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Programm voller Glanzpunkte ragen die vielseitigen Sänger heraus: Prunksitzung in Oberursel: Im Abenteuerland des Frohsinns

Von Die erste große Prunksitzung 2017 des Karnevalvereins Frohsinn in der Stadthalle zeigte am Freitagabend, wie kreativ Fassenachter sein können. Im Fastnachts-Abenteuerland fanden sich Helden wie Batman, Asterix und Popeye, aber auch afrikanische Stammeshäuptlinge, die kleinen Minions aus dem amerikanischen Animationsfilm und die Kardashians, Aladdin mit der Wunderlampe und ein ganz normaler Mann über 50 – wenn auch im Testbildanzug.
Wenn die Tanzgarde loslegt, klatscht auch der Elferrat des Karnevalvereins Frohsinn begeistert Applaus. Bilder > Foto: Jochen Reichwein Wenn die Tanzgarde loslegt, klatscht auch der Elferrat des Karnevalvereins Frohsinn begeistert Applaus.
Oberursel. 

Was die alljährliche Steigerung der Leistungen eines Karnevalvereins und seiner Akteure betrifft, könnte einer der in der Brunnenstadt ansässigen Clubs auch mit „gut, besser, Frohsinn“ bezeichnet werden. Denn bei der alljährlichen großen Prunksitzung in der Stadthalle präsentierte der Frohsinn etliche Highlights, wie sich schon bei der Auftaktsitzung am Freitagabend zeigte.

Das Beste, was der Verein derzeit zu bieten hat, sind die Frohsinn-Sänger, die sich jedes Jahr in Verkleidung, Text und ausgewählter Melodie noch übertreffen.

Batman und Popeye

Diesmal haben sie sich auf Tour ins Abenteuerland begeben, und entsprechend heldenhaft waren auch die Kostüme: Batman, Shrek, Captain Future, Asterix und Obelix, aber auch Schneewittchen, Pumuckl, der rosarote Panther, Popeye sowie viele mehr tummelten sich auf der Bühne. Klar, dass ihre Songs lokale Bezüge hatten.

Da ging es zum Beispiel um den „Geldmangel in der Rathauskämmerei“, dargeboten auf die Melodie von Rolf Zuckowskis „In der Weihnachtsbäckerei“. Eine Anspielung auf die Gewerbesteuerrückzahlung in Millionenhöhe, die die Stadt an ein Unternehmen zu leisten hatte. „Ich bau’ dir ein Schloss“ von Jürgen Drews ließ sich wunderbar umdichten in „Wir bauen ein Dach . . .“: Jeder im Saal wusste: Hier ging es ums Schwimmbaddach, das einen Schaden hat, welcher noch der Reparatur harrt.

Vielleicht hat auch Frohsinn-Chef Stephan Remes in dieser Kampagne sein bestes Protokoll abgeliefert. Jedenfalls wurden Passagen wie etwa „In der Türkei geht der Terror ein und aus, so bleibt Erdogan aus Europa raus, eins könnt ihr euch merken, ihr Banditen, Feiern und Frohsinn lassen wir uns niemals verbieten“ begeistert beklatscht.

Beliebt beim Publikum ist auch Betty Marris vom Kleinen Rat, die über den schönsten Urlaub „Katastrophen, bis es knallt, das nächste Mal fahrn wir in den Westerwald“ referierte. Der Nachwuchs setzte mit Vali Reuter und Pancrazio Lapata als Frau Guntersblum und Frau Schwanstein sogar, was Reisen betrifft, noch einen drauf: „Ei Frau Guntersblum, wir warn ja jetzt im Opeeél Nationalpark und auf dem Sandplaakén sowie der Saalebourgh“, will sich Frau Schwanstein nämlich wichtig machen, denn Frau Guntersblum gibt mit Reisen in die wirklich weite Welt an. Jürgen Sommer als frustrierter und dann geläuterter über 50-Jähriger – „Kerle na, ich krieh ja Ängst, mer is jetzt doch mehr Wallach als Hengst“ – im Testbildanzug sprach anscheinend vielen aus der Seele, denn es wurde oft und herzlich gelacht.

Mini-Minions

Sicher ist, dass sich die Minis als Minions an Temperament und Lebensfreude bei ihrem Tanz übertroffen haben. Dass die Drum Kids und die Jugendbrassband ebenso erfolgreiche Nachwuchsarbeit demonstrierten, geschenkt. Doch dass die Brassband jeden, aber auch jeden, zum Tanzen bringt, ist nicht nur bekannt, sondern auch gewollt. Ukrainische Vollweiber zeigten dem Publikum dann aber noch ausgefeilter und mit vollem Einsatz inklusive Kissenpopos sowie -brüsten was tänzerisch Besonderes.

Nun kann einer natürlich sagen: „Wenn ich zur Fastnacht geh’, will ich typischen Karneval, und wenn ich eine Musicaldarbietung sehen möchte, geh’ ich ins Theater in Hamburg.“ Aber: Was Frohsinn-Chefchoreograph Peter Boländer mit seinem Frohsinn-Ballett und einer Interpretation des Musicals Aladdin auf die Beine gestellt hat, kam derart professionell und dennoch frohsinnig herüber, dass alle Karnevalisten im Stadthallen-Saal nur noch euphorisch jubeln konnten.

Tequila hilft wie Sport

Schlussakzente setzte Nanga „Bambuleee!“ in der Rolle des afrikanischen Häuptlings, zum Beispiel: „Sport gibt dir das Gefühl, dass du nackt besser aussiehst, aber Moment . . . das tut Tequila auch.“ Ein fulminantes Finale mit allen an der Veranstaltung Beteiligten macht die Zuschauer endgültig glücklich.

Andrea Flickschuh, ursprünglich Orschelerin, die jetzt gerade nach Friedrichsdorf umgezogen ist, hat mit Freunden und Verwandten die Frohsinn-Sitzung in der Stadthalle zum ersten, „aber sicher nicht letzten Mal“ besucht: „Das die so gut sind, war mir gar nicht bekannt“, sagte sie.

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