E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Homburg 26°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Neubau 2020: Profil-Oberstufe: IGS in Stierstadt soll wachsen

Von Die Schulaufsicht hat grünes Licht gegeben: An der Integrierten Gesamtschule in Stierstadt (IGS) kann man künftig auch das Abitur machen. Auch sonst soll die Schule wachsen.
Wenn der Neubau steht, soll das jetzige Hauptgebäude der IGS abgerissen werden. Foto: Matthias Reichwein Wenn der Neubau steht, soll das jetzige Hauptgebäude der IGS abgerissen werden.
Oberursel. 

Lange hat die Integrierte Gesamtschule in Stierstadt (IGS) dafür gekämpft, jetzt hat die Schulaufsicht grünes Licht gegeben: Vom kommenden Schuljahr 2018/2019 an werden junge Leute an der IGS ihr Abitur machen können. „Unsere Schülerzahlen sind stabil“, erklärt Schulleiter Markus Herget. Wie viele Schüler sich bereits angemeldet haben, kann er derzeit nicht sagen, da die Anmeldephase noch nicht abgeschlossen sei.

Gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt arbeiten Herget und seine neue Stellvertreterin Sonja Parr bereits an der Personal- und Kursplanung für das nächste Schuljahr. In Zusammenarbeit mit dem Hochtaunuskreis, der Schulträger ist, werden zudem die räumlichen Voraussetzungen für den Oberstufenbetrieb vorbereitet. Vorgesehen ist eine so genannte Profiloberstufe, bei der ein Leistungskurs mit zwei Grundkursen zu einem Themenfeld (Profil) kombiniert wird. Sie geht über drei Jahre.

910 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die Klassen 5 bis 10 der IGS. Mit der gymnasialen Oberstufe werden mit bis zu 200 zusätzlichen Schülern gerecht, außerdem soll langfristig die sechszügige Mittelstufe auf acht Klassen und um 300 Schüler anwachsen. Um das Mehr an Schülern aufzunehmen, sollen am Kiesweg mehrere Neubauten mit insgesamt 10 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entstehen. Wie groß der Komplex wird, wird sich erst Ende August zeigen, wenn der seit Ende Januar laufende Architektenwettbewerb entschieden sein soll.

Areal wird abgetrennt

Gemeinsam mit dem Preisträger soll binnen eines Jahres der Bauantrag ausgearbeitet werden. Baubeginn ist für Anfang 2020 vorgesehen. Je nachdem, wie sich die Schülerzahlen entwickeln, ist optional noch eine Ein-Feld-Turnhalle in der Nähe zur jetzigen Sporthalle geplant. Wobei auch die Stierstadter Vereine schon hier Bedarf angemeldet haben.

Um das neue Schulareal realisieren zu können, muss der Bebauungsplan aus dem Jahre 1969 für das Gebiet geändert werden. Derzeit gibt es einen gemeinsamen B-Plan für IGS und die alte Grundschule; weil auf der ehemaligen Grundschulfläche an der Römerstraße einmal Wohnungen entstehen sollen, soll das 4,6 Hektar große Plangebiet mit dem Wettbewerbsareal (1,9 Hektar) für die IGS abgetrennt werden. Das sollen am 22. März die Stadtverordneten beschließen.

Größere Bedeutung

Der Bau- und Planungsausschuss hat gestern Abend bereits zugestimmt; der Ortsbeirat hat das Thema am kommenden Montag auch noch einmal auf der Tagesordnung. „Es ist ein ambitioniertes Projekt“, wirbt Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) um Zustimmung. „Die Schule wird wachsen und eine größere Bedeutung haben als jetzt.“ Die Stadt solle alles tun, damit sich die IGS behaupten könne.

Die erst vor wenigen Jahren entstandenen Clustergebäude für die Mittelstufe bleiben erhalten. Wenn der Neubau steht, soll das 1971 erbaute IGS-Hauptgebäude abgerissen werden. Bis dahin will die IGS das alte Grundschulareal aus Ausweichfläche nutzen. Zusätzlich müssen dort laut Stadt auch Container aufgestellt werden. Derzeit sind auf dem Gelände noch Geflüchtete untergebracht. Von 2023 an werde der Bereich für eine Wohnbebauung frei sein. Dafür ist aber eine weitere B-Plan-Änderung nötig.

Zugang bleibt im Kiesweg

Die Neubauten, die bis 2022 stehen sollen, werden laut Vorlage in die vorhandene Geländestruktur eingebunden. Am südlichen Ende des Geländes, zum Feld hin, soll ein „Grünsaum“, also Bäume und Büsche, erhalten bleiben. Der Hauptzugang zur IGS soll im Kiesweg bleiben. Dort sollen auf dem Grundstück auch die erforderlichen Autostellplätze untergebracht werden.

Die Buswendeschleife am Fasanenweg soll als öffentliche Verkehrsfläche gesichert und an das neue Schulareal angebunden werden. Zu verkehrlichen Problemen soll es wegen der erhöhten Schülerzahlen nicht kommen, meint Brum: An einem Verkehrskonzept für Stierstadt werde gearbeitet.

Info-Abend über die Oberstufe

Kommenden Dienstag informiert Sonja Parr von 18.30 Uhr an im Forum der IGS über die Einführungsphase der Oberstufe.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen