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Abschied nach 15 Jahren: Pastoralreferentin Andrea Bargon verlässt katholische Gemeinde

Pastoralreferentin Andrea Bargon verlässt nach 15 Jahren die katholische Gemeinde Maria Himmelfahrt. Sie wird nach den Ferien an einer Berufsschule unterrichten. Auch Amtskollege Thomas Klima wird nach den Sommerferien neue Wege beschreiten.
Der Pappkarton ist bereits gepackt: Nach 15 Jahren als Pastoralreferentin der Pfarrei Maria Himmelfahrt wechselt Andrea Bargon an eine Berufsschule in Frankfurt. Der Pappkarton ist bereits gepackt: Nach 15 Jahren als Pastoralreferentin der Pfarrei Maria Himmelfahrt wechselt Andrea Bargon an eine Berufsschule in Frankfurt.
Königstein. 

Glauben ist für Andrea Bargon nicht nur Festhalten und Dableiben, sondern auch Sich-Lösen und Weitergehen. Auch wenn das, was kommt, ungewiss ist. 15 Jahre hat die Pastoralreferentin in Königstein und in der Pfarrei Maria Himmelfahrt die Gemeinde und das Kirchenleben mitgeprägt. Besonders Familien lagen ihr am Herzen. Im Religionsunterricht der Grundschule, während der Kommunionsvorbereitung, bei Familiengottesdiensten oder Pilgerreisen lebte sie christliche Werte vor.

„Zunächst hatte ich eine halbe Stelle“, erinnert sich die Mutter dreier mittlerweile erwachsener Töchter, die 2003 in Königstein anfing. Hautnah erlebte sie die Zusammenlegung der pastoralen Räume Glashütten-Schloßborn, Kronberg und Königstein zur Pfarrei Maria Himmelfahrt Anfang 2014. „Damit ist die Gemeinde enorm gewachsen. Im vergangenen Jahr sind über 100 Kinder zur Erstkommunion gegangen“, erinnert sie sich.

Glauben teilen

Solche Herausforderungen könnten nur in Gemeinschaft bewältigt werden. Daher danke sie den vielen, die sich engagiert haben. Aus der Zusammenarbeit sind vielfach Freundschaften entstanden. „Der Glaube ist in einer Gemeinde bereits da. Und in einer so großen Pfarrei braucht es kleine überschaubare Gemeinschaften, in denen Glauben und Leben geteilt werden. Somit ist Gemeinde Gemeinschaft von Gemeinschaften“, ermuntert Bargon zur aktiven Mitarbeit.

Auch Thomas Klima verlässt nach den Sommerferien die Gemeinde Maria Himmelfahrt. „Meine Beziehung zu Gott kann nicht eine Forderung sein, schon gar nicht gegen andere Mitmenschen. Eine Öffnung zum Mitmenschen hin, die die Gemeinschaft in den Blick nimmt“, habe ihn zu neuen Wegen motiviert. Kennenlernen von Unbekanntem, Eindrücke, Ideen und Lebenswege anderer warten auf Andrea Bargon und Thomas Klima ab August.

Junge Leute begleiten

Während Thomas Klima in der Jugendkirche in Wiesbaden eine Leitungsstelle übernimmt, wird „die Fantasie Gottes mich ab Sommer an eine Berufsschule nach Frankfurt führen“, sagt Andrea Bargon. Junge Leute im Glauben begleiten, erfahren wie sie denken und im Sinne Gottes handeln, reize sie am Religionsunterricht der Schule.

Jesus wohne nicht nur in der Kirche, sondern überall. Christsein präge das tägliche Leben. Menschen suchten Antworten auf Fragen, die sich im Laufe der Jahre änderten. Deshalb sei es wichtig zu erfahren: „Wo stehen die Leute heute? Was beschäftigt sie?“, sagt Andrea Bargon. Auch deshalb sei sie neugierig auf den neuen beruflichen Lebensweg. Sie möchte von den jungen Leuten wissen: „Was bewegt Euch?“

Bargon lebt den christlichen Glauben auch in der Familie. Jedoch sagt sie: „Ich habe die Weisheit nicht im Gepäck. Der Glaube ist in den Menschen. Deshalb möchte ich raus, auch an andere Orte, um zu schauen und Gott dort zu entdecken, wo er schon da ist.“ Ein Blick über den Tellerrand bereichere das christliche Miteinander. Dies ist für Andrea Bargon und Thomas Klima wichtiger Baustein für christliches Miteinander.

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