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Schwedische Lieder bringen Licht

Am zweiten Advent kam in der Gedächtniskirche bereits festliche Weihnachtsstimmung auf. Der Kammerchor „Swensk Ton“ begeisterte mit einer bunten Mischung internationaler Weihnachtslieder.
Skandinavische Weihnachtsmusik sorgte für feierliche Stimmung.	Foto: ys Skandinavische Weihnachtsmusik sorgte für feierliche Stimmung. Foto: ys
Kirdorf. 

Während sich vor der Gedächtniskirche in Kirdorf die Dunkelheit ausbreitete und vereinzelt Regentropfen vom Himmel fielen, war es in der Kirche angenehm warm. Auch wenn die kalte Jahreszeit allgemein nicht die Beliebteste ist, so hat sie doch auch ihre schönen Seiten. So gehört es für viele Homburger seit Jahren dazu, sich mit Weihnachtsliedern aus aller Welt auf die Festtage einzustimmen. Wunderschön vorgetragen wurden diese vom Frankfurter A-aapella-Chor „Swensk Ton“, dessen Wurzeln in Skandinavien liegen. Chorleiter Nils Kjellström ist gebürtiger Schwede und ausgebildeter Kirchenmusiker.

Die 45 Sänger hatten sich passend zum weihnachtlichen Flair des Abends in schwarz, rot und weiß gekleidet, einige hatten zusätzlich Nikolausmützen aufgesetzt. Neben traditionellen Weihnachtsliedern hat es sich der Chor zur Aufgabe gemacht, auch moderne und unbekannte Stücke auf die Bühne zu bringen. So beglückten sie das Publikum mit zeitgenössischen Kompositionen, wie dem estnischen „Ule Lume Lagedale“ aus dem Jahr 2009, das von einer Fahrt durch eine verschneite Winterlandschaft berichtet. Und tatsächlich konnte man sich bei den harmonischen, dahingleitenden Gesängen bestens vorstellen, wie man in Skandinavien auf einem Schlitten sitzend einen schneebedeckten, dunklen Weg entlanggleitet. Aber auch traditionelle Stücke trug der Chor vor. So hatte er als kleine Besonderheit „Hodie Christus Natus Est“ gleich in zwei Versionen vorbereitet. Die Erste stammte aus dem 17. Jahrhundert und konnte durch ein wechselndes Zusammenspiel der Stimmen, das in einem opulenten Finale endete, überzeugen. Die zweite Fassung ist noch keine zehn Jahre alt und unterschied sich deutlich vom zuvor gehörten. Dabei handelte es sich um eine moderne Tonsprache, die die Stimmen wie herabfallenden Schnee klingen lässt, dann aber in einen Rhythmus verfällt, um klassisch im Halleluja auszulaufen.

Wie in jedem Jahr wurde auch dieses Mal das Lucia-Fest thematisch aufgegriffen. Nach altem schwedischen Brauch trotzt die Lichterkönigin Lucia der nordischen Dunkelheit und erleuchtet zusammen mit ihrem Gefolge die Kirche. Auch am Sonntag erklangen zunächst die ersten Takte von „Santa Lucia“, dann öffnete sich langsam das große Kirchenportal. Bedächtig schritt Hannah Köhring als Lichterkönigin den Gang entlang. Sie und ihre Begleiterinnen trugen die typischen weißen Gewänder. Auf dem Kopf der Lucia leuchtete ein Lichterkranz. Rein in Kerzenlicht gehüllt, sang eine Auswahl weiblicher Stimmen Weihnachtslieder und sorgte so für einen unvergesslichen Moment. Ebenso leise, wie sie die Kirche betreten hatten, entschwanden die Sängerinnen nach fünf Stücken wieder.

Zum Abschluss ermunterte Chorleiter Kjellström die Zuhörer, „O du Fröhliche“ zu singen. Dabei konnte er es sich nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass das Lied nicht nur eine, sondern drei Strophen habe. Nachdem die letzten Töne verklungen waren, war auch der letzte Weihnachtsmuffel in Festtagsstimmung versetzt.

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