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Reimers-Stiftung: Ein Stück Wissenschaftsgeschichte

Die vom Homburger Unternehmer Werner Reimers 1963 gegründete Stiftung ist nun von der Landesregierung ausgezeichnet worden. Sie soll eine Inspiration sein.
Dr. Albrecht Graf von Kalnein, Ruth Wagner und Axel Wintermeyer (von links) freuen sich. Dr. Albrecht Graf von Kalnein, Ruth Wagner und Axel Wintermeyer (von links) freuen sich.
Bad Homburg. 

Die Werner-Reimers-Stiftung wurde als „Stiftung des Monats April 2015“ ausgezeichnet. Bei einer Feierstunde sprach er Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, der Homburger Stiftung und ihren Mitarbeitern seine Anerkennung aus. „Die Beharrlichkeit der Werner-Reimers-Stiftung und ihr unermüdlicher Einsatz für die Wissenschaften sind beispielhaft“, sagte Wintermeyer. „Es ist ihr gelungen, nach einer sehr schwierigen Phase wieder auf die Beine zu kommen und sich eine Perspektive zu eröffnen. Sie ist ein Stück deutsche Wissenschaftsgeschichte.“

Der Unternehmer Werner Reimers gründete die Stiftung 1963 mit dem Ziel, die Erforschung menschlichen Verhaltens sowie die Bedingungen und Möglichkeiten von Gesellschaften voranzutreiben. Insbesondere die Zusammenarbeit unterschiedlicher Wissenschaften im Rahmen von interdisziplinären Projekten, Tagungen und Veröffentlichungen ist Kern der Stiftungsarbeit. Die Forschergruppen beschäftigen sich dabei mit Themen wie „Poetik und Hermeneutik“, „Theorie der Geschichte“ und „Ethik der Wissenschaften“. 1972 eröffnete die Stiftung ein eigenes Tagungszentrum auf dem Gelände der Villa Reimers. In ihrer Blütezeit fanden dort jährlich 60 bis 70 Tagungen und Symposien statt.

2001 verlor die Stiftung ihre wichtigste Einnahmequelle und musste ihre Aktivitäten drastisch einschränken. Erst als sie neue Kooperationspartner gefunden hatte, konnte sie ihre Arbeit wieder aufnehmen. Seit 2009 befindet sich auf dem Stiftungsgelände das „Forschungskolleg Humanwissenschaften“, eine gemeinsame Gründung der Stiftung und der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. Dort forschen internationale Wissenschaftler zu Fragen der gesellschaftlichen Wirklichkeit im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung. Das Kolleg zählt heute zu den renommiertesten humanwissenschaftlichen Forschungszentren Deutschlands und genießt auch international einen hervorragenden Ruf.

Durch die Auslobung der „Stiftung des Monats“ präsentiert der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) besonders engagierte Stiftungen und ihre Projekte, die den Bürgern als Anregung für ähnliches ehrenamtliches Engagement vorgestellt werden. Auf diese Weise sollen weitere Impulse für die Entwicklung der Stiftungslandschaft in Hessen erfolgen.

Die Stiftungen des Monats werden auf den Internetseiten www.stiftung-hessen.de des hessischen Stiftungsportals vorgestellt. Mit der Würdigung ist ein Anerkennungsbetrag von 500 Euro verbunden, der dem Stiftungskapital zufließen soll. Er ist symbolischer Ausdruck der Wertschätzung des Einsatzes der Stiftenden und ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiter. Mehr unter www.stiftung-hessen.de.

(red)
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