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Vorstellung: Russian Circus on Ice: Die Schlittschuhe bleiben immer an

Vor der Vorstellung des Zirkus „Russian Circus on Ice“ in Bad Homburg durften einige Leser dieser Zeitung einen Blick hinter die Kulissen wagen. Dabei testen sie auch das Kunsteis und probieren das ein oder andere Kostüm an. Immerhin standen mehr als 300 Stück zur Auswahl.
Beim Blick hinter die Kulissen von „Alice im Wunderland“ staunen die Besucher über die mehr als 300 Kostüme. Bilder > Foto: Jochen Reichwein Beim Blick hinter die Kulissen von „Alice im Wunderland“ staunen die Besucher über die mehr als 300 Kostüme.
Bad Homburg. 

Sie wirken erstaunlich ruhig, dafür dass sie in eineinhalb Stunden vor fast ausverkauftem Saal auf der Kurhausbühne stehen werden. Wobei stehen nicht der richtige Ausdruck ist, denn die Akrobaten des „Russian Circus on Ice“ laufen Schlittschuh und machen Kunststücke mit Kufen an den Füßen. Am Mittwochabend waren sie mit „Alice im Wunderland“ in Bad Homburg zu Gast (lesen Sie bitte auch den unten stehenden Text). Hinter den Kulissen herrscht konzentrierte Betriebsamkeit, jedoch ist von Lampenfieber wenig zu spüren. Einen Eindruck davon haben einige Leser dieser Zeitung bei einem Blick hinter die Kulissen bekommen.

Mehrere Rollen

Auf der künstlichen Eisfläche übt eine sechsköpfige Gruppe das Jonglieren mit bunten Ringen. Es werden Kommandos ausgegeben, manchmal fallen die Ringe auf den Boden. Kurzes Gelächter, dann beginnen sie noch einmal von vorn.

Hinter dem Bühnenbild sind Stühle nebeneinander aufgereiht, auf denen gleich mehrere Kostüme sowie ausgefallene Kopfbedeckungen übereinander liegen. „Hier ziehen sich die Künstler um. Jeder spielt mehrere Rollen, daher muss er während der Show ein paar Mal die Kleidung wechseln“, erläutert Produzentin Rimma Wachsmann, die sich der Gruppe angenommen hat. Meist müsse es schnell gehen, daher seien die Kostüme auch so geschneidert, dass man leicht hinein- und auch wieder herausschlüpfen kann. „Die Schlittschuhe bleiben während der ganzen Aufführung an“, so Wachsmann. Wie viele Kostüme es insgesamt gäbe, fragt eine Leserin und erfährt, dass es über 300 sind. „Das ist erstaunlich. Und auch die Vielfalt der Kleidung. Was für ein Aufwand“, meint Ingrid Wehrheim aus Bad Homburg. Die 63-Jährige kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Das Eis ist nicht kalt

Besonders überrascht sei sie von dem Eis gewesen. „Dass es sich dabei um Kunsteis handelt, habe ich nicht gewusst“, erklärt sie. Und auch nicht, wie sich das anfühlt. „Das ist ja gar nicht kalt, wie harter Kunststoff“, sagt der neunjährige Lumio, der ebenfalls hinter der Bühne sein darf. Nicht aus Kunststoff, sondern aus Polyethylen sei die Gleitfläche, erklärt Wachsmann. Es lasse sich schnell an den verschiedensten Orten montieren.

Derzeit ist das Ensemble des „Russian Circus on Ice“ auf Deutschlandtournee. „Wir sind zwei Monate lang fast jeden Tag in einer anderen Stadt. Meist sehen wir aber nicht viel davon“; weiß Tatiana Riabova aus Moskau. Die 25-Jährige schminkt sich für ihren Auftritt. Es sei wichtig, viel um die Augen herum aufzutragen, knallige Farben zu verwenden. Sie ist von Haus aus Schlittschuhläuferin und hat die Kunststücke erst später erlernt.

Ebenso wie Natalia Jaroschevskaia. Die 22-Jährige aus dem ukrainischen Odessa stieß vor zwei Jahren zur Truppe dazu. „Damals konnte ich nur Schlittschuhlaufen. Mittlerweile beherrsche ich sieben weitere Disziplinen wie Einradfahren, Jonglieren, Luftakrobatik oder auf Stelzen laufen“, sagt sie. Die beiden Frauen gehören zum 32-köpfigen Team, das durchschnittlich etwa 21 Jahre alt ist, so Wachsmann. Rund 20 Künstler stünden während der Show auf dem Eis. Mit 34 Jahren gehört Evgeny Ruchkin zu den älteren Darstellern. Er verkörpert im Stück einen Kater oder ein Riesen-Ei. „Mit den großen Kostümen zu laufen, ist gar nicht so einfach, denn man sieht ziemlich schlecht“, meint er. Dies kann auch Lumio bestätigen, als er den Katzenkopf aufsetzen darf: „Es ist dunkel und man kann nicht neben sich blicken“.

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