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Rekord geknackt!

Von Binnen drei Wochen sind die Oberurseler 58 495 Kilometer geradelt und haben damit 8423,2 Tonnen Kohlendioxid gespart. Die tüchtigsten Radler wurden am Dienstag im Rathaus geehrt.
Die eifrigen Teilnehmer des Stadtradelns wurden am Dienstag im Rathaus geehrt. Klar, dass viele mit dem Fahrrad gekommen waren.	Foto: Sajak Die eifrigen Teilnehmer des Stadtradelns wurden am Dienstag im Rathaus geehrt. Klar, dass viele mit dem Fahrrad gekommen waren. Foto: Sajak
Oberursel. 

So ein Schluck Wasser oder Apfelschorle tut jetzt richtig gut. Die Frauen, Männer und Kinder, die sich im Rathaus getroffen haben, haben auch allen Grund zuzugreifen – weniger, weil es draußen heiß ist, sondern weil sie eifrig Rad gefahren sind. Sie werden ausgezeichnet, weil sie sich so engagiert am bundesweiten Projekt Stadtradeln des Klima-Bündnisses beteiligt haben. Die Gäste sind Vertreter der 18 Teams, die binnen drei Wochen die meisten Rad-Kilometer zurückgelegt haben.

Oberursel war zum vierten Mal beim Radeln für ein gutes Klima dabei. In 280 deutschen Städten und Gemeinden haben die Teilnehmer möglichst häufig auf ihr Auto verzichtet und versucht, so viele Kilometer wie möglich zu erstrampeln. Die Rad-Aktion soll nicht nur einen Beitrag zur Klima-Entlastung leisten, sondern auch langfristig das Bewusstsein der Bürger und Kommunalpolitiker für das Thema Radfahren in der Stadt sensibilisieren.

„Der Weg zur Arbeit, Ausflüge mit der Familie oder Abholen der Kinder vom Kindergarten: Die Wege, die wir sonst mit dem Auto machen, haben wir mit dem Rad zurückgelegt“, erzählt Teilnehmerin Petra Engel. Sie war eine von 381 Oberurselern, die in der Zeit vom 2. bis 22. Juni aufs Rad gestiegen sind, etwas für ihre Gesundheit und das Klima getan haben. Zusammen haben die Oberurseler 58 495 Kilometer zurückgelegt – das ist ein neuer Rekord.

Zum Vergleich: 2011 bei der ersten Teilnahme waren in Oberursel 30 779 Kilometer zusammengekommen, 2012 waren es 27 039 Kilometer gewesen, und 2013 hatten die Teilnehmer 44 641 Kilometer geschafft.

Bei der Abschlussveranstaltung am Dienstag wurden die Teams mit den meisten Radkilometern, den meisten Teilnehmern und den meisten Kilometern pro Teilnehmer geehrt: Allen davon geradelt ist das „Thomas-Cook-Cycle-Team“ mit 11 547,2 Kilometern. Die Mannschaft hat einen deutlichen Vorsprung vor „City Zweirad Heiko Scholl“, dessen Gruppe mit 7188 erfahrenen Kilometern den zweiten Platz belegt.

Die „Radaktivsten“ kommen aus der Gruppe „Hydrodata & Freunde“, sie legten in den drei Aktionswochen im Schnitt 411 Kilometer pro Kopf zurück.

Die meisten Kilometer hat Stephan Kramm vom „Thomas-Cook-Cycle-Team“ geschafft. Er ist mehr als 1400 Kilometer gefahren.

Großes Grundschulteam

Wie im vergangenen Jahr wurde die Grundschule Weißkirchen als größtes Team ausgezeichnet. In der Gesamtwertung kam der Nachwuchs mit 6323 Kilometern auf Platz drei. „Wir arbeiten uns an Thomas Cook heran“, sagt Mutter und Teilnehmerin Tatjana Oppermann, „das ist unser Ziel für das nächste Jahr.“

Dass die Grundschule mit gutem Beispiel vorangeht, freut auch Ersten Stadtrat Christof Fink (Grüne): „Vielleicht sind beim nächsten Mal auch ein paar mehr Schulen dabei“, hofft er. Als Preis für das Engagement gibt es einen Zuschuss zum nächsten Schulfest.

Für die Kampagne des Klima-Bündnisses werden bis September noch 136 Kommunen radeln, dann gibt es endgültige Ergebnisse und einen deutschlandweiten Vergleich. Bis jetzt schneiden die Orscheler aber recht gut ab, findet Fink: Die Stadtverordnetenversammlung hält mit 48,8 Kilometern pro Parlamentarier den siebten Platz in der Kategorie „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“. „Stadtradler-Star“ Peter Matthäy, Ortsbeiratsmitglied der Grünen in Oberstedten, hat sein Auto drei Wochen nicht bewegt und bekleidet den achten Platz im Deutschland-Vergleich.

„Es ist zwar ein kleiner Wettbewerbsgedanke dabei, aber eigentlich geht es darum, dass wir alle gemeinsam etwas für das Klima tun“, sagt Fink. Und deshalb hat die Stadt unter den Anwesenden weitere Belohnungen verlost, von der Fahrradtasche über ein E-Bike bis zum Tachometer. Das soll ein Dankeschön fürs Engagement sein. Die Glücksfeen Marlon, Mayra und Emilia von der Grundschule Weißkirchen ziehen nicht nur die Namen der Preisträger aus dem Lostopf, sondern auch noch ein positives Fazit der gesamten drei Radfahr-Wochen: „Das hat so was von Spaß gemacht!“

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