aus dichten, grauen Wolken und ein heftiger Südwestwind. Aber abgemacht ist abgemacht. Wer konnte denn ahnen, dass der 13. September, für den sich der Wehrheimer Rathauschef mit HR-1-Moderator Klaus Völker im Ludwig-Bender-Bad zum „Abschwimmen“ verabredet hatte, der Tag mit den wohl widrigsten Wetterbedingungen der Saison werden würde?

„Ich stand bei Gregor im Wort, ihn einmal im Apfeldorf zu besuchen“, erzählt Kai Völker, der im Bademantel mit der Aufschrift „Papas Kuschel-Mantel“ ins Ludwig-Bender-Bad gekommen ist. Vor zwei Jahren hatten sich der Rundfunkjournalist und der Bürgermeister während der „Grünen Woche“ in Berlin kennengelernt. Seitdem verstehen sie sich gut. „Wir sind Männer, wir halten zusammen“, scherzen beide, bevor sie ins kühle Nass abtauchen, um mit 20 Bahnen, also 1000 Metern, die tägliche Schwimmstrecke von Gregor Sommer zurückzulegen. „Ich bin kein einziges Mal erkältet gewesen“, berichtet Wehrheims Bürgermeister.

100 Kilometer

Zu den Herren hat sich Silke Stager gesellt. Auch die Heilpraktikerin für Psychotherapie gehört zu den Schwimmern mit Dauerkarte. Rund 100 Kilometer im Brust-, Rücken- oder Kraulstil hat sie seit Mai morgens absolviert. „Man fühlt sich nach einem solchen Start in den Tag einfach prima.“ Und bei 16 Grad im Wasser mit Mütze auf dem Kopf: „Einfach super.“

Die Bilanz der Badesaison 2017 indes fällt nicht super aus. Mit rund 98 400 Besuchern, so Schwimmmeister Ralf Pauly, sei die Besucherzahl eher unterdurchschnittlich gewesen. „Was uns gefehlt hat, waren mal zwei Wochen Sonnenschein.“ Denn auch wenn das Thermometer über 25 Grad anzeigt: „Wenn der Himmel nicht blau ist, kommen Kurzentschlossene nicht“, so seine Erfahrung. Bis Freitag hält er die Stellung, egal wie viele Gäste kommen. Ein letztes Mal trifft sich heute die Aquafitness-Gruppe mit Conny Weiss.

Nach einem Kurzurlaub in Paris heißt es für den Schwimmmeister ans große Aufräumen zu gehen, um die Anlage winterfest zu machen. Leitungen müssen entleert, Filter gespült, Chlorventile kontrolliert und das Sonnensegel eingepackt werden. Anders als beispielsweise im Schmittener Freibad, wird das Wasser im Ludwig-Bender-Bad nicht abgelassen. Auf dass ganz besonders Mutige am Neujahrsmorgen 2018 zum „Anschwimmen“ in die Fluten steigen können. Da dürfte es definitiv drinnen wie draußen noch kühler sein.

Nächste Grüne Woche

Ein Wiedersehen zwischen dem Bürgermeister und dem Radio-Moderator wird es auf der nächsten Grünen Woche geben. Vom 18. bis 28. Januar präsentiert sich das Apfeldorf aus dem Taunus in Berlin von seiner besten Seite. „Wir freuen uns schon drauf“, sagen beide. „Da werde ich sicher auch von den Faxen berichten, die wir heute hier im Schwimmbad gemacht haben“, kündigt Völker an. Und ganz bestimmt kommen sie in den nächsten Tagen auch bei HR-1 im Radio vor, wenn Völker aus der Wetterredaktion berichtet.

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