E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Homburg 30°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Kirdorf: Rechtzeitig zur Fastnachtssaison wird das Bürgerhaus fertig

Von Weil der Brandschutz nicht mehr zeitgemäß war, wurde das Bürgerhaus saniert. Im Zuge dessen wurde es auch barrierefrei, moderner und an vielen Ecken schöner.
Das renovierte Bürgerhaus in Kirdorf. Bilder > Foto: Jochen Reichwein Das renovierte Bürgerhaus in Kirdorf.
Kirdorf. 

Die Tonne für die Büttenredner und ein paar bunte Dekorationselemente warten schon im Großen Saal auf die bevorstehende Fastnachtssitzung der „Heiterkeit“ am Freitag. Ansonsten fühlt man sich beim Gang durchs Kirdorfer Bürgerhaus ein bisschen wie in einem Neubau: neue Fenster und Innenverkleidungen, an der Decke moderne Leuchten, und hie und da puzzeln noch Bauarbeiter herum.

Doch das Bürgerhaus ist fertig und wieder für die Allgemeinheit nutzbar. Dass dies rechtzeitig zur in Kirdorf wichtigen Karnevalssaison geklappt hat, sei den am Projekt beteiligten Architekten, Fachplanern, den Baufirmen und Hausmeister Ali Hafedi zu verdanken, die seit dem Beginn der Sanierung im März 2014 viel Zeit in dem Gebäude verbracht hätten, wie OB Alexander Hetjes (CDU) und Hochbauleiter Enzo Spadano hervorhoben.

Balkon vielfach nutzbar

2009 war bei einer Bestandsuntersuchung festgestellt worden, dass das gut 40 Jahre alte Gebäude (siehe Box unten) im Falle eines Brandes nicht sicher ist. Brandschutzsanierung, Komplettsanierung oder Neubau standen zur Disposition. Die Stadtverordneten entschieden sich für die günstigste Variante, die mit 3,75 Millionen Euro sogar weniger kostete als eingeplant.

Das Gebäude verfügt jetzt nicht nur über sichere Fluchtwege, es ist auch barrierefrei und schöner geworden. Die Säle im oberen Geschoss haben einen breiten Balkon hinzubekommen; über eine Treppe gelangt man direkt zum Parkplatz. Was als Rettungsweg gedacht ist, kann ohne Notfall auch von Rauchern genutzt werden – „oder für Hochzeitsfotos“, meint Projektleiter Mark Reiffen. Auch vom Musikzimmer führt eine Treppe ins Freie.

Die auffälligste Verbesserung ist der Aufzug, der in den Treppenkern eingebaut ist. Rollstuhlfahrer gelangen damit von oben ins Sockelgeschoss. Die dortigen Toiletten wurden ebenfalls behindertengerecht umgebaut, auch eine barrierefreie Dusche gibt es. Wer durch den Haupteingang im Stedter Weg ins Bürgerhaus rollen möchte, scheitert nicht mehr an den Treppen, sondern findet nun linkerhand an der Gastronomie vorbei eine Durchfahrt ins Foyer.

Da in den Sälen Fluchttüren eingebaut werden mussten, wurden auch die Fensterfronten erneuert. Moderner als früher wirken die Decken mit den runden Lampen. Die gesamte Beleuchtung wurde auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt. Sie können übers Tablet elektronisch an- und ausgeknipst, manche von ihnen auch gedimmt werden. Die flächendeckende Brandschutzanlage ist direkt auf die Feuerwehr aufgeschaltet.

Schadstoffe beseitigt

Im Untergeschoss fallen zwei Veränderungen auf: Der Gang zu den Toiletten ist schmäler geworden und die Spiegelfront ist verschwunden. Letztere wurde im Fanfarenraum angebracht – dort kann sie von probenden Tanzgruppen genutzt werden. Eine Besonderheit ist auch die Garderobe: Durch einen Rollladen können Mäntel während einer Veranstaltung sicher verwahrt werden, ohne dass man dafür Personal braucht.

Die Versammlungsräume im Untergeschoss haben eine komplett neue Fassade erhalten und sind laut Stadt mit dezentralen Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung ausgestattet.

Da das Bürgerhaus ständig gebraucht wird, wurde seitens der Politik darum gebeten, das Gebäude im laufenden Betrieb zu sanieren. Deshalb zog sich der Umbau über vier Jahre hin. „Zum Glück konnten wir teilweise ins frühere Gemeindehaus St. Franziskus ausweichen“, so Spadano. Dass die Sanierung nicht wie geplant bereits im November fertig wurde, lag an einigen ungeplanten Schadstoffsanierungen. So mussten Asbest in den alten Brandschutzklappen, Dämmung aus künstlichen Mineralfasern in den Decken und PAK-haltige Kleber in Dichtungen und Fußböden, die krebserregend sind, sicher entsorgt werden.

Einige Restarbeiten im Untergeschoss zur Verbesserung des Brandschutzes laufen noch; in den Osterferien soll zudem der hochwertige Parkettboden abgeschliffen werden.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen