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Jahreshauptversammlung des Sportvereins: SG Anspach ist frustriert über die "Ausbeutung" der Vereine

Von Die Sportgemeinschaft Anspach will noch nicht einmal verhandeln, übte stattdessen bei ihrer Jahreshauptversammlung Druck auf Verwaltung und Politik aus, Andreas Moses rechnete ab und Bürgermeisterkandidat Thomas Pauli machte in der heißen Phase des Bürgermeister-Wahlkampfes Versprechungen.
(Symbolbild) (Symbolbild)
Neu-Anspach. 

„Das Duschen macht wieder Spaß“, sagte der Vorsitzende der Turnabteilung innerhalb der SG 1862 Anspach, Günther Lerch. Dieser Spaß bezog sich auf die jüngste Sanierung der Sanitärräume in der Sporthalle Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. Und damit war es mit dem Lob für die Verwaltung auch schon vorbei. Dafür lag der Frust über die geplante Mehrbelastung der Vereine durch die Stadt über der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins.

Lerch ermunterte die Versammlung, Widerstand zu leisten. Er war nicht der einzige Abteilungsleiter, der dies forderte. Besonders hart ging der als Bewerber um das Amt des Bürgermeisters gerade gescheiterte Andreas Moses, Vorsitzender der Handballabteilung, mit der Stadtpolitik ins Gericht: „Der Kampf gegen die Ausbeutung der Vereine muss weitergehen“. Aber auch die persönliche Niederlage als Bürgermeisterkandidat sprach er an und machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Er habe sich seit vielen Jahren in den Vereinen engagiert, künftig werde er sich weiter zurückziehen, aber für die Handballabteilung wolle er sich weiter einsetzen.

Moses formulierte auch den Antrag zum letzten aber brisantesten Tagesordnungspunkt, eben der Diskussion um die geplante Erhöhung der Vereinsbeteiligung an den Betriebskosten der städtischen Einrichtungen. „Die SG ist nicht bereit, die geplante Erhöhung der Nutzungsgebühren zu akzeptieren oder auch nur darüber zu verhandeln“. Sein Antrag fand mit 47 von 53 stimmberechtigten Mitgliedern bei sechs Enthaltungen eine deutliche Mehrheit.

Auch der auf die Stichwahl zusteuernde Bürgermeisterwahlkampf spielte auf der Versammlung eine Rolle: Mit ihm werde es keine Erhöhung der finanziellen Beteiligung der Vereine geben, ließ der vorübergehend anwesende Kandidat Thomas Pauli (SPD) eine gute Woche vor der Wahl durch seinen Gegner von vor vierzehn Tagen, Andreas Moses, ausrichten. Auch der Versammlungsleiter und Vorsitzende des Hauptvereins, Thomas Kress, äußerte sich eindeutig. „Wenn jedes Jahr um 100 Prozent erhöht werde, dann muss die SGA 2019 Insolvenz anmelden“, so Kress, der sich auch darüber mokierte, dass man aus der Presse erfahren habe, das statt bisher 10 Euro jetzt 30 Euro zu zahlen sind.

Für den 28. März kündigte er ein Gespräch mit den drei weiteren großen Sportvereinen Neu-Anspachs, der SG Hausen, der SG Westerfeld sowie dem FC Neu-Anspach zu diesem Thema an.

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