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Hohenwald soll wachsen: Sanierung und Bau weiterer Wohnungen bis Mitte 2018

Von Dass das Seniorenstift Kronthal geschlossen und Hohenwald ausgebaut werden soll, ist seit vielen Jahren bekannt. Nun kommt Bewegung in die Sache. Der erste Bauantrag ist gestellt. Vertreter der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist stellten die neuen Pläne vor.
Der Umzug von Kronthal nach Hohenwald soll erst nach der Sanierung und der Aufstockung erfolgen. Foto: Matthias Reichwein Der Umzug von Kronthal nach Hohenwald soll erst nach der Sanierung und der Aufstockung erfolgen.
Kronberg. 

Die Entscheidungsfindung hat ein wenig gedauert. Nachdem im Ortsbeirat Oberhöchstadt bereits 2011 Pläne für die beiden von der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist betriebenen Seniorenstifte vorgestellt wurden, wurde es lange Zeit ruhig. Nun sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden, wie in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt deutlich wurde. Geändert hat sich vor allem die Kubatur und Lage der Neu- oder Anbauten im Seniorenstift Hohenwald, die deutlich kleiner ausfielen als ursprünglich vorgesehen. Das Gelände soll in zwei Bauphasen entwickelt werden, der Antrag für den ersten wurde Anfang Juli gestellt.

Keine Nasszelle

An der Schließung des Seniorenstiftes Kronthal aber führt kein Weg vorbei. Das hat mehrere Gründe, erläuterte Christian Schug, Leiter Unternehmensentwicklung bei der Stiftung. Hauptgrund ist, dass zahlreiche Zimmer keine eigene Nasszelle hätten: „Das macht Pflegeprozesse extrem schwierig und aufwendig.“ Hinzu kämen mit der Zeit gewachsene bauliche Strukturen, die nicht mehr zeitgemäß sind. Als Beispiel nannte er eine nötige energetische Sanierung, die große Kosten nach sich ziehen würde. Unter dem Strich sei an dem Standort kein wirtschaftlicher Betrieb mehr möglich.

Das Seniorenstift Kronthal soll geschlossen werden. Laut Betreiber wären die Kosten für Sanierung und Umbau zu hoch. Bild-Zoom Foto: Jochen Reichwein
Das Seniorenstift Kronthal soll geschlossen werden. Laut Betreiber wären die Kosten für Sanierung und Umbau zu hoch.

Ziel sei der Umzug der Bewohner von Kronthal nach Hohenwald, wenngleich damit stationäre Betten aufgegeben würden. Dort soll, unter anderem durch eine zunächst anstehende Bestandssanierung und eine Erweiterung des Angebots, ein größerer Schwerpunkt auf ambulante Pflege gelegt werden. Schug stellte klar, dass der Umzug erst nach der Sanierung und Aufstockung erfolgen soll.

Die Bestandssanierung und Aufstockung der bestehenden Häuser soll bis Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Dann soll der Umzug stattfinden und Kronthal geschlossen werden. Der zweite Bauabschnitt soll zwischen Ende 2019 und Anfang 2020 beendet sein. Betriebsbedingte Kündigungen soll es durch die Neuaufstellung nicht geben.

Insgesamt soll sich die Bettenzahl durch Anbauten und Aufstockungen, einen Ersatz- sowie einen Neubau mit vier Vollgeschossen von 237 auf 285 erhöhen. Durch die Erweiterung der bestehenden Grünstruktur und der Caféteria, eine Dachbegrünung sowie die Umlegung der Stellplätze soll in Hohenwald eine sogenannte neue Mitte entstehen. Und das benachbarte Hofgut Hohenwald? Es wurde ein Immissionsgutachten durch ein Sachverständigenbüro erstellt, erklärte Stadtplaner Andreas Jestaedt. Darin wurde die Verträglichkeit der geplanten Nutzung nachgewiesen.

Ideen verworfen

Der Bauantrag für den ersten Bauabschnitt wurde am 1. Juni dieses Jahres eingereicht, erklärte Architektin Ann Müller-Hegemann. Er umfasst unter anderem die Innenhofgestaltung sowie die Aufstockung eines Hauses. Im zweiten Abschnitt sind hauptsächlich der Ersatzneubau und der Neubau vorgesehen. Eine Herausforderung ist, dass das Gebiet im Außenbereich liegt. Verschiedene Alternativen wie die Aufstellung eines Bebauungsplans wurden verworfen, da sie nicht durchführbar oder zu nachteilig waren. Eine angemessene Erweiterung in diesem Außenbereich sei jedoch möglich, und genau darum handelt es sich nach Auffassung der Stiftung. Um deutlich zu machen, dass es künftig keine Pläne für ein weiteres Wachstum geben wird, soll ein städtebaulicher Vertrag mit der Stadt geschlossen werden. Er soll den Endzustand der Erweiterung in Hohenwald rechtlich verbindlich festlegen und festhalten, dass diese nach Ansicht beider Vertragsparteien zulässig sind.

Die Details dazu müssten noch abgestimmt werden. Bevor er nicht unterschrieben ist, soll der Bauantrag für den zweiten Abschnitt nicht gestellt werden. Mit der Kreisverwaltung habe man aber von Anfang an den Dialog gesucht. Daher hoffe man, dass dieser „kreative und ungewöhnliche Weg“ dort auch auf eine rege Zustimmung stößt.

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